Schlagwort-Archiv: St. Stephan

Adventsmarkt in St. Stephan und Christ König

adventsmarkt-del-nor-b11100Die Messdiener und das Bücherei-Team der Pfarrei St. Birgid laden am Samstag, dem 25. November, um 19 Uhr in St. Stephan Delkenheim, Stuttgarter Straße 2, und am Sonntag, dem 26. November, um 10.30 Uhr in Christ König Nordenstadt, Borkestraße 4, zum Adventsmarkt ein. Mit dabei sind auch die Faschingsfreizeit-Leiter, die die echten Bischofs-Schoko-Nikoläuse verkaufen. Lesefutter der unterhaltsamen Art für gemütliche Winterabende, spannende Literatur für Jung und Alt, aber auch Geschenke für Weihnachten und Erstkommunion gibt es am Stand der Katholischen Öffentlichen Bücherei. Die Messdiener verkaufen fair gehandelte Eine-Welt-Produkte und leckere selbstgebackene Weihnachtsplätzchen. Vorbeikommen lohnt sich!

 

Neue Aufgabe für Armin Hellinger

armin-del-b11021Egal in welchem der sieben Kirchorte der Pfarrei St. Birgid Armin Hellinger vorbeischaut, er muss sich nicht extra vorstellen. Sei es bei der Bergmesse auf dem Kellerskopf, beim Mini-Action-Day, den Messdiener- und Jugendfreizeiten oder einer der zahlreichen Veranstaltungen der Pfarrei – der Breckenheimer ist da, wo Hilfe gebraucht wird, und packt mit an, ohne große Worte zu machen. Wird ein Fest geplant, ist Armin Hellinger im Vorbereitungsteam. Wenn er seine Unterstützung zusagt, kann man sich auf ihn verlassen.

Und dann sind da noch die Messdiener, die ihm besonders am Herzen liegen. In Nordenstadt und Delkenheim teilt er die Kinder und Jugendlichen für den Dienst am Altar ein, plant Aktionen und Fahrten, ist beim MAD dabei und fährt nächsten Sommer zum vierten Mal bei der internationalen Rom-Wallfahrt der Ministranten mit. „So jemanden wie mich, gibt es sicher auch in dem ein oder anderen Verein“, erzählt der 45-Jährige schmunzelnd, der keine Zeit für andere Hobbys hat.

Seit Oktober hat Armin Hellinger eine neue Aufgabe. Die Pfarrei St. Birgid hat ihn als Küster eingestellt und ab sofort ist er offiziell in St. Stephan Delkenheim im Einsatz. Die Arbeit ist ihm vertraut, denn bereits 2014 übernahm er ehrenamtlich die Urlaubsvertretung für das Ehepaar Herrmann. Samstags im Gottesdienst ist er sowieso immer da, da lag die Bewerbung nahe. „Ich mach das jetzt“, hat sich Hellinger gesagt, der hauptberuflich beim Statistischen Bundesamt tätig ist.

Unmittelbar nach der Kommunion wurde Armin Hellinger Messdiener, seitdem engagiert er sich in seiner Freizeit für die Kirche. Als Jugendlicher hat er schnell Leitungsverantwortung übernommen, mit Diakon Georg Kerksieck die Mini-Wochenenden in Christ König Nordenstadt ins Leben gerufen, bei denen mittlerweile auch die Ministranten aus Delkenheim und Erbenheim mitfahren. In Christ König hat er sich im Pfarrgemeinderat engagiert und den gesamten Pfarreiwerdungsprozess begleitet und in seiner praktischen und ruhigen Art mit getragen. Armin Hellinger ist von Beginn an im Ortsausschuss Nordenstadt und im Pfarrgemeinderat St. Birgid tätig. Der neue Küster in St. Stephan ist Lektor und Kommunionhelfer.

Armin Hellingers 2003 verstorbener Vater engagierte sich schon für die Pfarrei Christ König, sein Patenonkel war lange Küster in der Heiligen Familie – genügend Vorbilder für den 45-Jährigen und eine weitere Motivation sich als Küster zu engagieren. „Mein Herzblut hängt hier dran“, sagt Armin Hellinger – und wer ihn kennt, weiß, dass er es so meint.

Text/Foto: GB

 

La Vie en Rose

Viel Applaus gab es vom begeisterten Publikum.

Viel Applaus gab es vom begeisterten Publikum.

 In das Frankreich des 19. und 20. Jahrhunderts entführten Stefanie Tettenborn und Markus Fischer ihre Zuhörer.

In das Frankreich des 19. und 20. Jahrhunderts entführten Stefanie Tettenborn und Markus Fischer ihre Zuhörer.

Um Liebe und Trennung, um Abschied und Hoffnung – um die ganz großen Gefühle im Leben ging es beim französischen Liederabend „La Vie en Rose“ mit Mezzosopranistin Stefanie Tettenborn und Pianist Markus Fischer im Gemeindezentrum St. Stephan in Delkenheim. Und auch der Trauer wurde im Rahmen des Konzerts Platz eingeräumt. In ihrer Begrüßung stellte Jutta Jünger das Konzert unter das Gedenken des vor einem Jahr verstorbenen Mario Fuhrmann, der ein „hervorragender Vorsitzender der Erwachsenenbildung“ der Pfarrei St. Birgid gewesen sei und schmerzlich vermisst werde. Und so begann Tettenborn den Liederabend mit dem melancholisch vorgetragenen Kaddish von Maurice Ravel, der Vertonung eines jüdischen Gebets für Verstorbene.

Beschwingt und leicht begleitete Fischer den Abend am Klavier.

Beschwingt und leicht begleitete Fischer den Abend am Klavier.

Danach nahm die Sängerin ihre Zuhörer mit auf eine Zeitreise in das Paris des 19. Jahrhunderts. In die Welt der Salons, der Gespräche über Kunst und Kultur und des Impressionismus. Bei einer Abfolge von drei Liedern bat Tettenborn ihr Publikum nicht zu applaudieren, sondern die Augen zu schließen und sich auf die eigenen Stimmungen und Bilder einzulassen. In den kurzen Liedpausen hätte man eine Stecknadel fallen lassen können, so sehr wirkten die Klangbilder von Fauré und Debussy in den Köpfen nach. Und auch das von Henri Duparc vertonte Baudelaire-Gedicht „La vie antérieure“ erzeugte eine ganz eigene, dichte Atmosphäre in dem kleinen Saal.

Wie ihr Vorbild Édith Piaf legte Tettenborn ganz viel Gefühl in ihre Darbietung.

Wie ihr Vorbild Édith Piaf legte Tettenborn ganz viel Gefühl in ihre Darbietung.

Nach der Pause, in der die Mitglieder der Erwachsenenbildung die Bewirtung übernommen hatten, ging es mit Chansons des 20. Jahrhunderts von Jacques Brevers, Charles Trenet und Boris Vian weiter. Begeistert summten viele im Publikum bei den bekannten Melodien mit und ließen sich von dem leidenschaftlichen Vortrag Tettenborns, der man sichtlich anmerkte, dass ihr Herz für das Chanson schlägt, anstecken. Der Schluss des Konzerts war eine Hommage an Édith Piaf. „Ich glaube, sie war sehr, sehr glücklich, wenn sie sang“, so Tettenborn, die mit dem Lied „Mon Dieu“ aber auch die zerrissene Seite der großen Chanson-Sängerin aufzeigte.

Ohne Zugabe wollte das Publikum Tettenborn und Fischer nicht entlassen. Und so forderte das Duo seine Zuhörer schließlich zum Mitsingen auf. Zum Abschluss erklangen in St. Stephan die im Chor vorgetragenen Lieder „Frère Jacques“ und „Quand il est mort le poète“ und der Liederabend klang beschwingt aus.

Jutta Jünger von der Erwachsenenbildung (Mitte) dankte den beiden Künstlern für den gelungenen Liederabend.

Jutta Jünger von der Erwachsenenbildung (Mitte) dankte den beiden Künstlern für den gelungenen Liederabend.

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

 

 

 

Zehn Jahre Vietnamhilfe Direkt

Jubi-Vietnamhilfe-7-DEL-B8754

Jubi-Vietnamhilfe-8-DEL-B8754„Dieses Dankeschön an Gott und alle Spender bedeutet mir sehr viel“, sagte Thu Nga Dinh sichtlich gerührt am Ende der Jubiläumsmesse anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Vietnamhilfe Direkt. Rund 250 Gäste und Unterstützer waren im katholischen Gemeindezentrum St. Stephan Delkenheim zusammengekommen, um mit der Gründerin der Initiative und ihrem Helferteam das kleine Jubiläum zu feiern. „Sie alle haben dieses Hilfsprojekt erfolgreich gemacht“, dankte Dinh den Anwesenden.

Jubi-Vietnamhilfe-3-DEL-B8754

Erfolgreich ist das Projekt aber vor allem wegen Dinhs unermüdlichen Einsatzes für die gute Sache. „Frau Dinh lässt nicht locker, weil es ihr wichtig ist“, sagte Pfarrer Frank Schindling im Jubi-Vietnamhilfe-1-DEL-B8754Gottesdienst. In den zehn Jahren habe sie so vielen Menschen Licht gebracht, so viel Gutes getan. Dafür überreichte er dem engagierten Gemeindemitglied nicht nur einen großen Blumenstrauß im Namen der Pfarrei St. Birgid sondern auch eine Urkunde. Als besondere Überraschung übergab Schindling unter großem Applaus noch ein Dankesschreiben vom neuen Limburger Bischof, Georg Bätzing. Musikalisch gestaltete der Chor Jubilate Deo die Feier, der auf den Tag genau zwar kein Jubiläum, aber zumindest sein einjähriges Bestehen feierte. Unter der Leitung von Roman Bär wurden unter anderem die Lieder „Wenn das Brot, das wir teilen“ und „Meine engen Grenzen“ vorgetragen.

Jubi-Vietnamhilfe-5-DEL-B8754

Im Laufe des Jahres sammelt Dinh durch Kuchen- und Marmeladenverkäufe und an Ständen bei Gemeindefesten und anderen Veranstaltungen unermüdlich Spenden für ihr Projekt. Die Einnahmen bringt sie einmal im Jahr persönlich nach Vietnam, um Notleidenden in ihrer alten Heimat zu helfen.

Jubi-Vietnamhilfe-6-DEL-B8754Jubi-Vietnamhilfe-9-DEL-B8754In die Reihe der Gratulanten reihten sich nach dem Gottesdienst, in dem Pater Dominik auf Vietnamesisch den Schlusssegen sprach, Michael Sattler, Johannes Mockenhaupt und Pawel Meisler vom Pastoralteam sowie Pfarrer Klaus Krechel. Neben Bildvorträgen von Vietnamreisen gab es eine Ausstellung mit Jubi-Vietnamhilfe-4-DEL-B8754Informationen über die Vietnamhilfe Direkt. Zu sehen waren aber auch viele Bilder und Dankesbriefe. Und natürlich hatte Dinh auch wieder ihren Stand aufgebaut, an dem sie für den guten Zweck im Einsatz war. Hungrig musste an dem Abend niemand nach Hause gehen. Dinh hatte für die Feier 1500 Frühlingsrollen vorbereitet und ein üppiges vietnamesisches Büfett zusammengestellt.

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann