Firmfahrt mit über hundert Jugendlichen

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„Liebe“, „Kraft“, „Weg“, „Guter Hirt“ und „Licht“ – aus 80 Begriffen für Gott einigten sich die über hundert Jugendlichen der Pfarrei St. Birgid nach langer Diskussion auf diese Wörter. Das Attributespiel war nur eine von vielen Herausforderungen, denen sich die Firmanden an drei Tagen in der Jugendbegegnungsstätte des Bistums in Kirchähr stellten. Begleitet wurden sie dabei von Pfarrer Frank Schindling, den Mitgliedern des Pastoralteams, den beiden FSJlern und mehreren Katecheten.

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firmtage-03-b11595Schon der scheinbar lockere Einstieg hatte Tiefgang. Als Magier des 21. Jahrhunderts empfingen die Katecheten die Jugendlichen. Und so warben unter anderem Tai-Gin-Seng, Experte für Vitalität, Dr. hc.c. B. Ruf, Spezialist für Beruf und Job, Lucky Friend, Experte für Freundschaft, und viele weitere Magier für ihre Anliegen, und die Jugendlichen machten sich Gedanken, welche Werte ihnen im Leben wirklich wichtig sind oder eben nicht. Im Alltag sei es oft schwierig zu seinen Überzeugungen zu stehen, sagte Schindling.

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Um die Werte im Glauben ging es danach: Das Glaubensbekenntnis geht auf die Zeit Jesus zurück. „Weil es den Leuten wichtig war, ist es bis heute überliefert worden“, erklärte der Pfarrer. In Kleingruppen sollten die Jugendlichen die einzelnen Sätze in die richtige Reihenfolge bringen und sich im Gespräch über deren Bedeutung für den eigenen Glauben klar werden.

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firmtage-09-b11595Anschließend versammelte man sich bei Kerzenschein in dem kleinen Kirchlein in Kirchähr zur Andacht. Wie wenig jeder auf seine Zeit achtet, wurde beim Verlesen einer Statistik deutlich: So verbringe jeder Mensch im Schnitt vier Tage seines Lebens damit, Schuhe zu binden, oder ein Jahr damit, irgendetwas zu suchen. „Jeder Tag ist einmalig“, machte Schindling deutlich, der die Jugendlichen bat, ein bisschen mehr Zeit Gott zu widmen, zum Auftanken für die Seele. Mit einem religiösen Quiz á la „Der große Preis“ klang der erste Abend aus.

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firmtage-10-b11595Nach dem Morgenimpuls, ebenfalls in der Kapelle, ging es mit einer Glaubensbekenntnis-Stafette weiter im Programm. Die Mitglieder des Pastoralteams, die FSJler und die Katecheten hatten jeweils Stationen, in denen die Glaubenssätze noch einmal vertieft wurden, vorbereitet. Welche Rolle spielt Jesus in meinem Leben, was für Gottesbilder gibt es und wo ist mein Platz in der Kirche?, fragten sich die Firmanden unter anderem.

firmtage-12-b11595Für Jesu Botschaft werben – mit einem Facebook-Auftritt, Werbeplakaten, einer Live-Übertragung im Radio, einem Werbespot oder einer Fotostory. Bei der nächsten Aufgabe waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt und so entstanden eine Reihe witziger aber auch inhaltsschwerer Arbeiten, die abends im großen Kreis präsentiert wurden. „Warum hältst du Jesus für berühmt?“, interviewte eine Jugendliche eine Mitfirmandin. „Weil man seit 2000 Jahren über ihn spricht“, kam die prompte Antwort. Oder im Werbespot erklang die Aufforderung: „Schließen Sie sich ihm an, denn Jesus ist Ihr Mann!“ Anklang fanden auch die Botschaften der Werbeplakate, so etwa der Spruch: „Wählt Jesus – er hat uns mit seinem Kreuz erwählt“. Witzig gemacht waren auch die Facebook-Auftritte von Jesus Müller und Kristus Derechte sowie die Bibelgeschichten, die in Schlagzeilen und Fotostorys wiedergegeben wurden. Mit einer Andacht endete der Tag.

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Am letzten Morgen spürten die Firmanden nach, wo der Heilige Geist in der heutigen Welt zu spüren ist und wo er wirkt. Mit Collagen brachten sie ihn ins Bild, etwa da, wo Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas Positives erleben.

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Mit einem Gottesdienst klangen die Firmtage aus. Hatte es den Vormittag über noch in Strömen geregnet, riss der Himmel kurz vor Beginn der Messe auf und die Firmanden konnten trockenen Fußes den kurzen Weg zur Kirche zurücklegen. „Oh, Gott! Kein Netz“, gerade in Kirchähr hätten das wohl alle einmal gedacht, begann Schindling seine Predigt. Die Jünger, die von Beruf Fischer waren, hätten freiwillig auf ihre Netze verzichtet, um Jesus nachzufolgen. Sie hätten ihre Absicherung einfach liegen gelassen. Auch für uns heute gelte noch: „Verlass dich darauf, dass Jesus dich am Ende komplett auffangen wird. Dann ist er dein Netz, das dich auffängt“, predigte Schindling.

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firmtage-14-b11595Neben dem Pfarrer und dem Pastoralteam ist das Gelingen der Firmfahrt vor allem den engagierten Katecheten Birgid Meßwarb, Christine Klaus, Maria Klunke, Kurt Herold, Heribert Kleber, Armin Hellinger, sowie den beiden FSJlern, Franzi Schindling und Felix Schleicher, zu verdanken, die die Jugendlichen nicht nur durch alle drei Tage begleiteten, sondern auch viel Zeit in die Vorbereitung gesteckt hatten. Herzlichen Dank!

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Text: Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Franzi Schindling und Anne Goerlich-Baumann