Archiv der Kategorie: Sonnenberg

Du bist nicht allein – Minimusical in Herz Jesu

„Ich verneige mich vor euch, das habt ihr großartig gemacht –  und ihr habt uns eine tolle Botschaft mitgegeben, vielen Dank“, so wandte sich Pfarrer Frank Schindling an die neun Kinder,  die am letzten Feriensonntag die Messe in Herz Jesu Sonnenberg mitgestaltet haben. Die Nachwuchskünstlerinnen und -künstler hatten sich im Rahmen eines Ferienprojektes unter der Anleitung von Bezirkskantor Roman Bär und Pastoralreferentin Bettina Tönnesen-Hoffmann getroffen, um das Minimusical „Sei mutig, du bist nicht allein“ einzustudieren. Ein besonderer Dank ging zudem an Bär, da er das Mini-Musical eigens für diesen Zweck komponiert hatte. Unterstützung gab es auch von einigen Eltern und Marei Bär.

In der letzten Ferienwoche hatten sich die Kinder dreimal im Gemeindezentrum in Sonnenberg getroffen. Dabei galt es nicht nur, die Lieder und die passenden Bewegungen zu üben, sondern auch Texte zu lernen und Bühnenbilder zu entwerfen. Bei alldem waren die Kinder mit großer Begeisterung und viel Freude bei der Sache.

Das Stück erzählt die Geschichte von Abraham und seiner Frau Sara, denen ihr Wunsch nach einem eigenen Kind lange verwehrt blieb. Dann erhält Abraham von Gott den Auftrag, in das verheißene Land zu ziehen und macht sich mit seiner Familie auf ins Ungewisse. Die Kinder liehen dabei in dem Lied „Abraham, Abraham, zieh fort aus deinem Land“ Gott ihre Stimme. Abraham musste wohl viel Spott einstecken und hat vermutlich manchmal gedacht:  „Mit Gott bin ich manchmal ganz allein – niemand anderes scheint an Gott zu glauben“, wie es im zweiten Vortragstück hieß. Trotzdem ist er sich sicher, dass Gott ihn nie alleine lässt.  Davon handelt das Stück: „Sei mutig du bist nicht allein, bei Gott wirst du der Größte  sein – sein Segen, der ist riesengroß und all deine Sorgen wirst du bei ihm los“. Aus dieser Zuversicht schöpft er Mut und macht sich auf den Weg. Jahre später wird ihm und seiner Frau tatsächlich der größte Wunsch erfüllt, und die beiden bekommen trotz ihres hohen Alters einen Sohn.

Nach einem nicht enden wollenden Applaus stimmte dann auch die Gemeinde in die fröhlichen Halleluja-Rufe ein und alle waren sich sicher, einen unvergesslichen Gottesdienst erlebt zu haben.

Text: Bettina Tönnesen-Hoffmann

Geistliches Konzert in Herz Jesu

Das Vokalensemble „arSoni“ und der Männer-Kammerchor Sonnenberg laden am Samstag, dem 24. August, um 19.30 Uhr mit A-Cappella-Werken und orgelbegleiteter Vokalmusik zu einem besinnlichen und fröhlich-erbaulichen Konzert in die Kirche Herz Jesu Sonnenberg ein. „Herr neige Dich zu mir!“ ist das Konzert, das Holger Wittgen leitet, überschrieben. Weitere Mitwirkende sind Ursula Thies (Sopran) und Andreas Karthäuser (Orgel).

Fronleichnamsfest in Herz Jesu setzt Akzente

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fronleichnam-01-son-b14513Warum feiern die Katholiken eigentlich Fronleichnam? Diese Frage stellte Pfarrer Frank Schindling zu Beginn des Gottesdienstes im Sonnenberger Burggarten der Gemeinde, unter die sich auch viele Kommunionkinder und die Kita-Kinder gemischt hatten. Das Fest gehe auf eine Vision der heiligen Juliana von Lüttich zurück, die eines Nachts beim Anblick der fleckigen Mondscheibe erkannt habe, dass der Kirche ein Fest zu Ehren des Leibes Christi fehlte. Und so habe die Kirche des Mittelalters mit der Einführung des Fronleichnamsfests getan, was der Himmel gesagt habe.

