Unser neues Eine-Welt-Projekt
Kenia liegt im Osten von Afrika am Indischen Ozean und grenzt an Somalia, Äthiopien, Sudan, Uganda und Tansania.
Die Hauptstadt Nairobi hat ca. drei Mio. Einwohner und zieht die Landbevölkerung wie ein Magnet an. Sie erhoffen
sich in Nairobi Arbeit und ein besseres Leben. Von den ca. drei Millionen Einwohner von Nairobi leben 60 % in
Slumgebieten, die ständig größer werden. Mathare Valley und Mukuru zählen zu den größten Slumgebieten von Nairobi.
Das Ausbildungsprogramm IMANI (Incentives from the Marianists to Assist the Needy be Independent) wurde in den 1980
er Jahren von den Marianistenbrüdern (internationale katholische Organisation von Ordensbrüdern) aufgebaut und wird
bis heute von ihnen betreut. Zu IMANI gehören das Maria House, das Chaminade Training Center (CTC) und ein
Job-Creation-Programm.
Im Maria House am Rande von Mathare Valley, einem der größten Slums Nairobis, werden junge Frauen und
alleinerziehende Mütter ausgebildet. Ihre Kinder werden im eigenen Kindergarten betreut. Die Ausbildungskurse
finden halbtags statt, damit die Frauen genug Zeit haben sich um ihre Kinder zu kümmern und Geld zu verdienen.
Im Maria House können die jungen Frauen eine Ausbildung im Nähen, Maschinenstricken, Buchbinden, im Friseurhandwerk
und in der Glasmanufaktur machen.
Das Maria House ist auch soziale Anlaufstelle für die Slumbewohner, dort findet unter anderem Schwangerenberatung,
Alphabetisierungsunterricht und AIDS-Aufklärung statt.
Das Chaminade Training Center (CTC) liegt mitten im Mukuru Slum, einem jungen, schnell wachsenden Slumgebiet in
einem Industrieviertel von Nairobi. Eine praxisnahe Ausbildung ist für Jugendliche aus dem Mukuru Slum die einzige
Möglichkeit der Armut zu entkommen. In drei Jahren können die Jugendlichen eine Ausbildung im Schneidern,
Maschinenstricken, Schreinern, in der Elektroinstallation, dem Metallbau oder im Catering absolvieren.
Eigeninitiative wird schon während der Ausbildung gefördert, denn 50 % der Kosten für die Ausbildung tragen die
Lehrlinge durch den Verkauf ihrer Produkte selbst.
Bei IMANI erlernen pro Jahr etwa 200 junge Frauen und Männer im Alter zwischen 15 und 25 Jahren einen Beruf.
Viele machen nach der Ausbildung ihre eigene kleine Werkstatt auf und machen sich selbstständig.
Deshalb ist das Job-Creation-Programm der Marianisten die dritte Säule von IMANI. Das Programm unterstützt die
Absolventen der beiden Ausbildungszentren bei der Suche nach einem Arbeitsplatz und vergibt Kleinkredite an
Existenzgründer oder Kleinbetriebe, die Absolventen der beiden Ausbildungszentren beschäftigen.
80 Prozent der Auszubildenden sind Mädchen und Frauen, die sonst keine Möglichkeit hätten, einen Beruf zu erlernen.
Viele der Absolventinnen und Absolventen bauen sich eine eigene Existenz auf, schaffen Arbeitsplätze und geben ihr
Wissen und Erfahrungen in den Kursen für Existenzgründerinnen und Existenzgründer weiter.
Mittlerweile schätzt die lokale Wirtschaft in Nairobi die Ausbildung bei IMANI so sehr, dass Absolventen ohne
Probleme eine Anstellung finden. Die jungen Leute gelten als gut qualifiziert.
Text: Pamela Huber
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