Archiv der Kategorie: Sonnenberg

Ehrung für PGR-Urgestein

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ehrung-01-son-b13738Am 16. März 1969 fanden die ersten Pfarrgemeinderatswahlen im Bistum Limburg statt. Dass seitdem Amtsträger und Laien gemeinsam die Gemeinden leiten, nahm die Pfarrei St. Birgid zum Anlass, sowohl die Mitglieder des Pfarrgemeinderats, der Ortsausschüsse und des Verwaltungsrats als auch das Pastoralteam und das Büroteam zu einer gemeinsamen Feier einzuladen. „Gemeinsam Kirche gestalten und leiten – das macht uns aus“, begrüßte Pfarrer Frank Schindling die Gäste im Gemeindezentrum Herz Jesu Sonnenberg. Das synodale Miteinander sei der Pfarrei St. Birgid ein besonderes Anliegen. Durch die Teilnahme am Prozess der lokalen Kirchenentwicklung und der Einführung des Großen Dienstgesprächs sei man in St. Birgid auf einem guten Weg.

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ehrung-11-son-b13738Anlass zu feiern bot sich noch aus einem anderen Grund: Gemeindemitglied Norbert Baumgärtner gehört seit 50 Jahren dem Pfarrgemeinderat an. „Davon gibt es nicht mal eine Handvoll Leute im Bistum“, war sich Schindling sicher. Als 22-Jähriger trat Baumgärtner 1969 erstmals zur Wahl an und seitdem gehört er ununterbrochen dem Gremium an – erst in Herz Jesu Sonnenberg, teilweise als Vorsitzender, und dann seit der Fusion in St. Birgid Wiesbaden. Über die fünf Jahrzehnte hat er die Freude am Gestalten und sich einbringen nicht verloren. Im Gegenteil. Ihm habe sein Engagement immer Spaß gemacht und viele Freundschaften seien daraus erwachsen. Ans Aufhören denkt er noch lange nicht.

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Als Messdiener und Leiter einer Jugendgruppe wurde Baumgärtner in der kirchlichen Jugendarbeit groß. Dann – als jüngstes PGR-Mitglied – war es ihm ein Anliegen, sich für Neuerungen einzusetzen, die Ökumene zu fördern und die einzelnen Gemeindegruppen miteinander zu verbinden. So ist es auch heute noch.

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ehrung-06-son-b13738Für sein langjähriges Engagement gab es dankende und anerkennende Worte in Form eines Schreibens aus Limburg vom Bischofsvikar für den Synodalen Bereich, Wolfgang Pax. Und Geschenke aus der Pfarrei – etwa ein Shirt mit der Aufschrift „PGR-Urgestein“, das Baumgärtner gleich begeistert überstreifte. PGR-Vorsitzende Christine Klaus hatte dem Äppler-Fan Apfelkekse gebacken und Alexandra Chytry vom PGR-Vorstand hatte zudem einen Kuchen in Bembel-Form gebacken. Mit einem gemeinsamen Essen, in dem Gespräche und Begegnung im Vordergrund standen, klang der Abend in netter Runde aus.

Blumen gab es für Michi Baumgärtner

Blumen gab es für Michi Baumgärtner

und PGR-Vorsitzende Christine Klaus.

und PGR-Vorsitzende Christine Klaus.

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Spannende Phantomsuche in Herz Jesu

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phantom-2-son-b13594Große Aufregung in Sonnenberg – in der verschlossenen Kirche Herz Jesu erklang immer wieder nachts die Orgel. Küster Hubertus Lehn war ratlos und zudem hatte er – ganz untypisch für den gewissenhaften Küster – auch noch den Schlüssel zur Orgelempore verloren. Um das knifflige Rätsel zu lösen, holte er sich Hilfe ins Haus. Mit Orgelinspektor Ocke, der eine ganz entfernte Ähnlichkeit mit Bezirkskantor Roman Bär aufwies, und knapp 30 kleinen Inspektionsanwärtern, deren Eltern sowie Pastoralreferentin Bettina Tönnesen-Hoffmann schlich sich Lehn abends in die dunkle Kirche, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

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phantom-3-son-b13594Mit Herzklopfen ging die entdeckerlustige Gruppe in das düstere Gotteshaus. Zum Glück waren fast alle mit einer Taschenlampe bewaffnet, Küster Lehn hatte sich sogar eine Stirnlampe umgebunden. Zunächst musste der Schlüssel für den Turm gefunden werden. Hier wusste Ocke Rat, der sich anhand eines Fragekatalogs auf die Suche begab. „Wird die Orgel mit Wasser, Wärme oder Wind betrieben?“, wollte er von seinen Auszubildenden wissen, oder: „Spielt man die Orgel mit dem Mund, den Füßen oder den Händen?“ Seltsamerweise beteiligte sich die Orgel an der Fragerunde und gab mit ihrem Spiel wertvolle Hinweise.

 

phantom-5-son-b13594Nach langer Suche wurde der Schlüssel schließlich doch noch gefunden. Er hing an einer Traube bunter Luftballons und schwebte unter dem Gewölbe. So schafften es die großen und kleinen Detektive am Ende hinauf auf die Orgelempore und entdeckten das Phantom – eine Katze, die sich wohl heimlich in die Kirche geschlichen hatte. Das war dann wohl des Rätsels Lösung, auch wenn der ein oder andere Detektiv vorher darauf geschworen hätte, dass ihn die Orgelklänge an die Spielkünste von Szilvia Tóth erinnert hatten…

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Philosophische Gespräche

In einen philosophischen Dialog treten Dr. Margit Ruffing und Pater Yves Trocheris (Paris) auf Einladung der Erwachsenenbildung St. Birgid am Mittwoch, dem 27. Februar, und Donnerstag, dem 28. Februar, jeweils um 19.30 Uhr im Sonnenberger Gemeindezentrum Herz Jesu, König-Adolf-Straße 12. „Gottesbeweise – Argumente, Kritik, Bedeutung“ – so sind die Abende überschrieben. Beim ersten Treffen geht es um eine Erläuterung des Themas aus Sicht der Philosophie und der Theologie, beim zweiten Abend wird das Gespräch mit dem Publikum gesucht.

Der Eintritt ist frei!

Seniorentag in Herz Jesu

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Die Kirche Herz Jesu sei ein Bau, der heute noch anziehend wirke, begrüßte Pfarrer Frank Schindling Senioren aus allen Gemeinden der Pfarrei in dem Sonnenberger Gotteshaus. So fänden fast alle Hochzeiten der Pfarrei, nahezu hundert Prozent, in Herz Jesu statt. Pawel Meisler vom Pastoralteam hatte zum alljährlichen Seniorentag eingeladen – dieses Mal nach Sonnenberg. Die Veranstaltung rotiert durch die Kirchorte, so besteht die Möglichkeit nach und nach alle Kirchen kennenzulernen.

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seniorentag-3-son-b13086Begonnen wurde das Treffen mit der Feier eines Gottesdienstes, den Organistin Szilvia Tóth musikalisch gestaltete. In seiner Predigt fragte Schindling, wer denn die Sendung „Ich trage einen großen Namen“ kenne. Sofort schnellten fast alle Finger der rund 50 Anwesenden hoch. In der Sendung gehe es um die Nachkommen von Berühmtheiten, doch eigentlich sei jeder Name etwas Besonderes. So verrate der Nachname manchmal den Beruf der Vorfahren und der Vorname sei oft mit Bedacht gewählt, da die Eltern für ihr Kind einen besonderen Heiligen als Schutzpatron aussuchten. Gerade an Allerheiligen würden die großen Heiligen in den Blick genommen, wie Martin, Nikolaus oder Franziskus. Doch es gebe auch unbekanntere Heilige, wie etwa Petronella, die Tochter des Petrus, die oft mit einem Besen abgebildet werde, weil sie für ihren Vater den Haushalt erledigt habe, damit sich dieser ganz dem Glauben widmen konnte. „Die Heiligen lehren, dass in den kleinen Dingen, die man tut, so viel Wertvolles liegt, und dass auch wir dazu gehören. Wir alle sind berufen“, so der Pfarrer. „Wir alle tragen einen großen Namen“, predigte Schindling. Neben dem Vor- und Nachnamen trügen alle den Namen Jesu Christi. „Wir gehören zu ihm. Er will unser Heil.“

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Im Anschluss lud Küster Hubertus Lehn zu einer anschaulichen Kirchenführung ein. So berichtete er, dass die Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil komplett weiß gestrichen wurde und der alte Hochaltar, von dem nur noch der Tabernakel und die Apostel in der Kirche zu sehen sind, verschwand. Mittlerweile wurde die alte Bemalung mit Naturfarben wieder hergestellt – was sich laut Lehn auch positiv auf die Akustik ausgewirkt habe. Neben dem beeindruckenden alten Kirchenschlüssel zeigte der Küster seiner aufmerksamen Zuhörerschaft noch eine Christus-Figur und eine alte Reliquientafel und erzählte dabei die eine oder andere Anekdote.

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seniorentag-8-son-b13086Danach gingen alle noch ins Gemeindezentrum, wo Michi Bäumgärtner und Ilse De May die Kaffeetafel eingedeckt und herbstlich dekoriert hatten. In gemütlicher Runde wurde Kaffee getrunken und neben Pfarrer Schindling und Meisler mischten sich Eva-Maria Brenneisen, Miriam Gies, Jürgen Otto, Bettina Tönnesen-Hoffmann und Pater Johannes Wilhelmi vom Pastoralteam unter die Senioren. Bei einem Gläschen Wein und mit netten Gesprächen klang der Seniorentag in herzlicher Atmosphäre aus.

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Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann