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St. Martinsfeiern in St. Birgid

Mit Laternenumzügen, Martinsfeuern und Andachten wird in der Pfarrei St. Birgid des heiligen Martin gedacht. Kinder und ihre Familien sind zu folgenden Feiern eingeladen.

  • Am Freitag, dem 10. November, beginnt um 17 Uhr in St. Birgid Bierstadt die Martinsfeier im Gemeindezentrum. Im Anschluss gibt es einen Umzug zum Schulhof der Grundschule, wo das Martinsfeuer brennt.
  • In Maria Aufnahme Erbenheim versammeln sich die Kita-Kinder mit ihren Familien um 17 Uhr zum Laternenumzug. Danach sind alle noch zum Umtrunk eingeladen.
  • Auch in Herz Jesu Sonnenberg sind die Kita-Kinder am Freitag ab 17 Uhr auf den Beinen. Beginn ist in der Kirche, danach gibt es einen Laternenumzug und zum Abschluss ein gemütliches Beisammensein.
  • In St. Johannes Rambach wird am Samstag, dem 11. November, um 17 Uhr in der evangelischen Kirche (Kirchweg) St. Martin gefeiert. Im Anschluss führt der Laternenumzug zum Martinsfeuer auf dem Kerbeplatz.
  • In St. Elisabeth Auringen sind Familien mit kleinen Kindern am Sonntag, dem 12. November, um 17 Uhr zur Martinsfeier eingeladen. Nach einem kleinen Umzug zum Martinsfeuer endet das Fest mit einem anschließenden gemütlichen Beisammensein.

 

Gemeinsam auf dem Weg

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Bis auf den letzten Platz besetzt war die katholische Pfarrkirche St. Birgid am Reformationstag, denn den evangelischen Feiertag wollten die katholischen und evangelischen Christen in Bierstadt gemeinsam feiern und damit ein Zeichen setzen, dass man gemeinsam auf dem Weg sei. Und so zogen Pfarrer Frank Schindling und Gemeindereferent Johannes Mockenhaupt zusammen mit Pfarrerin Ursula Albrecht und Pfarrer Andreas Friede-Majeweski in die Kirche St. Birgid ein, in der sich Christen beider Gemeinden versammelt hatten.

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„Gemeinsam sind wir Christen und haben den einen Gott“, begrüßte Pfarrer Schindling die Festgemeinde und sprach von einem neuen Anfang, der Mut mache und Freude. Die Christen hätten den Auftrag sich miteinander zu vernetzen. Da sei schon so viel, was vereine, und doch gehe noch viel mehr. „Christus will, dass wir eins sind, und in diese Richtung wollen wir gehen. Machen wir uns auf den Weg!“, so Schindling. Die Jugendband BON stimmte daraufhin das Lied „Wir machen uns auf den Weg“ an und in einer Prozession durch die Bierstadter Straßen ging es zur evangelischen Kirche, wo der zweite Teil des Gottesdienstes gefeiert wurde.

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Danach wurde im und rund um das Gemeindehaus gefeiert, für die Kinder gab es ein eigenes Programm und bei einem Basar durfte gestöbert werden. Unter dem Thema „Hier stehe ich, ich kann auch anders“ stand ein Lesemarathon, an dem neben Pfarrer Schindling unter anderem auch Ulrike Neradt, Wolfgang Vater, Susanne Kronenberg, Hildegard Bachmann und Babette von Kienlin teilnahmen.

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Bilder, die berühren – Vernissage am 4.11.

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ausstellung-1-erb-b10778Wenn Ursula Kusay-Merkle malt, dann erlebt sie die Landschaften und Eindrücke, die sie in der Natur empfunden hat, ein zweites Mal. Sie versucht im wahrsten Sinne des Wortes genau den Augenblick einzufangen, der sie besonders berührt hat. Wolken, Wasser, Wind – das alles sei permanent in Bewegung. In der Natur erlebe man jeden Moment nur ein einziges Mal, so die Künstlerin. „Beim Malen lernt man den Respekt vor der Natur und vor der Schöpfung“, ist sie überzeugt.

Landschaftsbilder in kraftvollen Farben, wolkenverhangene Himmel voller Dynamik, das Spiel mit Licht und Schatten – das sind ihre Markenzeichen. Die Schönheit und die Kraft der Natur, die auf den Schöpfer dahinter verweisen, weiß Kusay-Merkle in ihren Bildern einzufangen. Vom 4. bis 25. November sind über 30 ihrer Pastelle und Acrylbilder im Gemeindezentrum Maria Aufnahme Erbenheim zu sehen. Vernissage ist am Samstag, dem 4. November, um 19.30 Uhr. Dann bietet sich auch Gelegenheit, mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen.

ausstellung-2-erb-b10778Schon als Kind hat Kusay-Merkle viel und gerne gemalt. Nach einer Fachausbildung zur Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerin studierte sie BWL. Jetzt arbeitet sie als selbständige Trainerin für Projektmanagement und Agile Methoden. Doch die Malerei hat sie nicht los gelassen. 2001 nach einem längeren Aufenthalt auf Barbados wandte sie sich wieder der Kunst zu, besuchte fortlaufend Kurse und unternahm viele Malreisen.

Dabei hat die Künstlerin gelernt, das Licht auf Leinwand zu bannen, indem sie mit den Schatten beginnt und ganz allmählich die Kontraste herausarbeitet. Viel Kraft hat ihr das Malen von Wolken abverlangt. In einem Malkurs sollte sie sich von den Konturen zur Form durcharbeiten. Erst habe sie geflucht, dann sei sie eine Woche in die Zeichnungen abgetaucht und schließlich sei der Knoten geplatzt. Auch die Anatomie von Wellen sei eine besondere Herausforderung beim ausstellung-4-erb-b10778Zeichnen. Malen ist für Kusay-Merkle Entspannung und Faszination zugleich. Ausgestellt hat sie unter anderem bereits in der Galerie Talpart, in der HSK und bei CSC.

Alle in Erbenheim ausgestellten Bilder bietet die Künstlerin zum Verkauf an. Der Erlös ist für die Pfarrei bestimmt.

Vernissage:
Samstag, 04.11., 19.30 Uhr
Verkaufstermine:
Samstag, 11.11., und Samstag, 25.11., jeweils von 17 bis 18 Uhr und von 19 bis 20 Uhr

Text/Foto: GB

Patrick´s Pub für alle geöffnet

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Draußen auf der Terrasse flackerten die Kerzen auf den Tischen, im Inneren des St. Patrick´s Pub erklang irische Folkmusik: Der AK Jugend hatte die Gemeinde zum Paddy´s Open eingeladen – und viele schauten im Kinder- und Jugendhaus vorbei. Eine Gruppe, die Anfang der 80-er Jahre an einer Jugendreise der Pfarrei nach Irland teilgenommen hatte, versammelte sich draußen auf der Terrasse. Alte Fotoalben wurden gewälzt und Erinnerungen ausgetauscht. „Die Idee hatten wir am 9.9.“, erzählte Gemeindemitglied Barbara Yurtöven, die mit ihren Mitreisenden von damals den lauen Herbstabend genoss.

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paddys-open-2-b10774Im Pub waren die Plätze an der Theke schnell belegt. Am runden Stammtisch spielten die Jugendlichen Karten und auch die anderen Tische füllten sich nach und nach – es wurde gegessen, getrunken und viel erzählt. Die urige Atmosphäre, in dem mit vielen Antiquitäten, Weinfässern und einer echten Theke eingerichteten Raum, tat ihr übrigens. Einige Väter schlichen zwischendurch heimlich in den Messdienerraum, um dort mit Begeisterung Flipper zu spielen.

In der Küche wirbelten derweil Pfarrer Frank Schindling, Pawel Meisler und Markus Bernsmann umher und kümmerten sich um die Bewirtung. Auf einer Schiefertafel wurden Spezialitäten vom Grill angepriesen – vom Steak bis zum (scharfen oder nicht ganz so scharfen) Schafskäse war alles dabei. Auch Suppen und Gerichte von der Karte waren im Angebot. Erst zu später Stunde wurden die Lichter im Patrick´s Pub gelöscht und die Jugendlichen beendeten ihren Thekendienst.

Lieber AK Jugend, Danke für den schönen Abend und bitte den Paddy´s Open bald wiederholen!

Text: GB/Fotos: Felix Schleicher

Pfarrer Kliegel zu Gast in St. Birgid

kliegel-bie-b10752Wer in diesen Tagen Pfarrer Peter Kliegel begegnet, hat allen Grund ihm zu gratulieren. Anfang Oktober bekam er das Bundesverdienstkreuz verliehen und am 1. November feiert er mit Familie und Freunden seinen 50. Weihetag in Dillenburg. Beglückwünschen sollte man den rührigen 78-Jährigen aber vor allem für sein Lebenswerk. In Chile hat er drei Jugenddörfer gegründet und aufgebaut. Daraus ist die Stiftung Cristo Joven entstanden. Zudem hat Kliegel ein Siedlungsprojekt für Familien betrieben sowie ein musisches Gymnasium gegründet. Und auch für das nächste Projekt sammelt der engagierte Geistliche schon eifrig Spenden: Pfarrer Kliegel möchte ein Musikinstitut für die Ausbildung von Musikpädagogen und Erziehern auf den Weg bringen, damit die Chilenen ihre Musik und damit einen wichtigen Teil ihrer Identität nicht verlieren.

Zurzeit ist Pfarrer Kliegel Gast der Pfarrei St. Birgid, in der er viele Gottesdienste feiert. In den zweieinhalb Monaten seines Aufenthaltes möchte er aber auch vielen Menschen „Danke“ sagen, für die oft jahrelange Unterstützung seiner Arbeit, und natürlich neue Spenden sammeln. Und dann sind da noch die fünf Geschwister hier in Deutschland, die ihm wichtig sind. Auch möchte er den Kontakt zur deutschen Kirche pflegen. Auf Einladung von Pfarrer Matthias Struth kam Kliegel zum ersten Mal nach Bierstadt, jetzt ist es schon der vierte Aufenthalt.

Gleich nach der Weihe 1967 stand für Kliegel fest: „Ich wollte weg!“ Der Bischof von Osorno im Süden Chiles, „dort wo das Festland aufhört“, lud den deutschen Theologen ein und der blieb – bis heute. Erst arbeitete Kliegel als Gemeindepfarrer, doch die Not in den Slums und die Chancenlosigkeit der Landjugend bewegten ihn 1976 mit Pater Vinzenz Gottschalk ein Jugenddorf für Jungen aufzubauen. Es folgten ein Dorf für Mädchen und eines für Studenten. Nach 25 Jahren in Chile gründete er die Stiftung Cristo Joven und konzentrierte sich ganz auf die Projekte, die ihm am Herzen lagen. „Als Gemeinschaft aus dem Glauben“ bezeichnet er den Siedlungsbau, den er mit Familien, die in Slums lebten, auf den Weg brachte. „Jeder musste mitarbeiten und zehn Prozent seines Einkommens abgeben. Obwohl alle einen unterschiedlichen Beitrag zahlten, bekamen alle das gleiche Haus“, berichtet Kliegel stolz. Ohne die finanzielle Hilfe aus Deutschland wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen, ebenso wenig wie die Gründung eines musischen Gymnasiums mit fast tausend Schülern. Die Musik, das Theater, der Tanz und die Malerei Lateinamerikas sind Unterrichtsinhalte in allen Fächern. Und jetzt also eine neue Stiftung, die „Fundaçion Creciente“. Finanziert werden soll ein Musikinstitut, in dem Musiklehrer und -erzieher ausgebildet werden. Auch hier geht es um den Erhalt der indigenen Kultur.

„Deutschland ist meine Heimat, doch zuhause bin ich in Chile“, erzählt Kliegel, der als Dank für sein Engagement von der Regierung die chilenische Staatsbürgerschaft erhalten hat. Er beobachtet wie sich in beiden Ländern die Gesellschaften verändern. Auf der Suche nach einem neuen Weg müssten die Menschen aufeinander zugehen und dann eine gemeinsame Welt aufbauen, fordert der Pfarrer.

Wer Pfarrer Kliegels Projekte unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto Spenden überweisen: Peter Kliegel, Deutsche Bank Dillenburg, BIC: DEUTDEDB460, IBAN: DE47 4607 0024 0412 1679 00

Text/Foto: Anne Goerlich-Baumann