Schlagwort-Archiv: Feste&Jubiläen

Glückwünsche für Michael Sattler

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sattler-06-aur-b-11362Gleich zwei Ereignisse nahm der Ortsausschuss Auringen zum Anlass, um Pastoralreferent Michael Sattler zu feiern: Seinen 65. Geburtstag und seine 20-jährige Dienstzeit in St. Elisabeth. Dass er aber nicht nur den Auringern ans Herz gewachsen ist sondern den Gemeindemitgliedern der gesamten Pfarrei St. Birgid bewies die große Schar der Gratulanten, die am 2. Advent in St. Elisabeth am Gottesdienst teilnahm, um im Anschluss dem Jubilar herzlich zu gratulieren. Auch viele ehemalige Weggefährten hatten sich eingefunden, um ihre Verbundenheit mit Michael Sattler auszudrücken.

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sattler-01-aur-b-11362„Du hast unseren kleinen, lebendigen Kirchort außerordentlich geprägt“, dankte Ortsausschussvorsitzende Christine Klaus dem Pastoralreferenten, der so vieles angestoßen habe bei der Gestaltung der Kirche und des Gemeindezentrums. „Danke auch für die Dinge, die man nicht so sieht“, so Klaus, die besonders seine Gelassenheit, Offenheit, Herzlichkeit und Spiritualität betonte. Michael Sattler habe zudem immer die Menschen im Blick gehabt und sie begleitet.

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Sichtlich gerührt dankte der Jubilar den Gratulanten. „Ich bin gerne hier und war es immer“, sagte Sattler und fügte schmunzelnd hinzu: „65 Jahre – ich bin ganz überrascht, dass es so ist!“

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sattler-08-aur-b-11362Ganz nach dem Geschmack des Geburtstagskindes war das Büfett, das die Gemeindemitglieder für ihn zusammengestellt hatten: An Herzhaftem gab es Kartoffelsalat-Variationen von mediterran bis hausgemacht, an Süßem eine riesige Käsekuchen-Auswahl. Und gesungen wurden auch: Neben den bekannten Geburtstagsliedern trug die Gästeschar auf eine bekannte Schlager-Melodie ein selbstverfasstes Ständchen vor. Und so erklang bei der fröhlichen Feier im Gemeindezentrum St. Elisabeth unter anderem der Vers: „Deine gute Arbeit hier trägt viele Früchte.“

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Text/Fotos: GB

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Adventsmarkt in St. Stephan und Christ König

adventsmarkt-del-nor-b11100Die Messdiener und das Bücherei-Team der Pfarrei St. Birgid laden am Samstag, dem 25. November, um 19 Uhr in St. Stephan Delkenheim, Stuttgarter Straße 2, und am Sonntag, dem 26. November, um 10.30 Uhr in Christ König Nordenstadt, Borkestraße 4, zum Adventsmarkt ein. Mit dabei sind auch die Faschingsfreizeit-Leiter, die die echten Bischofs-Schoko-Nikoläuse verkaufen. Lesefutter der unterhaltsamen Art für gemütliche Winterabende, spannende Literatur für Jung und Alt, aber auch Geschenke für Weihnachten und Erstkommunion gibt es am Stand der Katholischen Öffentlichen Bücherei. Die Messdiener verkaufen fair gehandelte Eine-Welt-Produkte und leckere selbstgebackene Weihnachtsplätzchen. Vorbeikommen lohnt sich!

 

Pfarrer Kliegel zu Gast in St. Birgid

kliegel-bie-b10752Wer in diesen Tagen Pfarrer Peter Kliegel begegnet, hat allen Grund ihm zu gratulieren. Anfang Oktober bekam er das Bundesverdienstkreuz verliehen und am 1. November feiert er mit Familie und Freunden seinen 50. Weihetag in Dillenburg. Beglückwünschen sollte man den rührigen 78-Jährigen aber vor allem für sein Lebenswerk. In Chile hat er drei Jugenddörfer gegründet und aufgebaut. Daraus ist die Stiftung Cristo Joven entstanden. Zudem hat Kliegel ein Siedlungsprojekt für Familien betrieben sowie ein musisches Gymnasium gegründet. Und auch für das nächste Projekt sammelt der engagierte Geistliche schon eifrig Spenden: Pfarrer Kliegel möchte ein Musikinstitut für die Ausbildung von Musikpädagogen und Erziehern auf den Weg bringen, damit die Chilenen ihre Musik und damit einen wichtigen Teil ihrer Identität nicht verlieren.

