Kategorie-Archiv: Auringen

Unterwegs mit den Waldwichteln…

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waldtag-4-aur-b12816„Und jetzt laufen wir alle rückwärts, denn so machen das auch die Waldwichtel, wenn sie den Wald betreten“, unter Anleitung von Wildnispädagogin Tanja Hafer startete die rund zwanzigköpfige Gruppe, die der Einladung zum Waldnachmittag der Pfarrei St. Birgid gefolgt war, in den Auringer Wald. Unterwegs waren immer wieder Botschaften der Waldwichtel versteckt und es galt gemeinsam mit Klein und Groß allerlei Aufgaben zu lösen. Unter anderem wurde auf Geräusche gelauscht, das unaufgeräumte Kinderzimmer der Waldwichtelkinder inspiziert oder Kinder und Eltern mussten sich gegenseitig bei wechselseitig verbundenen Augen über Stock und Stein führen und „blind“ Gegenstände ertasten.

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waldtag-1-aur-b12816Zudem erhielt jeder die Aufgabe, unterwegs einen kleinen Schatz zu sammeln. Am Picknickplatz angekommen, konnten sich alle erst einmal am reichhaltigen „Mitbringbuffet“ stärken. Danach wurden Baumgesichter gestaltet oder der Wickerbach erkundet. Eine kleine Abschlussandacht, in der wir Gott für seine Schöpfung und den Wald gedankt haben, hat den Nachmittag beschlossen. Alle waren sich einig: Der Nachmittag mit den Waldwichteln war toll!

Text/Fotos: Bettina Tönnesen-Hoffmann

Israelische Tänze

Die Gruppe „Miteinander der Generationen“ lädt am Samstag, dem 29. September, um 18 Uhr nach St. Elisabeth Auringen ein. Mit Margot Roth werden an dem Abend einfache israelische Tänze einstudiert und getanzt. Der Eintritt ist frei, über einen Beitrag zum israelischen Büfett würden sich die Veranstalter freuen. Um vorherige Anmeldung im Zentralen Pfarrbüro () wird gebeten. Die Gruppe „Miteinander der Generationen“ freut sich auf ein fröhliches Fest.

Gemeindefest in St. Elisabeth

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gemeindefest-05-aur-b12739In kräftigen, warmen Gelbtönen strahlten die Sonnenblumen vor Ambo und Altar beim Gemeindefest in St. Elisabeth Auringen; so fiel gar nicht auf, dass sich die Sonne an dem Tag kaum blicken ließ. Mit einem Gottesdienst, den Pfarrer Georg Franz aus Limburg mit der Gemeinde auf dem Platz vor der Kirche feierte, begann der Festtag an Kirchweih. Gewohnt schwungvoll und mit starker instrumenteller Besetzung begleitete die Musikgruppe Auringen die Messe. Zahlreiche Ministranten waren im Einsatz und versahen ihren Dienst am Altar.

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Am Ende des Gottesdienstes dankte Ortsausschussvorsitzende Christine Klaus allen Beteiligten und freute sich Pastoralreferent Stephan Lechtenböhmer als neuen Erstansprechpartner für den Kirchort Auringen begrüßen zu dürfen.

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Danach wurden schnell die Biertische aufgestellt, der Grill angefeuert und das Salatbüfett eröffnet. Letzteres bot wie immer eine große Auswahl an selbstgemachten, gespendeten Salaten, so dass sich einige Festbesucher zweimal anstellten, um das reichhaltige Angebot durchzuprobieren.

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Draußen auf dem Festplatz hatte der Eine-Welt-Kreis seinen Stand mit fair gehandelten Produkten aufgebaut, an dem reger Betrieb herrschte – auch weil alles so liebevoll arrangiert war. Wer kurz zur Ruhe kommen wollte, der besuchte das kleine Bücherzimmer, dessen Schmöker laut Türschild “ein Zuhause” suchten. Wer lieber vor Ort lesen wollte, konnte in einem gemütlichen Sessel Platz nehmen und beim Lesen noch ein paar Muffins naschen.

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Auch an die kleinen Festbesucher war gedacht: Die Auringer Jugendlichen hatten gemeinsam mit den Pfadfindern einen Spieleparcours vorbereitet – mit Dosenwerfen, Schminken, Hürden- und Eierlaufen sowie Lagerfeuer. Danach traf man sich beim Obstbüfett mit Schokobrunnen.

gemeindefest-09-aur-b12739gemeindefest-10-aur-b12739Zur Kaffeezeit konnten sich dann alle noch einmal mit Waffeln und selbstgemachten Kuchen stärken. Mit netten Gesprächen klang der Nachmittag gemütlich aus.

Ein herzliches Dankeschön allen Helfern, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben!

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Winzerpfanne und ein guter Tropfen

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weinstand-2-aur-b12706Obwohl in der Stadt die Weinwoche gefeiert wurde, konnte sich der Ortsausschuss St. Elisabeth nicht über mangelnden Zuspruch am Auringer Weinstand beschweren. Schon früh füllten sich die Bänke mit ersten Besuchern und die leckere Winzerpfanne und feinen Tropfen, die ausgeschenkt wurden, fanden reißenden Absatz. Die hochsommerlichen Temperaturen lockten viele Weinfreunde an.

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weinstand-4-aur-b12706Das Team um Christine Klaus hatte alle Hände voll zu tun, aber auch viel Spaß. Im Laufe des Abends schauten auch Pfarrer Frank Schindling, Michael Sattler, Johannes Mockenhaupt und Pawel Meisler beim Weinstand vorbei und genossen bei netten Gesprächen den guten Wein.

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weinstand-6-aur-b12706Ein herzliches Dankschön allen Helfern, die beim Auf- und Abbau, der Planung und beim Einkauf sowie beim Ausschank geholfen haben!

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Text: Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Manfred Höfer

Von guten Mächten – Predigt von Michael Sattler

Predigt von Pastoralreferent Michael Sattler

anlässlich seiner Verabschiedung am 29. April in St. Elisabeth Auringen

(Evangelium: Johannes 15, 1-8)

Liebe Mitchristen, liebe Gäste, ich freue mich sehr, dass sie gekommen sind. Gerade haben wir den schönen und herausfordernden Text des Evangeliums vom Winzer, Weinstock und den Reben gehört. Für mich ist er aus zwei Gründen erfreulich und bedeutsam.

abschied-michael-07-aur-b12174Einmal hatte ich das große Glück elf Jahre lang in der Weinbaugemeinde Frauenstein mit der Familie leben und pastoral wirken zu können, später auch in den gastfreundlichen Gemeinden des Wiesbadener Ostens. Und so konnte ich jährlich den Zyklus der Winzer und des Weinanbaus kennenlernen, die Sorgfalt, aber auch die manchmal harten widrigen Bedingungen im Weinberg in Herbst und Winter. Und das spannende professionelle kultivieren des Weines in Fass und Keller, ein oft heiter-geselliges, sinnliches und manchmal  ein fast heiliges Geschehen – mich hat das sehr beeindruckt.

Und dieser Tage habe ich mich nochmals eigens aufgemacht zu einer kleinen Wanderung durch die Weinberge – und war mitten in unserem Gleichnis. Man sieht jetzt die im Winter zurückgeschnittenen knorrigen Weinstöcke. Nur ein etwa 40 cm langer Trieb wird angebunden – nur ein Trieb, der dann bei Wind und Wetter und Sonne bis zur Ernte wächst. Alle anderen Blätter, die vielen anderen Triebe werden weggeschnitten, weggeworfen und verdorren. Er wird beschnitten, damit konzentriert neues Leben wächst und Qualität gewinnt.

Und hier sind wir nah in unserem Gleichnis: Kennen wir es nicht aus unserem Leben, dass es Brüche gibt, dass etwas weggeschnitten wird, sei es durch Krankheit, persönliche Verluste und Krisen, Not, Leid und Tod von Angehörigen und Freunden – oft sehr schmerzlich, es ist ein Teil unseres Lebens. Aber wenn es uns – mit Gottes Hilfe gelingt – dies anzunehmen, öffnen sich oft neue Türen und Gelegenheiten, die vorher nicht im Blick waren.

weinprobe-nor-b10304Ein zweiter Grund: Auch Jesus und sein Leben wird oft mit dem Wein in Verbindung gebracht: die Hochzeitsfeier in Kana, das heutige Gleichnis, er wurde sogar wegen seiner Freude am Miteinander und Mahl von den Strengen seiner Zeit beschimpft. Und nicht zuletzt beim Abendmahl, als er sich sein Auftrag und das kommende Heil mit dem Wein verband und auch jetzt in der Eucharistiefeier sprechen wir von der Vergegenwärtigung  Jesu im Kelch des Heiles, Zeichen der kommenden Fülle Gottes.

Der Wein als Zeichen der Freude, der Gemeinschaft, des Genusses, des Heiles.

Doch nun weiter zum heutigen Gleichnis: Wir leben heute in einer unfassbar komplexen, vielschichtigen, manchmal auch unübersichtlich gewordenen Wirklichkeit, die uns herausfordert.  Sich dieser Außenwelt, der Globalisierung, der ständigen Beschleunigung zu stellen ist überlebensnotwendig, das wissen wir.

Aber gleichzeitig wird der Wunsch nach Vereinfachung des Lebens greifbar als ein ergänzender Gegenpol zu der komplexen Wirklichkeit.

In der Zeitschrift: Psychologie heute nimmt der  Psychiater Joachim Galuska aus seiner klinischen Erfahrung dazu Stellung. Er schreibt: „In der Zivilgesellschaft entspricht dem raschen äußeren Fortschritt in Forschung, Digitalisierung und Technik keine gleichartige, innere Kompetenz , um dem äußeren Fortschritt gewachsen zu sein.“ Er benutzt folgenden Vergleich: „Wir können in den Weltraum fliegen, aber wir brauchen auch den Raum, den „Weltinnenraum“, wie Rainer Maria Rilke es ausdrückt.

