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Literaturgespräch in Christ König

»Ein Bistum liest ein Buch« ist als ein ganzjähriges Leseprojekt im Bistum Limburg angelegt – am Dienstag, dem 5. September, geht es im Gemeindezentrum Christ König Nordenstadt, Borkestraße 4, um die Bistumslektüre.

Peter Stamms Roman „Weit über das Land“ steht im Mittelpunkt des Literaturgesprächs, in dem es um die Auseinandersetzung mit existentiellen Themen wie Abbruch und Aufbruch, Flucht, auch Weltflucht gehen wird. Die Katholische öffentlich Bücherei lädt ein, sich über das Gelesene auszutauschen. Moderieren wird dass Gespräch, das um 19 Uhr im kleinen Saal des Gemeindezentrums beginnt, Diplom-Bibliothekarin Gabriele Fachinger.

Das Buch zum Gespräch und weitere Bände von Peter Stamm können in der Katholischen Öffentlichen Bücherei des Kirchorts Christ König ausgeliehen werden – sonntags von 10.30 bis 11.30 Uhr.

Mitreißendes Benefizkonzert

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Eine größere Zuhörerschaft hätte das Benefizkonzert zugunsten der Modernisierung der Bierstadter Orgel in der Kirche Christ König Nordenstadt verdient gehabt, denn mit Szilvia Tóth, Michael Jirsch und Bezirkskantor Roman Bär hatten drei Organisten am Spieltisch Platz genommen, die mit ihrem souveränen aber auch sehr leidenschaftlichen Spiel vom ersten Takt an überzeugten. Schon das anfangs von Jirsch vorgetragene Prelude Op.33 Nr. 3 von Camille Saint-Saëns entfaltete eine dynamische Wirkung im Kirchenschiff und stimmte auf einen lebhaften und anregenden Konzertabend ein.

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Auf dem Programm standen Orgelwerke von Vivaldi, Buxtehude, Elgar, Langlais und natürlich immer wieder Bach, dessen Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564 von Bär und dessen Passacaglia c-moll BWV 582 von Tóth meisterhaft vorgetragen wurden. Die Liebe zur Musik war dem Spiel der drei Organisten im Laufe des Abends deutlich anzumerken, diese zog die Zuhörer, von denen einige die Musiker bislang nur aus dem Gottesdienst kannten, unweigerlich in ihren Bann.

benefizkonzert-2-nor-b9956Mit kurzweiligen Texten, die Zuversicht geben und Freude wecken sollten, setzte Krankenhausseelsorgerin Beatrix Buballa-Herok in den Spielpausen kurze Impulse. Dabei orientierte sie sich an einer Sammlung der evangelischen Theologin Margot Käßmann, die in einem Buch „einzelne Sätze mit großer Wirkung“ veröffentlich hat. Dazu gehörten bekannte Zitate wie „Und hilft er heute nicht, so hilft er mir doch morgen“, aber auch Aussprüche wie die einer zufälligen Bekanntschaft im Bus: „Eigentlich hätte ich schon aussteigen müssen, aber das Gespräch war so interessant, dass ich es nicht unterbrechen wollte.“

benefizkonzert-4-nor-b9956In der Pause bewirteten die Messdiener unter Regie von Armin Hellinger die Konzertbesucher. Durch das Programm führte Dr. Walter Merkle.

Wer das sehr hörenswerte Konzert verpasst hat, der ist am Sonntag, dem 11. Juni, um 18 Uhr in die Herz Jesu-Kirche, Schuppstraße 21, nach Sonnenberg eingeladen. Dann spielen die Organisten noch einmal zugunsten der Modernisierung der Bierstadter Orgel. Impulse zwischen den Stücken setzt Christiane Stockhausen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Text/Fotos: GB

Angebot für Opernfreunde

Die Erwachsenenbildung lädt zum gemeinsamen Besuch der Vorstellung „Die Hochzeit des Figaro“ am  Sonntag, dem 26. März, ein.

Karten werden über die Theatergemeinde für 20,80 Euro bezogen und können bis zum 26. Februar bei Christiane Weidmann, , bestellt werden.

Informative und kurzweilige Führung

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„Der Barock ist ziemlich großes Tamtam“, führte Kunsthistorikerin Dr. Simone Husemann unverblümt in die Ausstellung „Caravaggios Erben – Barock in Neapel“ ein. Es werde viel nackte Haut gezeigt und irgendwann immer ein Mord. Die Erwachsenenbildung der Pfarrei St. Birgid hatte zu der informativen  und kurzweiligen Führung ins Museum Wiesbaden eingeladen, die unter der Leitung von Husemann und Pater Yves Trocheris stattfand. Im Fokus des Rundgangs standen vor allem biblische Szenen und Heiligendarstellungen – mit teils drastischen Darstellungen ihres Martyriums.

So wurde der Betrachter gleich im ersten Raum Zeuge einer Enthauptung. Die Künstlerin Artemisia Gentileschi hielt in ihrem Bild „Judith und Holofernes“ den brutalsten Moment zwischen den Beiden – gerade als Judith auf Holofernes einsticht – fest. Wen dieser Anblick der persönlichen Rache befremde, müsse sich auch mit der Vita der Künstlerin auseinandersetzen, die während ihrer Ausbildung missbraucht worden sei, diese Straftat angezeigt und schließlich Recht bekommen habe, erklärte Husemann. Überhaupt antworteten die meisten Bilder der Ausstellung auf die damalige Lebenssituation. Im 17. Jahrhundert sei Neapel eine große, kosmopolitische Stadt gewesen, die unter dem Einfluss des Klerus und der Schere zwischen Arm und Reich zu leiden hatte. Im Hintergrund brodelte der Vesuv. „Neapel war eine Stadt nah am Abgrund“, so Husemann.

Die laute Wirkung Caravaggios auf seine künstlerischen Erben in Neapel, deren Neuorientierung und schließlich Weiterentwicklung nahmen Trocheris und Husemann im weiteren Verlauf des Rundgangs immer wieder zum Anlass, einzelne Bilder näher zu betrachten. Auf die Wirkung des Lichts und die zunehmende Bedeutung der Farbigkeit wies Pater Trocheris hin – und so ging es neben der Wissensvermittlung auch immer wieder um die Wirkung der Bilder und was diese beim Betrachter auslösen.

Text/Foto: GB

Carvaggios Erben

EB-LogoZu einem gemeinsamen Gang durch die Ausstellung des Museums Wiesbaden „Carvaggios Erben – Barock in Neapel“ lädt die Erwachsenenbildung am Dienstag, 20. Dezember, um 17.30 Uhr ein. Die Führung leiten Dr. Simone Husemann (Kirche & Kultur) und Pater Yves Trocheris. Treffpunkt ist um 17.15 Uhr im Foyer des Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2. Ermäßigter Eintritt: sieben Euro (bitte vor Ort zahlen),

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung im Zentralen Pfarrbüro zwingend erforderlich.