Archiv der Kategorie: Bierstadt

Unterwegs mit KARL

Mit dem Glaubensmopped KARL wollen wir in unserer Gemeinde unterwegs sein und Menschen begegnen. Ende Februar hatten wir, vier Teamer von KARL, in diesem Sinne an der Theodor-Fliedner-Schule in Bierstadt die Menschen besucht, die dort im Rahmen eines „Dreck-weg-Tages“ die Grünanlagen säuberten. Mit einem leckeren Kaffee konnten wir ihnen eine schöne Unterbrechung der Arbeit gestalten. Anschließend stellten wir uns an die Bushaltestelle in der Patrickstraße. Trotz des durchwachsenen Wetters ergaben sich beeindruckende Gespräche.

Bein einem Cappuccino und einem Kaffee erzählten die Leute von Privatem, ließen sich das Konzept von KARL erklären, deckten sich mit Info-Material ein oder nutzten einfach nur die Gelegenheit auf dem Heimweg aus der Stadt etwas zu klönen. Ein Iraner erzählte von seiner Flucht und ein Obdachloser freute sich über ein heißes Getränk.

Interesse geweckt? Für unser KARL-Team suchen wir langfristig – also in hoffentlich bald Corona freien Zeiten – Mitarbeiter, die gerne auf Menschen zugehen und über Gott und die Welt ins Gespräch kommen möchten. Wer mitmachen oder mehr erfahren möchte, kann sich ganz unverbindlich bei Gemeindereferentin Eva-Maria Brenneisen, e[dot]brenneisen[at]st-birgid[dot]de, melden.

Text/Foto: Dieter Zöll

Heringsessen bei den JuHu´s

Am Aschermittwoch trafen sich die JuHu´s in Bierstadt zum Heringsessen. Zu Beginn sprach Pater Johannes Wilhelmi einige Worte über die Entwicklung der Traditionen und Bräuche, beispielsweise wie es zum Aschekreuz überhaupt kam. Auch das Fasten, der Verzicht auf Genussmittel, hatte in der Geschichte viele verschiedene Ansätze und Gründe. So wurde im Mittelalter auf alle Fleisch- und Milchprodukte verzichtet. Um doch in das Vergnügen zu kommen, hat der damalige Papst im 15. Jahrhundert den „Butterpfennig“ eingeführt, mit dem man eine Dispens erteilt bekommen hat.

Im Anschluss wurde das Buffet mit vielerlei an Heringshappen und Pellkartoffeln eröffnet. Es war ein stimmungsvoller und schöner gemeinsamer Nachmittag.

Text: Pawel Meisler/Foto: Barbara Yurtöven

Ereignisreiche Faschingsfreizeit

Die Faschingsfreizeit fand mit 48 Kindern und Jugendlichen, 18 Leitern sowie dem vierköpfigen Küchenteam erstmalig in der Jugendfreizeitstätte Hattgenstein im Landkreis Birkenfeld statt. Über das verlängerte Wochenende konnten die Kinder eine Verschwörung von vier Mafiosi-Clans abwenden und so im letzten Moment verhindern, dass diese die Weltherrschaft an sich reißen.

Nach der Ankunft wurden die Kinder vier Mafiosi-Clans zugeteilt. Auf den Zimmern fanden sie Briefe von verdeckten Ermittlern, die die Kinder um Hilfe baten. Die erste Aufgabe bestand darin, die Chefs der Clans während des Abendessens auszuschalten, sodass sie nicht an der Nachtwanderung teilnehmen und die verdeckten Ermittler mit ihren Gruppen ungestört sprechen konnten.

Am nächsten Tag lernten die Kinder in verschiedenen Workshops alle wichtigen Grundlagen für Mafiosi: Schlösser knacken, verschiedene Geheimschriften, Taschendiebstahl und geheime Kommunikation. Am Nachmittag gingen die Gruppen auf die Suche nach Beweisen gegen die Clan-Chefs. Die Beweise wurden zunächst versteckt.

Am darauffolgenden Tag stand die große Zeremonie der Vertragsunterzeichnung zwischen den verschiedenen Clans an. Nachdem der Vertrag (als letztes Beweisstück) unterschrieben war, ließen die verdeckten Ermittler ihre Tarnung auffliegen und klagten die Clan-Chefs an. Doch einige der großen Kinder und die restlichen Clan-Mitglieder schnappten sich die Beweise und rannten damit in verschiedene Richtungen davon. Zum konnten die Kinder die Übeltäter sowie die Beweise schnappen. Es kam zur Gerichtsverhandlung, bei der Richter Schrank Findling – die Ähnlichkeit zu dem Namen von Pfarrer Frank Schindling ist hierbei rein zufällig 😉 – das Chaos aufklären konnte. Am  Abend wurde der Sieg über die Mafia mit einer Disko gefeiert.

Text: Anna Pfendler/Foto: Emil Basting

Buntes Jugendkreuz für Bierstadt

Das Kreuz machten die Firmanden der Pfarrei St. Birgid buchstäblich zu ihrem persönlichen Glaubenssymbol bei einem gemeinsamen Treffen mit Pfarrer Frank Schindling und Clara Vogel und Eric Tilch vom Team der Jugendkirche KANA in Bierstadt. Mit selbstbeschrifteten, bunten Plexiglasscheiben gestalteten sie in einem stimmungsvollen Jugendgottesdienst ein Kreuzgerüst – so dass schließlich ein farbenfrohes Jugendkreuz in der Pfarrkirche erstrahlte. „Alle, die hier sind, sind ein Teil davon“, sagte Pfarrer Schindling. Der Gottesdienst endete dann schließlich draußen, auf dem Grün zwischen Kirche, Jugendhaus und Gemeindezentrum, wo das neue Kreuz für Bierstadt aufgestellt wurde. „Viele Stellen sind noch frei: Hier fehlt das, was die Leute, die vorüber gehen, ans Kreuz hängen möchten. Wofür sie bitten und wofür sie danken wollen“, so der Pfarrer.

Im Rahmen eines Firmbausteins hatten Vogel und Tilch von KANA zuvor mit einer Gruppe Firmanden das Kreuzprojekt vorbereitet – ganz praktisch mit dem Bau des Kreuzgerüstes, aber auch inhaltlich, indem sie sich die Frage stellten: „Was ist Kreuz für dich?“ Diese Frage sollten dann schließlich alle Firmanden bei dem gemeinsamen Treffen beantworten und auf die Plexiglaskacheln bringen. Die Begriffe „Segen“, „Vertrauen“, „Energie“, „Hoffnung“ und „Kraft“ schrieben die Jugendlichen unter anderem auf die bunten Scheiben.

Im Anschluss feierten die Firmanden mit ihren Eltern, Geschwistern und den Gemeindemitgliedern einen Jugendgottesdienst in der stimmungsvoll beleuchteten dunklen Kirche. Musikalisch sorgte die Jugendband BON vor allem mit vielen Taizé-Gesängen für den passenden Ton. „Vielleicht siehst du das Kreuz ab heute in einem anderen Licht“, predigte Schindling.

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Patrozinium mit Aussendungsfeier

patrozinium-07-bie-b15458

patrozinium-03-bie-b15458„Die Kirchenentwicklung ist uns besonders wichtig“, sagte Pfarrer Frank Schindling zu Beginn des Festgottesdienstes zum Patrozinium der Pfarrei St. Birgid Wiesbaden. „Man sieht hier Kirchenentwicklung“, schloss sich dem Bischofsvikar Dr. Christof May an und spielte damit auf den festlichen Einzug in die vollbesetzte Bierstadter Pfarrkirche mit über 50 Messdienern, einer Gruppe Pfadfinder, den acht neuen Trauerbegleiterinnen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen im Beerdigungsdienst sowie dem Pastoralteam St. Birgid um Pfarrer Frank Schindling an. Musikalisch gestalteten die Gemeindeband leBandig und die Chöre der Pfarrei unter der Leitung von Corinne Brill sowie Szilvia Tóth an der Orgel und Bezirkskantor Roman Bär die Feier. Zu gleich zwei begleitenden Kinderwortgottesdiensten waren die jüngeren Gemeindemitglieder eingeladen.

patrozinium-06-bie-b15458

 

patrozinium-05-b15458

St. Birgid sei eine bunte, lebendige Gemeinde, die auch das Lebensende in den Blick nehme, so May. „Gehört nicht auch alles irgendwie zusammen?“, fragte der Bischofsvikar für Kirchenentwicklung. „Heute werden Botinnen gesandt, um Menschen auf dem Weg des Abschiedsnehmens zu begleiten. Ihr macht ernst mit der Nachfolge Jesu“, richtete er sich an die acht Gemeindemitglieder, die sich ein Jahr lang unter der Begleitung von Pastoralreferent Stephan Lechtenböhmer in einem Qualifizierungskurs auf diesen besonderen Dienst, ein Pilotprojekt des Bistum Limburg, vorbereitet hatten. Dieser Prozess umfasste die Auseinandersetzung mit den Themen „Sterben, Tod und Trauer“ sowie ein Training in Gesprächsführung, in Ritualkompetenz und für den Verkündigungsdienst.

patrozinium-02-bie-b15458

patrozinium-04-bie-b15458

Im Anschluss überreichte May den Trauerbegleiterinnen Christine Klaus und Barbara Schmidt, den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen im Beerdigungsdienst Katharina Bonin und Jutta Jünger sowie Françoise Born, Verena Riehl, Gertraud Schottdorf-Hoffmann und Christiane Stockhausen, die in beiden Diensten aktiv sein werden, ihre Beauftragungsurkunden durch das Bistum und gratulierte ihnen.

patrozinium-10-bie-b15458

patrozinium-09-bie-b15458

Während des Gottesdienstes wurde zudem die von dem Syrer Osama Msleh für den Kirchort Christ König Nordenstadt geschriebene St-Birgid-Ikone gesegnet. Zudem dankte Pfarrer Schindling Gemeindemitglied Sven Siegel, der frühzeitig den Kirchturmbrand in St. Birgid an die Feuerwehr gemeldet hatte, so dass Schlimmeres verhindert werden konnte. Auch den Einsatzkräften wurde noch einmal herzlich gedankt.

patrozinium-08-bie-b15458

patrozinium-11-bie-b15458

patrozinium-14-bie-b15458Im Anschluss wurde ein buntes Gemeindefest gefeiert. Der Arbeitskreis Jugend hatte das Mittagessen vorbereitet, die Ortsausschüsse übernahmen die Organisation und  die Bewirtung, der Eine-Welt-Kreis verkaufte fair gehandelte Produkte und das Adventsprojekt selbst hergestellte Seifen. Die Pfadfinder hatten ein Kinderprogramm auf die Beine gestellt. Im Hof stand das Glaubensmopped KARL bereit, an dem Kaffee getrunken und Gespräche geführt wurden. Außerdem fand die Auftaktprobe für das Gospelprojekt „Praise Him!“ statt.

patrozinium-12-bie-b15458

patrozinium-13-bie-b15458

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann