Kategorie-Archiv: Delkenheim

St. Stephan Delkenheim
Stuttgarter Str. 2
65205 Wiesbaden-Delkenheim

Heilige Messe: im Wechsel Sa 18.00 Uhr und So 11.00 Uhr
Die genauen Zeiten finden Sie in unserem Mitteilungsblatt “miteinander”

Dank der Vietnamhilfe

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Liebe Spenderin, lieber Spender,

dank-dinh-2-del-s59438ich bin wieder wohl behalten von meiner Vietnamreise zurückgekommen, und überbringe Ihnen wie jedes Jahr den Dank der vielen Menschen aus meine Heimat, denen durch Ihre Spenden geholfen werden konnte. An Spenden habe ich bis einschließlich Samstag, 30. Dezember 2017, einen Betrag von insgesamt 28 234,26 Euro (dabei von Handarbeiten 358 Euro, Kuchenverkauf 2781,20 Euro, Marmelade 2000 Euro und Schokolade 148 Euro) erhalten.

Von dieser Summe habe ich einen Computer und einen Drucker für eine Behinderteneinrichtung geholt. Dann bekamen drei Blindenheime (zusammen waren dies ungefähr 500 Menschen) Lebensmittel und Geldspenden. Wie immer erhielten auch die Leprakranken, geistig beeinträchtigte Waisenkinder, wie auch behinderte Kinder in Einzelfamilien, Alleinerziehende und alte alleinstehende Menschen eine große Summe zur Lebenshilfe.

In diesem Jahr empfahl mir ein Pfarrer besonders ein Haus mit über hundert geistig beeinträchtigten Menschen in Pleku. Die Betreuer dort erbaten für ihre Kranken Medikamente zur Behandlung. Außerdem erhielten die Verantwortlichen zusätzlich Geld für notwendige Anschaffungen.

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Ich möchte Ihnen auch heute wieder den großen Dank der Menschen übermitteln, denen ich durch Ihre Spenden so sehr helfen konnte. Die Freude bei allen war wieder sehr groß und ihre Dankbarkeit ebenfalls.

Meine Flug- und Aufenthaltskosten wurden separat durch private Spenden bezahlt. Mein besonderer Dank gilt Herrn Welter für das Flugticket und die Reiseversicherung sowie Herrn Hoffmann für die Reiseunterstützung. Ferner möchte ich Herrn Pfarrer Schindling und dem Verwaltungsrat der katholischen Pfarrei St. Birgid für die erhaltene Hilfe meinen besonderen Dank aussprechen. Ebenso danke ich Frau Weber von der Vhs für die Farbkopien. Auch ich bedanke mich herzlich für Ihre große Bereitschaft meinem Volk immer zu helfen. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich Gottes reichen Segen!

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Über die genauen Einnahmen und Ausgaben habe ich Buch geführt und auch Empfangsbescheinigungen bekommen. Sie sind jederzeit bei mir einsehbar.

Ihre dankbare Thu Nga Dinh

Bitte helfen Sie auch weiterhin:
Bankverbindung St. Birgid Wiesbaden
IBAN: DE25 5109 0000 0020 1902 13
Stichwort Hilfe für Vietnam

Thi Thu Nga Dinh
Kontakt: Dinh Thu Nga, Münchener Str. 15, 65205 Wiesbaden, Telefon 06122-950 02 92, E-Mail: , Handy 01 78-146 59 13

Lieder, die zum Gebet werden

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taize-2-del-b11810„Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein“ – mit besinnlichen Liedern und Taizé-Gesängen gestaltete der Chor Jubilate Deo unter der Leitung von Roman Bär den Gottesdienst zum ersten Fastensonntag in St. Stephan Delkenheim. Doch nicht nur gesanglich, sondern auch optisch trat die Feier hervor – die Chormitglieder hatten Kerzen von zuhause mitgebracht, die dort brennen, wenn etwas Schönes passiert ist, und diese auf den Altar gestellt. Davor auf dem Boden flackerten zahlreiche Teelichter, die ebenfalls für eine besondere Atmosphäre während des Gottesdienstes sorgten. Pfarrer Frank Schindling dankte den Sängerinnen und Sängern, deren Lieder durchs Wiederholen zum Gebet würden und so schließlich die Herzen erreichten.

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In seiner Predigt ging Schindling auf das Thema der Fastenzeitaktion „Es geht um Leben und Tod“ ein. Wenn man etwas verstanden habe, dann habe man den Bogen raus, so Schindling. Doch manchmal sei es nicht so einfach, alles zusammenzubringen. Mit Unterstützung der Kommunionkinder suchte er nach Begriffen, die sowohl dem Leben als auch dem Tod zugeschrieben werden konnten, aber auch nach Wörtern, die man nur einem Begriff zuordnen kann. Am Ende hatten dann alle den Bogen raus und Schindling verwies noch einmal auf den Lesungstext, in dem Gott den Menschen den Regenbogen schickt – als Zeichen für Gottes Bund mit dem Menschen.

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Mit Taizé-Gesängen klang der Gottesdienst stimmungsvoll aus und viele Anwesenden stimmten in die kontemplativen Lieder, die Jubilate Deo vortrug, mit ein.

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Sternsinger schwärmen aus

Auringen

Auringen

Mit dem Lied „Stern über Bethlehem“ eröffneten die als Heilige Drei Könige und Sternträger verkleideten Kinder und Jugendlichen die Gottesdienste am Sternsinger-Wochenende nach dem festlichen Einzug. Mit ihren bunten Kostümen, glänzenden Kronen und ihrer Begeisterungsfähigkeit für die gute Sache zogen die königlichen Hoheiten die volle Aufmerksamkeit auf sich und nutzten diese, um die Sternsingeraktion vorzustellen und zu erklären, wofür die Spenden bestimmt sind. Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder zahlreiche Kommunionkinder an den Sternsingern und zogen tapfer mit.

Bierstadt

Bierstadt

„Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“ – so lautete das Motto der diesjährigen Aktion. Seit 2006 sei zwar die Kinderarbeit in Indien verboten, dennoch schätzten Hilfsorganisationen, dass 60 Millionen Kinder in dem Land arbeiten müssen, informierten die Sternsinger. Die Arbeiten am Webstuhl und zur Glasherstellung verursachten dauerhafte Gesundheitsschäden bei vielen Kindern. Um den Kindern zu ermöglichen diesem Kreislauf zu entkommen, sind die Spenden für mehr Schulbildung in Indien bestimmt. „Ihr bringt den Segen nicht nur hier in die Häuser, sondern auch zu den Kindern in Not“, dankte Pastoralreferentin Bettina Tönnesen-Hoffmann den Sternsingern. Und auch Pawel Meisler vom Pastoralteam bekräftigte: „Kinder sind die Zukunft – in Indien, Deutschland und überall auf der Welt.“

Delkenheim

Delkenheim

Glück mit dem Wetter hatten die rund hundert Kinder und Jugendlichen, die mit 40 Betreuern von Haus zu Haus zogen. Weder Regen noch Kälte machten den Sternsingern zu schaffen und so stand die Sternsingeraktion 2018 im wahrsten Sinne des Wortes unter einem guten Stern!

Erbenheim

Erbenheim

Ein herzliches Dankschön geht an unsere Kinder und Jugendlichen, an alle Betreuer, Helfer und Unterstützer, die zum Gelingen der Aktion beigetragen haben – und natürlich an unsere Gemeindemitglieder, die ihre Türen für die Sternsinger geöffnet und die Aktion mit einer Spende unterstützt haben!

Sonnenberg

Sonnenberg

Text: GB/Fotos: Christian Winter, Florian Fauth, Armin Hellinger, Andreas Rudelt, Dieter Schmidt-Quak, GB

Nordenstadt

Nordenstadt

Ökumenisches Sprachcafé

 

„Deutsch zu lernen, ist ganz leicht“, strahlt Yahia Alkhalaf. Er besucht seit drei Monaten das ökumenische Sprachcafé der katholischen Pfarrei St. Birgid und der evangelischen Kirchengemeinde Delkenheim und kann sich schon gut in der neuen Sprache verständigen. Anas Rezzou und Nuor Karakaji, ebenfalls syrische Flüchtlinge, lächeln über die Antwort. Sie haben zwar alles verstanden, sind aber noch nicht ganz so weit wie ihr Mitschüler. Doch alle drei haben das gleiche Ziel: Sie wollen so schnell wie möglich Deutsch lernen, um sich danach eine Arbeit zu suchen.

„Ich habe mich gefragt, was machen die Leute, die hierher kommen und nichts zu tun haben?“, erzählt Initiatorin Martina Lotz vom Caritasausschuss der Pfarrei St. Birgid. Oft vergehen Monate, bis die lang ersehnte Aufenthaltsgenehmigung ausgestellt wird und auch dann gibt es noch Wartelisten für die städtischen Sprachkurse. Als sie in der eigenen und in der evangelischen Gemeinde ihre Idee von einem Sprachcafé in Delkenheim vorstellte, meldeten sich ganz viele Unterstützer. „Ich hatte vorher schon verschiedenen Vereinen und Institutionen meine Hilfe angeboten, aber nur von der Kirche habe ich eine Antwort erhalten“, sagt Thomas Wittich, pensionierter Journalist aus Sonnenberg. „Ich habe schon lange auf so eine Gelegenheit gewartet“, gibt Lehrerin Gertrud Istvan, Frau des evangelischen Pfarrers in Delkenheim, unumwunden zu. Sie hat eine Qualifikation Deutsch als Zweisprache zu unterrichten.

Das ökumenische Sprachcafé wird vom Sozialamt finanziell unterstützt. Zwar arbeiten alle Lehrer ehrenamtlich, doch die Lehrmittel stellt die Stadt. Derzeit besuchen acht Flüchtlinge dreimal in der Woche das ökumenische Sprachcafé. Vormittags wird im katholischen Gemeindezentrum St. Stephan gelernt, nachmittags im Gemeindehaus der Protestanten. Rund 15 ehrenamtliche Lehrer sind im Einsatz, eine Unterrichtseinheit dauert anderthalb Stunden. Die Organisation und Koordination liegt in den Händen von Martina Lotz, die auch den Kontakt zur Flüchtlingsunterbringung in Delkenheim hält.

Während Yahia Alkhalaf das Lernen leicht fällt, muss sich Mustafa Abdullah durchkämpfen. Er hat nie Lesen und Schreiben gelernt. Angela Cramer-Weil, seine Lehrerin, musste mit ihm bei null anfangen und lernt mit ihm eisern nach Lehrbuch. Besonders schwer auszusprechen seien die Umlaute und das P, erzählt Peter Öttl, der gemeinsam mit seiner Frau Hildegard im Sprachcafé unterrichtet.

Deutschland sei schön und die Flüchtlinge seien freundlich empfangen worden, sagen die Männer, die über Jordanien und den Libanon aus ihrer Heimat Syrien geflohen sind. Außerdem gebe es hier eine Chance auf Arbeit und die Hoffnung, dass Frauen und Kinder bald nachkommen.

Den Helfern im Sprachcafé geht es aber nicht nur darum, den Flüchtlingen Deutsch beizubringen. Sie möchten ihnen auch das Leben in Wiesbaden zeigen und sie aus der Isolation holen. So hat Angela Cramer-Weil einen Kontakt zum FV Delkenheim hergestellt. Jetzt spielen sechs Syrer bei den Altherren mit. Thoma Wittich wird demnächst eine Stadtführung anbieten und Peter Öttl und Martina Lotz waren mit einer Gruppe Flüchtlinge schon beim Heimspiel des Bundesligisten Mainz 05. Auch die Nachbarn an der Flüchtlingsunterbringung helfen, wenn Not am Mann ist.

Wenn Yahia Alkhalaf demnächst seine Aufenthaltsgenehmigung erhält, wird er schon ganz gut Deutsch sprechen und sich in Wiesbaden auskennen. Er ist dankbar, dass er in Delkenheim so herzlich aufgenommen wurde.

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann