#MenschenWürdeSchützen

Dem Appell #MenschenWürdeSchützen hat sich die Pfarrei St. Birgid angeschlossen.

Die Unterzeichnenden fordern die Hessische Landesregierung auf:

“Schaffen Sie mit einem dauerhaften Landesaufnahmeprogramm sichere
und legale Zugangswege und eine Lebensperspektive für jährlich mindestens
1.500 besonders verletzliche Flüchtlinge aus Flüchtlingslagern!
Ermöglichen Sie, dass Menschen aus den griechischen Flüchtlingslagern,
die familiäre Beziehungen in Hessen haben, kurzfristig aufgenommen werden!
Setzen Sie alle Hebel in Bewegung, damit die Bundesregierung endlich ein
dauerhaftes Aufnahmeprogramm auflegt und zwar für im Mittelmeer aus
Seenot gerettete Personen, für allein reisende Kinder und kranke Kinder mit
ihren Familien in griechischen Flüchtlingslagern. Setzen Sie ein Zeichen, indem
Sie der Bundesregierung zusagen, im Rahmen eines solchen Programms
pro Jahr mindestens 300 Flüchtlinge mehr aufzunehmen, als Sie
es nach dem innerdeutschen Verteilmechanismus (Königsteiner Schlüssel)
eigentlich müssen!
Menschlichkeit und Solidarität haben in Hessen eine lange Tradition. Die Menschen,
für die wir uns mit diesen Forderungen einsetzen, brauchen beides –
JETZT!”

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen appelliert mit 143 weiteren
hessischen und bundesweiten Organisationen an die Landesregierung:
“Lassen Sie Worten Taten folgen. Schaffen Sie ein Landesaufnahmeprogramm
für Flüchtlinge in Not.”
Mit dem Appell #MenschenWürdeSchützen richten sich die Liga der Freien Wohlfahrtspflege,
die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche
von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche im Rheinland, das Bistum
Limburg, der DGB Hessen-Thüringen, der Hessische Flüchtlingsrat, die Arbeitsgemeinschaft
der Ausländerbeiräte in Hessen, Amnesty International, Pro Asyl und
medico international sowie mehr als 130 weitere bundesweite und hessische Organisationen
an die hessische Landesregierung. Auch die Oberbürgermeister von
Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg, Wiesbaden und die Landräte der Landkreise
Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie weitere kommunal Verantwortliche
haben den Appell unterschrieben.
„Gerade einmal 47 Kinder und Jugendliche hat Deutschland aus den Lagern der
griechischen Inseln aufgenommen, davon sechs das Land Hessen. Viele von ihnen
hätten ohnehin einen Rechtsanspruch zum Familiennachzug gehabt. Die Landesregierung
muss angesichts der katastrophalen Situation in den Lagern in Griechenland,
Libyen und anderen afrikanischen Ländern jetzt selbst handeln. Andere Bundesländer
tun es schon. Auch in Hessen sind viele Städte und Landkreise bereit,
diese Menschen in Not aufzunehmen,“ sagt Dr. Yasmin Alinaghi, Vorstandsvorsitzende
der Liga Hessen.
Die Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland geht stetig zurück. In Hessen wurden
im April 2020 nur 162 Schutzsuchende registriert. Im März waren es 450, im
Februar 684 und im Januar 756.