Archiv der Kategorie: Auringen

Verabschiedung von Christine Klaus und dem PGR

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„Du bist begeistert und hast uns mit deiner Begeisterung angesteckt“, mit diesen Worten dankte Elli Einig vom Kirchort St. Elisabeth Christine Klaus für ihr langjähriges Engagement im Pfarrgemeinderat (PGR) – erst in Auringen, dann als PGR-Vorsitzende in der Pfarrei St. Birgid. Klaus habe nicht nur den Übergang begleitet, sondern auch alles zusammengebracht und -gehalten und immer über Grenzen hinweg agiert.

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Gleich zu Beginn des Gottesdienstes in St. Elisabeth Auringen dankte auch Pfarrer Schindling dem scheidenden Pfarrgemeinderat. Der Advent sei eine Zeit der Erwartung, in der man zurück und nach vorne schaue. „Das passt zum heutigen Tag“, so der Pfarrer. In seiner Predigt ging er auf Johannes, den Täufer, ein, der ein Rufer in der Wüste gewesen sei und in schwieriger Zeit dem Herrn den Weg gebahnt und viel erreicht habe. Auch die PGR-Mitglieder seien Rufer wie Johannes der Täufer. „Ohne euch wär es nicht gegangen“, so Schindling.

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Augenzwinkernd stellten er und die Pastoralteamer die unterschiedlichen Typen im PGR vor, denn jede und jeder bringe einzigartige Fähigkeiten mit. Da gebe es die Stillen, die Lauten, die Vorsichtigen, die optisch Auffälligen, die Mutigen und die Querrufer. „Wir alle bleiben Ruferinnen und Rufer, um dem Herrn den Weg zu bereiten“, schloss der Pfarrer seine Predigt. Musikalisch gestaltete der „Offene Chor“ unter der Leitung von Bernhard Einig die Messe. Voller Verve aber auch mit Feinsinn und Sensibilität überzeugten die Sängerinnen und Sänger.

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Im Anschluss gab es für die scheidenden PGR-Mitglieder langstielige Rosen und für Christine Klaus einen Blumenstrauß. Da Klaus im neuen PGR nicht mehr mit dabei ist, dankten ihr zahlreiche Gemeindegruppen persönlich und überreichten ihr mit netten Worten nützliche Geschenke für den „Ruhestand“. Sie habe sich immer als Teamer verstanden, dankte Klaus sichtlich gerührt allen Anwesenden. „Ich glaube im Miteinander liegt ein Mehrwert. In Gemeinschaft macht es einfach Spaß mit Gott als Fundament“, so Klaus.

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Danach gab es noch einen Empfang im Gemeindezentrum und die Eine-Welt-Gruppe verkaufte fair gehandelte Waren.

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Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Seniorentag in St. Elisabeth

Ein Ort, wo das Leben gefeiert wird

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Als Pfarrer Frank Schindling beim Seniorentag in St. Elisabeth Auringen fragte, wer denn zum ersten Mal in der Kirche sei, schnellten zahlreiche Finger in die Höhe, denn aus allen Kirchorten der Pfarrei waren mehr als 50 Senioren zusammengekommen, um eine Messe zu feiern und ein paar schöne gemeinsame Stunden zu verbringen.

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seniorentag-3-aur-b15032Eingeladen hatte Pastoralteamer Pawel Meisler, der für die Seniorenarbeit der Pfarrei zuständig ist. In diesem Jahr bewies Meisler echtes Improvisationstalent. Eigentlich sollte das Treffen in St. Birgid Bierstadt stattfinden, doch wegen des Brandes im Kirchturm musste alles noch einmal umdisponiert werden. Zum Glück stellten auch Dr. Simone Husemann, die als Leiterin der Katholischen Erwachsenenbildung Wiesbaden eine Einführung in die Baugeschichte der Kirche gab, und die fleißigen Helferinnen in der Küche, Elli Einig und Christa Hellerbach, ihre Flexibilität unter Beweis, so dass trotz der kurzfristigen Verlegung alles wie am Schnürchen klappte.

„St. Elisabeth ist ein Ort, wo wir das Leben feiern“, sagte Pfarrer Schindling im Gottesdienst, den Szilvia Tóth an der Orgel musikalisch begleitete. Hierher kämen die Leute mit ihren Bitten, Nöten, ihrem persönlichen Dank und ihren Feiern. Und auch Husemann betonte: „Dies ist ein Raum, der für Menschen gemacht worden ist.“ Das i-Tüpfelchen sei dabei die Gestaltung durch Eberhard Münch, der stets mit großer Feinfühligkeit die Besonderheit eines Ortes erspüre. Er habe den Raum in St. Elisabeth als Gesamtkunstwerk gestaltet und der helle, lebendige Kirchenraum entspreche ganz der Lebendigkeit der Gemeinde. Das sei in Wiesbaden so einmalig.

Im Anschluss saßen die Senioren noch gesellig bei Kaffee, Kuchen und einem Gläschen Wein beisammen und plauderten mit Pfarrer Frank Schindling, Pawel Meisler, Eva-Maria Brenneisen, Pater Johannes Wilhelmi, Johannes Mockenhaupt, Jörg Heuser und Jürgen Otto vom Pastoralteam.

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Gutes Klima fürs Ehrenamt

„Mitmachen kann ich jedem nur empfehlen“: Die Wiesbadenerin Christine Klaus engagiert sich seit vielen Jahren in den Kirchengremien
christine-klaus-aur-b14980In der katholischen Kirche im Bistum Limburg ist gerade „ein gutes Klima fürs Ehrenamt“. Davon ist jedenfalls Christine Klaus überzeugt. Die Wiesbadenerin, die im Engagement in den Gremien der Kirchengemeinden „eine große Chance“ sieht, weiß, wovon sie spricht. Seit 16 Jahren ist sie hier selbst aktiv, im Ortsausschuss von St. Elisabeth in Auringen, im Verwaltungsrat, seit 2015 als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates (PGR) von St. Birgid, darüber hinaus in Projektgruppen und Initiativen. Für die jetzt im November anstehenden PGR-Wahlen kandidiert die 63-Jährige nicht mehr. Ihr Votum fürs Mitmachen aber fällt eindeutig aus: „Ich kann es jedem nur empfehlen.“
Eingebunden sein, ernstgenommen werden, mitgestalten können: All das sind für sie gute Argumente für die Gremienarbeit, in der sich manches verändert habe: „Ich bin als Ehrenamtliche selbstbewusster geworden“. Immerhin könne Kirche ohne Ehrenamt nicht funktionieren. „Ich glaube einfach, dass wir miteinander stärker sind und mehr erreichen können“, meint sie. Dabei geht es ihr ausdrücklich auch darum, gemeinsam als Kirche wieder glaubwürdiger zu sein. Mit Kritik und Gegenwind gelassen umzugehen, gehört für die pensionierte Kriminalbeamtin dazu. Natürlich sei es manchmal bitter gewesen, wenn Berufskollegen ihren Einsatz mit der Gegenfrage: „Für diesen Verein engagierst Du Dich?“ kommentiert hätten. Sie habe immer ganz pragmatisch mit dem Verweis auf „ihre“ Pfarrei geantwortet, in der es einfach gut laufe.
Zugleich aber wünscht sie sich auch selbst viel Veränderung in der katholischen Kirche. Dass sie die Möglichkeiten dafür lediglich auf Pfarrei- und gerade noch Bistumsebene verortet, hängt nach ihrer eigenen Einschätzung mit ihrer realistischen Grundeinstellung zusammen. Im Kleinen etwas anstoßen, es vor Ort „christlich hinbekommen“, das erscheine ihr heute viel, auch wenn sie weiterhin denkt, dass man die ganze Welt mit der christlichen Überzeugung ein wenig zum Guten hin verändern könnte.
Wer sich engagieren wolle, muss nach ihrer Erfahrung diskussionsbereit sein und unterschiedliche Meinungen aushalten: „Das ist nicht alles immer nur nett“, stellt sie nüchtern fest. Und noch etwas räumt sie ein: „Um ehrlich zu sein: Man braucht auch Zeit!“ Sie habe sich die Zeit genommen, „weil mir die Kirche, der Kirchort, der Glaube wichtig sind.“ Auf dem anderen Teil der Waagschale liege dafür ein großer persönlicher Gewinn: Viele Kontakte, gute Begegnungen mit anderen Menschen, das Miteinander von Ehren- und Hauptamtlichen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben. „Herausfordernd und spannend“: So beschreibt sie die vergangenen Jahre, in denen sie meistens mit Freude, immer aber mit Überzeugung dabei gewesen sei. Jetzt hofft sie auf jüngere Mitstreiter: „Ein gutes Team braucht erfahrene, aber vor allem auch junge Menschen, die neue Perspektiven aufzeigen.“
Ihre eigene Perspektive will die Mutter zweier erwachsener Töchter weiterhin miteinbringen, in Zukunft dann außerhalb der Gremien in verschiedenen Gruppen und Kreisen. Und vielleicht doch ein wenig mehr Zeit haben für Enkelkinder und Freunde, für Theater und Reisen.
Die Pfarrgemeinderatswahlen am 9./10. November im Bistum Limburg stehen unter dem Motto „Kirche gemeinsam gestalten.“

Text: Barbara Reichwein/Foto: Bistum Limburg

Spielenachmittag für Jung und Alt

Zum Spielenachmittag lädt die Gruppe „Miteinander der Generationen“ Jung und Alt am Sonntag, dem 27. Oktober, in das Auringer Gemeindezentrum St. Elisabeth, Auf den Erlen 15, ein. Beginn ist um 15 Uhr.

Tanz und Meditation

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Ein Netz aus Tanz, Lachen und Musik wird an jedem zweiten Montag in St. Elisabeth Auringen gewebt. Dann trifft sich der „Meditative Tanzkreis“ mit Leiterin Margot Roth, studiert Neues ein oder probt Altbekanntes. In einer ansprechenden Atmosphäre bei Kerzenlicht und mit einem bunten Wiesenstrauß in der Mitte des Raums werden israelische Tanzschritte, Folklore- oder Gebetstänze geübt – auf den ersten Blick scheinbar einfache Schrittfolgen, die aber häufig wechseln und zum Teil temporeich von den rund zehn Frauen dargeboten werden.

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Dass die Gruppe bald drei Jahrzehnte Bestand hat, damit hat am Anfang keiner gerechnet. 1991 trommelte Hildegard Hoffmann ein paar interessierte Gemeindemitglieder zusammen, um bei der Einweihung des Gemeindezentrums St. Elisabeth vor dem Gottesdienst einen Tanz aufzuführen. Weil aber alle großen Spaß dabei hatten und Hoffmann so viel Herzblut in die Proben und Vorbereitungen steckte, blieb die Gruppe zusammen.

tanzkreis-1-b14562Schnell folgten Auftritte in Gottesdiensten, an Karneval, an Christi Himmelfahrt auf dem Kellerskopf oder Fronleichnam in Sonnenberg. Hildegard Hoffmann war die gute Seele – sie nähte Gewänder und Tücher, studierte Tänze mit Lichtern ein und versprühte ihre überbordende Kreativität in den Proben. In diesem Jahr hat Hoffmann aus gesundheitlichen Gründen die Leitung an das jüngste Tanzkreis-Mitglied, Margot Roth, abgegeben, die mit viel Verve und neuen Impulsen die Gruppe weiter führt. Roth, die in der jüdischen Gemeinde von der israelischen Folklore beeinflusst wurde, setzt neue Akzente mit lebendigen Choreographien und fröhlicher Musik. Zwar sind die Auftritte des Meditativen Tanzkreises mit den Jahren weniger geworden, doch die Freude am Tanzen und der Meditation ist bei den Frauen, die sich über weitere Mitstreiterinnen oder Mitstreiter freuen würden, ungebrochen.

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Nähere Auskünfte erteilt Pfarrsekretärin Elli Einig im Gemeindebüro St. Elisabeth Auringen freitags von 9 bis 12 Uhr unter Telefon 0 61 27/99 93 91 10.

Text/Foto: Anne Goerlich-Baumann