Zurzeit ist Pfarrer Kliegel Gast der Pfarrei St. Birgid, in der er viele Gottesdienste feiert. In den zweieinhalb Monaten seines Aufenthaltes möchte er aber auch vielen Menschen „Danke“ sagen, für die oft jahrelange Unterstützung seiner Arbeit, und natürlich neue Spenden sammeln. Und dann sind da noch die fünf Geschwister hier in Deutschland, die ihm wichtig sind. Auch möchte er den Kontakt zur deutschen Kirche pflegen. Auf Einladung von Pfarrer Matthias Struth kam Kliegel zum ersten Mal nach Bierstadt, jetzt ist es schon der vierte Aufenthalt.

Gleich nach der Weihe 1967 stand für Kliegel fest: „Ich wollte weg!“ Der Bischof von Osorno im Süden Chiles, „dort wo das Festland aufhört“, lud den deutschen Theologen ein und der blieb – bis heute. Erst arbeitete Kliegel als Gemeindepfarrer, doch die Not in den Slums und die Chancenlosigkeit der Landjugend bewegten ihn 1976 mit Pater Vinzenz Gottschalk ein Jugenddorf für Jungen aufzubauen. Es folgten ein Dorf für Mädchen und eines für Studenten. Nach 25 Jahren in Chile gründete er die Stiftung Cristo Joven und konzentrierte sich ganz auf die Projekte, die ihm am Herzen lagen. „Als Gemeinschaft aus dem Glauben“ bezeichnet er den Siedlungsbau, den er mit Familien, die in Slums lebten, auf den Weg brachte. „Jeder musste mitarbeiten und zehn Prozent seines Einkommens abgeben. Obwohl alle einen unterschiedlichen Beitrag zahlten, bekamen alle das gleiche Haus“, berichtet Kliegel stolz. Ohne die finanzielle Hilfe aus Deutschland wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen, ebenso wenig wie die Gründung eines musischen Gymnasiums mit fast tausend Schülern. Die Musik, das Theater, der Tanz und die Malerei Lateinamerikas sind Unterrichtsinhalte in allen Fächern. Und jetzt also eine neue Stiftung, die „Fundaçion Creciente“. Finanziert werden soll ein Musikinstitut, in dem Musiklehrer und -erzieher ausgebildet werden. Auch hier geht es um den Erhalt der indigenen Kultur.

„Deutschland ist meine Heimat, doch zuhause bin ich in Chile“, erzählt Kliegel, der als Dank für sein Engagement von der Regierung die chilenische Staatsbürgerschaft erhalten hat. Er beobachtet wie sich in beiden Ländern die Gesellschaften verändern. Auf der Suche nach einem neuen Weg müssten die Menschen aufeinander zugehen und dann eine gemeinsame Welt aufbauen, fordert der Pfarrer.

Wer Pfarrer Kliegels Projekte unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto Spenden überweisen: Peter Kliegel, Deutsche Bank Dillenburg, BIC: DEUTDEDB460, IBAN: DE47 4607 0024 0412 1679 00

Text/Foto: Anne Goerlich-Baumann

Der gute Geist von St. Elisabeth

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Martin Harres wirkt meist im Verborgenen, aber ohne ihn geht nichts am Kirchort St. Elisabeth – und das seit 25 Jahren. Der rührige Hausmeister ist stets zur Stelle, wenn Glühbirnen ausgewechselt, Rollladengurte und Steckdosen repariert und klemmende Türen und Fenster bearbeitet werden müssen. Bei Feiern stellt Martin Harres Tische und Bänke auf und kümmert sich um den Grill. Zur Erstkommunion stellt er den großen Kerzenständer auf, hilft beim Stellen der Weihnachtsbäume und auch die liturgischen Tücher zieht er auf und ab.

jubilaeum-2-aur-b10527„Ohne ihn wären wir zugewachsen, denn er hat lange Zeit die Außenanlage gepflegt. Ohne ihn wären wir im Winter auf dem Weg ins Gemeindezentrum ausgerutscht, denn er hat bei Eis und Schnee gestreut. Ohne ihn wären wir erfroren, denn er hat im Winter immer die Heizung angestellt“, sagte Ortsausschussvorsitzende Christine Klaus über den engagierten Hausmeister beim Gemeindefest in Auringen. Sie dankte Harres für dessen „ruhige, schnelle, zuverlässige, selbstständige und unauffällige Arbeit“ – auch im Namen von Pastoralreferent Michael Sattler und Pfarrer Frank Schindling. Ernsthafte Auseinandersetzungen habe es eigentlich nur zur Gemeindefastnacht gegeben. „Ich stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch, wenn du waghalsig auf der Leiter jongliert bist“, scherzte Klaus.

Unter dem herzlichen Applaus der Gemeindemitglieder überreichte die Ortsausschussvorsitzende Harres die Silberne Bistumsmedaille nebst Urkunde. Und auch von der Gemeinde gab es natürlich ein Geschenk – allerdings eines, von dem auch seine Ehefrau Olga profitiere, sagte Klaus augenzwinkernd.

Text/Fotos: GB