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Ökumene wie wir sie verstehen
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Katholische Pfarrgemeinde
St. Birgid
Wiesbaden - Bierstadt
Pastoraler Raum Wiesbaden Nord-Ost

Ökumene auf neuen Wegen

Am 8. November trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus drei evangelischen Gemeinden (Kloppenheimer Bodelschwinggemeinde, Versöhnungsgemeinde im Aukamm und unsere Bierstadter Gemeinde) mit der katholischen St. Birgid Gemeinde zu einer Klausurtagung im Gemeindezentrum von St. Birgid.

Zwei Fragen haben uns an diesem Vormittag beschäftigt: Zum einen: Wie können wir bereits praktizierte Ökumene nach außen hin besser sichtbar machen? und zum anderen: Welche ökumenischen Projekte wollen wir in Zukunft gemeinsam angehen?

Ökumene wird von den Pfarrerinnen und Pfarrern seit vielen Jahren intensiv praktiziert - angefangen bei den ökumenischen Gottesdiensten für Schüler und für Senioren, über ökumenische Kerbegottesdienste und gemeinsame Gottesdienste zu Vereinsjubiläen bis hin zu ökumenischen Seminaren und gegenseitigen Besuchen zu besonderen Gottesdiensten im Kirchenjahr.

Um die vielfältigen und zahlreichen ökumenischen Termine für 2009 auch nach außen hin zu dokumentieren, wird in Absprache mit den einzelnen Gemeinden ein gemeinsames Faltblatt „Aus der Ökumene“ erstellt und ab Januar 2009 in allen vier Gemeinden zur Information ausgelegt. Darüber hinaus sollen in diesem Flyer die ökumenischen Kreise (ökumenischer Frauengesprächskreis sowie ökumenischer Helferkreis) vorgestellt werden.

Auch die geplanten ökumenischen Vorhaben für das Jahr 2009 klingen vielversprechend: So bietet die Versöhnungsgemeinde im Januar 2009 an drei Donnerstagabenden ein ökumenisches Seminar zum Thema „Gottesdienst – näher betrachtet“ mit verschiedenen Referenten an – siehe nebenstehende Ausschreibung.

Die Bodelschwinghgemeinde plant in Kooperation mit dem Evangelischen Pfarramt für Ökumene und dem Volksbildungswerk Bierstadt in Kloppenheim ein ökumenisches Seminar zum interreligiösen Dialog zwischen Christentum, Judentum und Islam. Über das Jahr 2009 verteilt sollen drei Veranstaltungen mit Texten, Musik und Diskussion stattfinden.

Unter dem Stichwort „Ökumene von unten“ wird im Sommer 2009 erstmals eine gemeinsame Tagesfahrt aller vier beteiligten Gemeinden zu einem ökumenisch besonders „interessanten“ Ort stattfinden. Darüber hinaus sollen zukünftig von Ehrenamtlichen vorbereitete und durchgeführte Andachten mit besonderen spirituellen Impulsen angeboten werden.

Das Beste zum Schluss: Vom 12. bis zum 16. Mai 2010 findet in München der zweite ökumenische Kirchentag unter dem Motto „Damit ihr Hoffnung habt“ statt. Auch hierzu ist – nach Absprache in den Kirchenvorständen/im Pfarrgemeinderat - eine gemeinsame Fahrt geplant. Denn wie es so treffend in der Ausschreibung für diesen Kirchentag heißt: „Christsein heißt: Ökumene vorantreiben“.

Jutta Hünemohr

Die Hompages der evangelischen Gemeinden sind:

http://www.bierstadt-evangelisch.de/
http://www.ev-versoehnungsgemeinde-wiesbaden.de/

Zitate zur Ökumene    (Quelle: www.kirchen.net)

  • Finde dich niemals ab mit dem Skandal der Trennung unter den Christen, die sich alle so leicht zur Nächstenliebe bekennen, aber zerspalten bleiben. Habe die Leidenschaft für die Einheit des Leibes Christi. (Aus der Regel von Taizé)
  • Die Einheit der Christen: ”Man wird sie eines Tages feststellen als etwas, das schon eingetreten ist.” (Roger Schutz)
  • Kirchen sollen Kirchen bleiben und eine Kirche werden. (Kardinal Ratzinger)
  • Mit dem II. Vatikanischen Konzil hat sich die katholische Kirche unumkehrbar dazu verpflichtet, den Weg der Suche nach der Ökumene einzuschlagen und damit auf den Geist des Herrn zu hören, der uns lehrt, aufmerksam die „Zeichen der Zeit” zu lesen. (Enzyklika „Ut unum sint” 3)
  • Das, was uns verbindet, ist viel stärker als das, was uns trennt. (Johannes XXIII)
  • Die Einheit der Kirche wird im Rahmen einer reichen Vielfalt verwirklicht. Diese Vielfalt in der Kirche ist eine Dimension ihrer Katholizität. (Ökumenisches Direktorium 16)
  • Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. (Joh 17,21)
  • Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist. (Eph 4,4-6)
  • Ökumene beginnt in den Köpfen, aber dann muss sie getan werden!

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