Es braucht ein inneres Lauschen: Was ist Mensch sein? Was geht, was geht nicht? Was ist gut für uns? Das ist das revolutionäre Potenzial der Meditation? Soweit Joachim Galuska.

Was er beschreibt ist die alte und neue Herausforderung an uns? Entfalten wir dieses innere Leben, dieses innere Lauschen? Die geistliche Tradition wusste und weiß um die beiden Pole des Lebens: die AKTION in Kirche und Welt einerseits und der Kontakt zur TIEFENDIMENSION des Lebens, zum Geheimnis Gottes andererseits, was Leben erst menschlich und lebenswert macht.

So sagt z. B. der heilige Benedikt: Bete und arbeite,

Pastor Bonhoeffer: Beten und Tun des Gerechten, 

und Frère Roger Schutz von Taizé: Kampf und Kontemplation.  

Unser heutiges Gleichnis ist zum Verständnis der Tiefenbeziehung zu Gott aufschlussreich, es geht um die innere Beziehung zu Gott in Christus, um die Einfachheit des Vertrauens, aus der Wertschätzung und Respekt uns selbst und anderen gegenüber wächst. Etwas , was immer Geschenk ist und gleichzeitig eingeübt werden muss. Es geht um den WÄRMESTROM des Lebens, der aus der engen VERBINDUNG ZU GOTT wächst, so eng wie Winzer, Weinstock und Rebe verbunden sind, ein Geschehen, ein Prozess, der in eins läuft.

taize-godi-5-b12096Im heutigen Miteinander steht dazu ein erklärender Satz, hier am Beispiel Taizé beschrieben: Das ist aktuell so, waren nicht gerade fast 50 Jugendliche unserer Pfarrei St. Birgid mit unserem Sozialarbeiter Pawel Meisler und Pfr. Frank Schindling  bei den Jugendtreffen und den Brüdern von Taize.

Es heißt dort:

„Taizé ist ein Ort, wo die Einfachheit das Größte ist, wo Jugendliche miteinander ins Gespräch kommen, wo Grenzen abgebaut werden, wo geschwiegen wird, wo die Wiederholungen ( – der biblischen Gesänge – ) so sind, dass sie nicht aus dem Kopf gehen, WO ES SO STILL IST; DASS MAN GOTT HÖRT“.

Diese wenigen Zeilen enthalten alles , worauf es ankommt: Stille, meditatives Hören, Gebet,    einfach und wiederholbar. Wir kennen das aus den geistlichen Traditionen unserer Kirchen : Schriftlesung, Wiederholung einfacher biblischer Worte und Gesänge, Rosenkranzgebet, Psalmengesang, das ostkirchliche Jesus- und Herzensgebet, die Liturgie und Feier der Eucharistie – und das geistliche Gespräch, wo  Grenzen im Verstehen überwunden werden können.

Es geht um die Unterbrechung des Alltags für einige Zeit, Zeit zum Einüben des Vertrauens in Gott. Gott erwartet und begleitet uns mit seiner Gnade und Liebe, oder wie Meister Eckhart es ausdrückt: Gott wirkt als Innerster aus dem Innersten auf das Innerste aller Dinge.

Vielleicht geht es darum die heute so notwendige Einfachheit des Vertrauens sogar wieder neu zu lernen, um uns selbst, den anderen Gutes zu sein und zu tun, aus der engen Beziehung zu Gott und seiner zuvorkommenden Liebe zu leben, den WÄRMESTROM GOTTES  in unsere Welt zu leiten in Wertschätzung, Respekt, Vertrauen in unseren Beziehungen, christlichen Gemeinden und darüber hinaus. Dazu braucht es aber diese Räume und Zeiten des Gebetes, der Stille und der Meditation.

Andreas Knapp, Dichter und Kleiner Bruder vom Evangelium aus Leipzig, beschreibt in einem kleinen Gedicht  in einigen Versen beide Pole des Lebens:

In tausend wünschen
endlose Jagd    
nach hülle und fülle                                 
sein wie gott
Gott aber
hegt nur   
einen wunsch  
den menschlichen Menschen
Einmal hat er sich selbst  
diesen wunsch erfüllt
Und wartet seitdem auf Nachahmung

Der menschliche Mensch – ich denke, wir wissen was gemeint ist. Der menschliche Mensch mit Vertrauen , Respekt und Wertschätzung, in unseren Gemeinden, in unseren Gruppen – das wünsche ich uns allen, damit das Leben lebenswert bleibt. Nehmen wir uns die Zeit, ganz menschlich zu werden und zu sein.

Und aus einem solchen Vertrauen aus und in Gott können dann sogar angesichts des nahen Todes Texte entstehen, wie sie Pastor Dietrich Bonhoeffer  geschrieben hat , mögen sie unser Leben – aus der Gottesbeziehung gespeist – tragen: Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr. Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

In diesem Sinne: Seien Sie gesegnet auf Ihrem weiteren Lebensweg.

Amen