Kleine Christliche Gemeinden

Entwurf-2

Was ist eine CHRISTLICHE NACHBARSCHAFTSGRUPPE ?

( „Kleine christliche Gemeinschaft / small christian community“)

 

Vier  Punkte kennzeichnen sie:

+  Sie besteht aus Menschen, die ein gemeinsames Umfeld teilen (Stadtteil/NACHBARSCHAFT).

+  Sie teilt die Bedürfnisse  (Freud und Leid) der Menschen in der Gruppe und nimmt die Bedürfnisse und Menschen im Umfeld wahr (Papst Franziskus: „Seid bei den Menschen“ im GEIST der SENDUNG JESU).

+  Sie ist eingebunden in die Pfarrei, verbunden mit der ganzen KIRCHE.

+  Sie trifft sich in regelmäßigen Abständen zu Hause (meist vierwöchig) und wächst  im BibelTeilen (Gebet /Schriftlesung/ Stille/ Austausch/ konkrete Alltagserfahrungen (Handeln)/Fürbitte und Segen ) in ökumenischer Offenheit zu einer  Christlichen Gemeinschaft vor Ort, verknüpft also konkretes, tägliches Leben mit gelebtem Glauben (SPIRITUALITÄT).

Beginnend durch zwei Bischöfe in Südafrika und dem dortigen Lumko–Institut übernahm die ostafrikanische Bischofskonferenz diese Art des BibelTeilens mit nachbarschaftlicher sozialer Verantwortung. Verändert und der jeweiligen Gesellschaft angepasst wurde es in den Ortskirchen in Lateinamerika und Asien weiterentwickelt . Diese Form hat zu einer geistlichen Blüte dieser katholischen Ortskirchen beigetragen. In Europa erst in der Entwicklung begriffen , wird nach einer europäischen Form gesucht.

2006 nahmen die katholischen Kirchengemeinden St. Elisabeth, St. Birgid, Herz–Jesu am SPRING–Projekt der Diözese Limburg teil, einer Visitation durch Vertreter der Weltkirche.  Hier waren die Benediktinerschwester M. Bracamontes/ Mexiko und Mr. J. Kalimwanjemu/ Tansania.  Nach vielen wichtigen und interessanten Gesprächen und Besuchen rieten sie uns :

„ Wichtig für euch ist, das Evangelium zu teilen und mit eurem

konkreten Alltag und Leben zu verbinden und euch mit– und

untereinander zu vernetzen .“

Der Bischof gab anlässlich der Visitation den Projektauftrag zum Aufbau der Christlichen Nachbarschaftsgruppen. Acht  feste Gruppen sind in den Stadtteilen zwischenzeitlich  entstanden, weitere Gruppen treffen sich wöchentlich  in der Fastenzeit jeden Jahres.

Der Pastoralausschuss beschloss im April 2013 dieses  für die Zukunft tragfähige Projekt  möglichst weiterzuführen und in der Pfarrei St. Birgid als einen Schwerpunkt auszubauen.

Sind Sie interessiert oder haben Fragen, können Sie mir gerne eine email schreiben:   oder mich und jede Gruppe ansprechen. Pastoralreferent Michael Sattler.

Ansprechpartner der Gruppen:

+  Gruppe Auringen Tannenring, Frau B. Probst

+  Gruppe Auringen, Auf den Erlen, Frau I. Weber; Fr. Chr. Strauß – Heftrig

+  Gruppe Medenbach, Frau B. Eberhardt / Frau B. Schmidt

+  Gruppe Bierstadt, Dorfanger, Frau Altmann/ Frau Tischleder

+  Gruppe Bierstadt, Von–Bergmann-Str., Frau Piecha/ Herr Pfr. Meister

+  Gruppe Sonnenberg, Frau Brudna/Frau Stockhausen

+  Männer im reiferen Alter, Pfr. Michael

 

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Kleine Christliche Gemeinschaften – ein Weg zu einer zukunftsfähigen Kirche nach dem Kirchenbild des 2. Vatikanischen Konzils

Ausgangspunkt:

Kirche als Volk Gottes muss im Leben der Gemeinden erkennbar sein. Das bedeutet: Dienste teilen, Bibel teilen und Leben teilen. Die Bildung von XXL-Pfarreien aufgrund des Priestermangels erfordert eine nachbarschaftlich organisierte Untergliederung in vielen Kleingruppen, um die einzelnen Pfarrmitglieder in den Wohnvierteln zu sammeln und ihre Zusammengehörigkeit zu stärken.

Kleine Christliche Gemeinschaften (KCG):

KCG sind also nachbarschaftlich organisierte Gruppen, die das Gesamtgebilde der Großpfarrei kleinräumlich aufgliedern. Dieses pastorale Konzept wurde im Lumko-Pastoral-Institut in Südafrika von dem deutschen Bischof Fritz Lobinger entwickelt, um das Kirchenbild des 2. Vatikanischen Konzils in die Praxis umzusetzen.

Ziele:

Aufbrechen der Anonymität Nachbarschaftlliches Einstehen füreinander Persönliche Erfahrungen mit Bibel und Gebet fördern Möglichst alle Altersstufen integrieren, Jugendliche und Erwachsene, Männer und Frauen

Methode:

Treffen in den Häusern vor Ort, wenigstens einmal im Monat Bibel teilen und Gebet, die 7 Schritte:

1. Sich der Gegenwart Gottes bewusst werden 2. Gottes Wort hören 3. Im Wort Gottes durch Wiederholen verweilen 4. Im Schweigen Gottes Gegenwart wahrnehmen 5. Miteinander sprechen über das, was mich im Wort Gottes berührt hat 6. Was ergibt sich daraus für unser Handeln 7. Freies Gebet, Lied, Segen

Gemeinsam etwas tun für andere, nur Bibel teilen und Gebet haben auf Dauer keine Zukunft. Gelegentlich auch ein gemeinsames Fest, vor allem um der Jugendlichen willen Jährliches Treffen aller Gruppen der Pfarrei

Aufgaben des Pfarrers:

Vernetzung der KCG mit den Gottesdiensten und den anderen Aktivitäten der Pfarrei und untereinander; Schulung der ehrenamtlichen Leiter, die im Idealfall von den Teilnehmern gewählt werden; Ausgleich mit anderen bestehenden Gruppen wie z.B. Kirchenchor, KFD, DPSG u.a.; Dienste teilen – weg von den Hauptamtlichen, die immer weniger werden, zu vielen Ehrenamtlichen, denen Verantwortung delegiert wird und deren Kompetenz geschult wird.

Voraussetzung ist, dass der Pfarrer nicht nach dem Prinzip „Versorgte Kirche“ und „Alleinentscheider“ seinen pastoralen Auftrag versteht.

Um zu beginnen, sind drei Dinge wichtig:

1. Fragen: Was brauchen die Leute? Und nicht von dem ausgehen, was wir meinen, dass die Menschen bräuchten. 2. Wertschätzung jedes einzelnen 3. Geduld und Durchhaltevermögen: der Aufbau KCG in einer Pfarrei ist ein Prozess von mehreren Jahren.

Wiesbaden,18.4.2014, F.Meister

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