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Pater Matthias besucht Lars Maihöfner auf den Philippinen

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In meinem Urlaub habe ich auf der Rückreise nach Deutschland einen Zwischenstopp von fünf Tagen in der Pfarrei "Ang Muling Pagkabuguhay Ng Ating Paninoon" auf den Philippinen eingelegt. Lars Maihöfner, eines unserer Gemeindemitglieder, ist dort für ein soziales Jahr. Er lebt dort in der Gemeinschaft der "Arnsteiner Padres", die die Pfarrei leiten. Vier Priester dieser Gemeinschaft leben dort im Pfarrhaus. Die Gemeinschaft ist eine internationale Gemeinschaft. Einer der Priester kommt aus Hawaii, einer aus Tonga, einer aus Indonesien und Pater Harald Adler aus Deutschland. Auch wirkt eine Schwesternkonvent der Gemeinschaft in der Pfarrei mit.

Lars ist seit September 2008 dort. Im gemeinsamen Gottesdienst der drei Pfarreien haben wir ihn dorthin verabschiedet. Metro(politan) Manila ist ein Zusammenschluss von 17 Städten und Gemeinden und hat ca. 12 Mio. Einwohner. Die Pfarrei in der Lars mitwirkt liegt in Caloocan City und dort wiederum im Stadtteil Bagong Silang, der wiederum in kleinere Einheiten aufgeteilt ist. In der so genannten Phase 10 die zugleich das Pfarrgebiet umfasst, leben ca. 50.000 Menschen. Dies alles zu durchschauen ist nicht einfach und im ersten Moment dachte ich, wenn ich jetzt hier irgendwo ausgesetzt werde, dann werde ich nie wieder zurück finden. Die Dimensionen, die vielen Menschen, das andere sehr einfache Leben hat mich sehr beeindruckt. Ich kann es mir gar nicht richtig vorstellen, wie es möglich ist, so viele Menschen mit Trinkwasser, Strom und Lebensmittel zu versorgen.

Bagong Silang ist ein Stadtteil der dadurch entstanden ist, dass die Stadtplanungspolitik die Menschen von der Straße weg haben wollte. So sind die Menschen hier her umgesiedelt worden. Damit waren die Menschen wohl von den großen Straßen weg, was das Bild diese Elendviertels nicht besser macht. Es ist für die Menschen hier fast unmöglich eine Arbeit zu finden, da die Anfahrt zur Arbeitsstelle viel zu große Dimensionen hat.

Gerade die Schwesterngemeinschaft und viele Ehrenamtliche engagieren sich in den sozialen Projekten der Pfarrgemeinde. Es gibt Nachhilfeprojekte für Schüler, ein Behindertenprojekt und vieles mehr. Die Pfarrgemeinde ist für die Menschen da. In jedem Jahr gehen ca. 1.000 Kinder zur Erstkommunion. Lars schreibt uns regelmäßig Erfahrungsberichte von seiner Mitarbeit in den Projekten. Unter http://www.st-birgid.de/galerie.shtml sind diese veröffentlicht.

In seinem letzten Bericht schreibt er davon, dass sein heimliches Lieblingsprojekt der Verkauf von Medikamenten in der "Pfarrapotheke" ist, einem Verkaufsstand der Pfarrei, wo Ehrenamtliche Medikamente zum Einkaufspreis weitergeben.

Ich konnte miterleben, wie Lars ein neues ganz eigenes Projekt aufbaut. Dabei geht es um Wundversorgung. Seine Ausbildung zum Krankenpfleger kommt ihm dabei zu Hilfe. Er besucht mit einem kleinen Verbandskoffer die Menschen von denen er weiß, dass sie offene Wunden haben und verbindet sie. Für die Fastenzeit startet er das Projekt, dass diese Wundversorgung auch in einem an die Apotheke angrenzenden Raum angeboten wird. Lars hat geschrieben, dass bereits am ersten Tag 20 Leute gekommen sind.

Eine kleine Schwierigkeit gab es allerdings bei dem Aufbau des Projektes. Das Verbandsmaterial muss ja auch finanziert werden. Ich konnte Lars aus den Mitteln des Eine-Welt-Ausschuss eine Erstfinanzierung von 250,-- Euro zukommen lassen. Lars wird nun die ehrenamtlichen Frauen in der Apotheke versuchen in der Wundversorgung an zuleiten.

Natürlich konnte ich auch ein paar sehr erholsame und schöne Urlaubstage dort verbringen, doch am meisten hat mich die Bereitschaft diesen jungen Mensch fasziniert, ein Jahr seines Lebens dafür zu investieren, anderen Menschen zu helfen. Sicher wird er dort Erfahrungen für sein Leben sammeln, die grundlegend sind.

Wer die Arbeit von Lars Maihöfner, der noch bis Juli in Manila ist unterstützen möchte, kann dies auf zweierlei weise tun

Zum einen bereitet sein Aufenthalt dort auch Kosten. Diese werden durch Spenden mitfinanziert. Hierfür hat das Bistum Limburg ein Spendenkonto eingerichtet.
Der Verwendungszweck muss unbedingt bei der Spende mit angegeben werden:

Bischöfliches Ordinariat Limburg:Kto.-Nr.: 370 00 10
Commerzbank Limburg:BLZ: 511 400 29
Verwendungszweck:23 60 13 2220, Lars Maihöfner

Das Bistum Limburg stellt Spendenbescheinigungen aus, wichtig ist dazu die komplette Angabe der Anschrift auf dem Überweisungsträger.

Zum anderen sucht Lars Maihöfner auch weiterhin nach Unterstützung für sein Wundversorgungsprojekt. Hierzu können Spenden an unsere Pfarrbüros gegeben werden, die wir dann an ihn weitergeben werden.

Sicher hat Lars im August, wenn er zu uns zurückkommt viel von seinen Eindrücken zu berichten.

Ihr Pater Matthias



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