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fronleichnam-02-son-b14513Dass man an einem solch katholischen Feiertag trotzdem ökumenische Akzente setzen kann, demonstrierten der evangelische Pfarrer Thomas Hartmann, Gemeindereferent Johannes Mockenhaupt und Pfarrer Schindling in einer gemeinsamen Predigt, in der sie nach Zeichen suchten, die beide Konfession verbinden. So hatte Pfarrer Hartmann einen Taufkrug mit Taufwasser mitgebracht, denn die Taufe verbinde alle Christen. Mockenhaupt hatte eine Bibel dabei, denn für alle gelte das eine Wort. Pfarrer Schindling brachte die Monstranz vor, denn in ihr sei Christus gegenwärtig. Der Leib Christi stehe für die Kirche und die Gemeinschaft der Christen bilde gemeinsam diesen Leib.

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Musikalisch gestalteten der Kinderchor unter der Leitung von Roman Bär sowie die Kirchenschola und der Sankt Birgid Chor die Feier. Das Bläsersyndikat begleitete die Prozession. Station gemacht wurde an der evangelischen Kirche, der Schlusssegen wurde in der Kirche Herz Jesu, vor der ein farbenfroher Blumenteppich ausgelegt war, erteilt.

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Nach dem Gottesdienst trafen sich alle noch zum Gemeindefest fronleichnam-14-son-b14513am Gemeindezentrum Herz Jesu. Dort grillte Pfarrer Frank Schindling unterstützt vom AK Jugend und Pawel Meisler vom Pastoralteam Steaks und Würstchen. Ein Salatbüfett stand bereit und kühle Getränke wurden ausgeschenkt. Für die kleinen Gäste hatte der AK Jugend Spiele vorbereitet und Familie Link bot Kinderschminken an. Die Eine-Welt-Gruppe verkaufte an ihrem Stand fair gehandelte Waren.

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fronleichnam-15-son-b14513Die Einnahmen aus der Kollekte und vom Gemeindefest sind komplett für das Namibia-Projekt der Pfarreijugend bestimmt.

Allen Helfern und Unterstützern ein herzliches vergelt´s Gott!

Text: Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Lioba Czichos und Regine Wagner

Ein halbes Jahr Jerusalem

Mein Freiwilligendienst mit Pilgern im Heiligen Land

Grabeskirche und Felsendom

Grabeskirche und Felsendom

Liebe Gemeindemitglieder von St. Birgid,

aus der ganzen Welt kommen Pilger*innen nach Jerusalem. Auch ich habe mich im Januar dorthin aufgemacht, aber nicht (nur) als Pilger…

Enrico Wagner vor der Dormitio

Enrico Wagner vor der Dormitio

Lange war ich, Enrico Wagner aus Sonnenberg, in der Jugendarbeit von Herz Jesu und in der Pfarrei St. Birgid Wiesbaden aktiv; Messdiener, Jugendsprecher, Firmkatechet, Mitglied der Band BON. Nach dem Ende meines Theologiestudiums an der Uni Mainz letztes Jahr habe ich mich für ein sechsmonatiges Volontariat in Jerusalem entschieden, bevor ich im September eine Stelle als Pastoralassistent im Bistum Limburg antreten werde.

Während meines Freiwilligendienstes arbeite ich vor allem in der Cafeteria und im Souvenirladen der Dormitioabtei (manchmal bin ich auch in der Sakristei oder der Bibliothek eingesetzt) und begegne dabei tausenden Pilgern aus aller Welt. Da wird es nie langweilig! Das deutschsprachige Benediktinerkloster liegt auf dem Zionsberg im Herzen dieser verrückten, vielseitigen, heiligen Stadt und bildet den Mittelpunkt meines halben Jahres im Heiligen Land.

Dormitioabtei und Stadtmauer

Dormitioabtei und Stadtmauer

 In der Krypta der Kirche liegt eine Figur der entschlafenen Maria (Dormitio = Entschlafung), denn von hier aus soll die Gottesmutter nach katholischer Tradition im Kreise der Jünger Jesu in den Himmel aufgenommen worden sein (an dieser Stelle sende ich Grüße nach Maria Aufnahme ERB). Direkt gegenüber von unserer Dormitio liegt der Saal des Letzten Abendmahls, in dem auch das Pfingstereignis verortet wird. Auch zur Grabeskirche, dem Ort von Tod und Auferstehung Christi ist es nicht weit. Doch mit diesen zentralen Heiligen Stätten der verschiedensten christlichen Konfessionen ist es noch nicht genug, denn in Jerusalem befinden sich auch die Klagemauer der Juden und die muslimischen Heiligtümer (Felsendom und Al Aqsa-Moschee) auf dem Tempelberg. Ich habe hier mit der Zeit gemerkt: die Heiligen Orte alleine machen nicht heilig. Vielmehr müssen wir Gott und seiner Schöpfung einen Ort in unserem Herzen geben.

Immer wieder erfahre ich hier die faszinierende Vielfalt der Religionen. Es ist wahrhaftig ein „Heiliges Chaos“ zwischen Kippa, Kopftuch, Sonnenhut und Ordensgewand.

Im Garten Getsemani

Im Garten Getsemani

An freien Tagen reise ich gelegentlich durchs Land; im Frühjahr grün und blühend, im Sommer verdorrt zwischen Mittelmeer und Judäischer Wüste. Das Passieren der Checkpoints an der Grenze zu den Palästinensischen Gebieten ist hierbei eines der vielen sichtbaren Zeichen des Konflikts. Im Alltag wissen viele Einheimische die Probleme zu ignorieren, der Tourismus im Heiligen Land boomt, doch trotz alldem ist die Lage zwischen Israelis und Palästinensern festgefahren. Ich wünsche mir Frieden für diesen so schönen Flecken Erde, doch die Gegner dieses Friedens sind stark!

Ein großer Höhepunkt meines Volontariats waren die Kar- und Ostertage, in denen die Stadt besonders voll war, denn die Feierlichkeiten fielen dieses Jahr mit dem jüdischen Pessachfest zusammen. Es war etwas ganz besonderes für mich, diese so zentralen Inhalte unseres christlichen Glaubens an Ort und Stelle zu feiern!

Armenische Jakobskathedrale

Armenische Jakobskathedrale

Ich genieße die Zeit mit den anderen Volontärinnen, den Mönchen der Abtei und den Studierenden des Theologischen Studienjahrs der Dormitio, das an Ostern zu Ende gegangen ist. Es ist ein unglaublich bereichernder Aufenthalt für mich hier! Dennoch freue ich mich auch, ab Juli wieder im Rhein-Main-Gebiet zu sein.

Herzliche Grüße aus Jerusalem!

Ihr und Euer Enrico Wagner

Kinder-Musical-Tage in Herz Jesu

„Sei mutig, du bist nicht allein!“ 

Kinder-Musical-Tage in Sonnenberg: Zum Ende der Sommerferien lädt die Pfarrei St. Birgid Kinder zum gemeinsamen Singen, Theaterspielen, Kulissenmalen und Spaß haben ein. Ein nagelneues Kindermusical soll aufgeführt werden, in dem vom mutigen Abraham erzählt wird, der von den anderen oft verspottet wird und dennoch niemals allein ist. Alle Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren sind herzlich eingeladen. Kinder aus Sonnenberg können nach Vereinbarung in der Schulbetreuung beziehungsweise in der Kita abgeholt werden. Herzlich willkommen sind auch Eltern und Freiwillige, die beim Malen, Basteln und Kostüme vorbereiten helfen.

Leitung: Bettina Toennesen-Hoffmann und Roman Bär, Di/Mi/Do, 6./7./8.8., 14.30 – 17.30 Uhr, Gemeindezentrum Herz Jesu Sonnenberg, König-Adolf-Straße 12, Aufführung So 11.8. 11 Uhr in der Kirche Herz Jesu, Schuppstraße 21, Kostenbeitrag für Leckereien und Getränke: 5 Euro. Um vorherige Anmeldung bis zum 27. Juni im Zentralen Pfarrbüro ( oder Telefon 061 22-58 86 70) wird gebeten.