| Katholische Pfarrgemeinde St. Birgid Wiesbaden - Bierstadt |
| Pastoraler Raum Wiesbaden Ost |
In eigener Sache
ich sitze gerade auf der Farm der Familie meiner Schwester in Neuseeland.
Um mich herum sind die Schafe auf den Weiden. Die beiden Hunde liegen mir gerade an der Seite.
So könnte man schon sagen, dass es ein Hirtenbrief ist, den ich gerade an Sie schreibe
Ich möchte Sie auf diesem ungewöhnlichen Weg dazu einladen, in diesem Jahr die Fastenzeit neu und intensiv zu erleben. Im Sonntagsruf liegt an diesem Sonntag das Angebot bei, das die Bausteine Benennt, mit welchen Sie sich die Fastenzeit gemeinsam mit uns gestalten können.
Da in diesem Jahr das sogenannte Paulusjahr ist, orientieren sich die Angebote an den Briefen des Heiligen Paulus. Auch die Sonntagsgottesdienste sind besonders gestaltet. Die Liturgieausschüsse unserer drei Gemeinden im Pastoralen Raum haben sich Gedanken gemacht, wie wir uns auf das Fest der Auferstehung in guter Weise vorbereiten können.
Vor allem möchte ich Ihnen den Glaubenskurs montagsabends ans Herz legen. Drei Erwachsene aus unserer Gemeinde machen sich auf den Weg, in der Osternacht getauft zu werden. Dieser Glaubenskurs ist im speziellen für Sie gedacht. Doch nicht nur für Sie sondern für jeden, der in der Osternacht, die Erneuerung seines Taufversprechens neu überdacht ablegen möchte. Obendrein ist es wichtig, dass die Taufbewerber nicht unter sich bleiben sondern mit Gemeindemitgliedern ins Gespräch kommen.
Noch bin ich im Urlaub und Sie werden es mir hoffentlich nicht verübeln, dass ich dies noch ein wenig genießen werde, doch wenn ich zurück komme, beginnt die Fastenzeit und ich freue mich schon darauf, sie gemeinsam mit Ihnen zu gestallten.
Liebe Grüße
Ihr Pater Matthias
Seit über einer Woche bin ich nun in Neueseeland. Wenn es mir von meinen Plänen her möglich ist, besuche ich
jeden Morgen die Messe hier in der Gemeinde St. John. Hier ist jeden Tag um 9.30 Uhr ein Gottesdienst. Wenn es dem
Pfarrer nicht möglich ist, die Eucharistie zu feiern, dann ist ein Wortgottesdienst, der von Gemeindemitgliedern
geleitet wird.
Ich habe nach meinem ersten Gottesdienstbesuch dem Pfarrer erzählt, wer ich bin und woher ich komme. Er hat mich
dann gleich im nächsten Gottesdienst der Gemeinde vorgestellt und von unserer Gemeinde erzählt, von der er über das
Internet erfahren hat.
Viele Gemeindemitglieder sind direkt nach dem Gottesdienst auf mich zu gekommen und haben mich herzlich begrüßt.
Ich war erstaunt, dass ich gleich von den einen zum Abendessen und von den anderen zum Frühstück eingeladen worden
bin. Ich habe mich sehr darüber gefreut, mit wieviel Intersse und Offenheit mir die Gemeindemitglieder von ihrem
Gemeindeleben erzählt haben. Viele von ihnen sagten mir sofort, dass sie sich in ihrer Gemeinde so wohl fühlen,
einer sagte sogar, dass es für ihn das Paradies ist. Das ist sicherlich nicht verwunderlich, denn umgeben von so
viel schöner Natur und solch herrlichem Wetter lebt es sich ja auch gleich viel possitiver. Allerdings spürt er,
dass er in der Kirchengemeinde eine große Familie gefunden hat.
Zu aller Freude darüber dies hier anzutreffen kommt meine Hoffnung, dass wir dies in unserer Gemeinde St. Birgid
ebenso erleben können: Dass St. Birgid für uns auch eine große Familie sein kann, vielleicht sogar für jemanden das
Paradies auf Erden, dass unsere Gemeinde genauso ein Ort der Offenheit und Herzlichkeit, ein Ort des Willkommens ist.
Und sollte es nicht so sein, so ist doch zumindest die Hoffnung in mir, dass es uns gemeinsam gelingen kann,
St. Birgid so zu gestalten.
Um unser Leben in der Gemeinschaft mit den anderen und im besonderen mit unserem gemeinsamen Herrn und Bruder Jesus
Christus neu zu überdenken, will uns die Fastenzeit in besonderer Art einladen.
Auch ich lade Sie alle herzlich dazu ein, sich gemeinsam mit Paulus, dem Wegbereiter des Christentum neu auf den
Weg durch die Fastenzeit zu machen. Die Angebote hierzu stehen in dem dazu entworfenen Flyer.
Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen unser Gemeindeleben neu zu überdenken.
Sonnige Grüße vom anderen Ende der Welt
Ihr Pater Matthias