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Katholiken haben neue Vertretung gewählt

Peter-Felix Ruelius ist neuer Vorsitzender der Stadtversammlung Wiesbaden

Peter-Felix Ruelius

Die rund 52 000 Katholiken in Wiesbaden haben eine neue Vertretung gegenüber Politik und Öffentlichkeit: In der konstituierenden Sitzung der Stadtversammlung der Wiesbadener Katholiken haben die Delegierten den Theologen Peter-Felix Ruelius für die kommenden vier Jahre zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreterin ist die Journalistin Christina Kahlen-Pappas. Beide kommen aus der Pfarrei St. Peter und Paul. Ruelius tritt damit die Nachfolge von Wolfgang Scholl an, der in der zurückliegenden Wahlperiode den Vorsitz innehatte.

Dr. Peter-Felix Ruelius, geboren 1964, leitet den Zentralbereich Christliche Unternehmenskultur und Ethik bei der BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier e.V.). Als Supervisor und Coach begleitet er Menschen in ihren beruflichen Herausforderungen. Vorher war er fünfzehn Jahre Religionslehrer in Fulda und arbeitete mehrere Jahre in der Lehrerfortbildung. Weitere Mitglieder im Vorstand der Stadtversammlung sind Andreas Gref (St. Bonifatius) und Dr. Detlev Dietz (St. Birgid).

Die Stadtversammlung ist die synodal gewählte Vertretung der Katholiken in Wiesbaden. Aus den 23 Kirchorten der Wiesbadener Pfarreien St. Bonifatius, St. Birgid und St. Peter und Paul wird je ein Vertreter in die Stadtversammlung entsendet, außerdem sind die muttersprachlichen Gemeinden, katholische Verbände und Einrichtungen in dem Gremium vertreten.

Text: Barbara Reichwein/Foto: Privat

#MenschenWürdeSchützen

Dem Appell #MenschenWürdeSchützen hat sich die Pfarrei St. Birgid angeschlossen.

Die Unterzeichnenden fordern die Hessische Landesregierung auf:

“Schaffen Sie mit einem dauerhaften Landesaufnahmeprogramm sichere
und legale Zugangswege und eine Lebensperspektive für jährlich mindestens
1.500 besonders verletzliche Flüchtlinge aus Flüchtlingslagern!
Ermöglichen Sie, dass Menschen aus den griechischen Flüchtlingslagern,
die familiäre Beziehungen in Hessen haben, kurzfristig aufgenommen werden!
Setzen Sie alle Hebel in Bewegung, damit die Bundesregierung endlich ein
dauerhaftes Aufnahmeprogramm auflegt und zwar für im Mittelmeer aus
Seenot gerettete Personen, für allein reisende Kinder und kranke Kinder mit
ihren Familien in griechischen Flüchtlingslagern. Setzen Sie ein Zeichen, indem
Sie der Bundesregierung zusagen, im Rahmen eines solchen Programms
pro Jahr mindestens 300 Flüchtlinge mehr aufzunehmen, als Sie
es nach dem innerdeutschen Verteilmechanismus (Königsteiner Schlüssel)
eigentlich müssen!
Menschlichkeit und Solidarität haben in Hessen eine lange Tradition. Die Menschen,
für die wir uns mit diesen Forderungen einsetzen, brauchen beides –
JETZT!”

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen appelliert mit 143 weiteren
hessischen und bundesweiten Organisationen an die Landesregierung:
“Lassen Sie Worten Taten folgen. Schaffen Sie ein Landesaufnahmeprogramm
für Flüchtlinge in Not.”
Mit dem Appell #MenschenWürdeSchützen richten sich die Liga der Freien Wohlfahrtspflege,
die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche
von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche im Rheinland, das Bistum
Limburg, der DGB Hessen-Thüringen, der Hessische Flüchtlingsrat, die Arbeitsgemeinschaft
der Ausländerbeiräte in Hessen, Amnesty International, Pro Asyl und
medico international sowie mehr als 130 weitere bundesweite und hessische Organisationen
an die hessische Landesregierung. Auch die Oberbürgermeister von
Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg, Wiesbaden und die Landräte der Landkreise
Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie weitere kommunal Verantwortliche
haben den Appell unterschrieben.
„Gerade einmal 47 Kinder und Jugendliche hat Deutschland aus den Lagern der
griechischen Inseln aufgenommen, davon sechs das Land Hessen. Viele von ihnen
hätten ohnehin einen Rechtsanspruch zum Familiennachzug gehabt. Die Landesregierung
muss angesichts der katastrophalen Situation in den Lagern in Griechenland,
Libyen und anderen afrikanischen Ländern jetzt selbst handeln. Andere Bundesländer
tun es schon. Auch in Hessen sind viele Städte und Landkreise bereit,
diese Menschen in Not aufzunehmen,“ sagt Dr. Yasmin Alinaghi, Vorstandsvorsitzende
der Liga Hessen.
Die Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland geht stetig zurück. In Hessen wurden
im April 2020 nur 162 Schutzsuchende registriert. Im März waren es 450, im
Februar 684 und im Januar 756.

Neuer PGR steckt sich Ziele

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Gemeinsam auf den Weg begab sich der neue Pfarrgemeinderat (PGR) zum Jahresbeginn. Das ist zum einen wörtlich zu nehmen, da die frisch gewählten PGR-Mitglieder mit dem Pastoralteam ein Wochenende im Tagungshaus Berg Moriah in Simmern verbrachten, um einander besser kennenzulernen. Zum anderen wurden gemeinsame Ziele vereinbart, Arbeitsgruppen gegründet und geplant. „Es ist unfassbar, was ihr da macht“, kommentierte Dorothee Heinrichs, Geschäftsführerin des Diözesansynodalamts und des Diözesansynodalrats, begeistert das Engagement der stimmberechtigten und beratenden PGR-Mitglieder. Heinrichs begleitete die Gruppe durch das Wochenende und lobte die Produktivität der neuen Gemeinschaft.

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Nach der Vorstellungsrunde, in der auch die Kirchorte präsentiert wurden, erarbeiteten die PGR-Mitglieder im Rahmen eines World-Cafés die wichtigsten Themen der nächsten Zeit. Im Anschluss wurden drei Arbeitsgruppen gegründet – zur Bischofsvisitation im Juni, zum Synodalen Weg und zum Kirchenneubau in Delkenheim. Es ging aber auch unter anderem  um die Fragen „Was zeichnet uns aus?“, „Was ist wichtig?“ und „Welchen Eindruck wollen wir auf keinen Fall machen?“. Vor allem möchte das Gremium eins – erlebbar und spürbar in der Pfarrei sein.

Gemeinsam feierte die Gruppe an dem Wochenende einen Gottesdienst.

Text: Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Lioba Czichos und Frank Schindling

Verabschiedung von Christine Klaus und dem PGR

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„Du bist begeistert und hast uns mit deiner Begeisterung angesteckt“, mit diesen Worten dankte Elli Einig vom Kirchort St. Elisabeth Christine Klaus für ihr langjähriges Engagement im Pfarrgemeinderat (PGR) – erst in Auringen, dann als PGR-Vorsitzende in der Pfarrei St. Birgid. Klaus habe nicht nur den Übergang begleitet, sondern auch alles zusammengebracht und -gehalten und immer über Grenzen hinweg agiert.

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Gleich zu Beginn des Gottesdienstes in St. Elisabeth Auringen dankte auch Pfarrer Schindling dem scheidenden Pfarrgemeinderat. Der Advent sei eine Zeit der Erwartung, in der man zurück und nach vorne schaue. „Das passt zum heutigen Tag“, so der Pfarrer. In seiner Predigt ging er auf Johannes, den Täufer, ein, der ein Rufer in der Wüste gewesen sei und in schwieriger Zeit dem Herrn den Weg gebahnt und viel erreicht habe. Auch die PGR-Mitglieder seien Rufer wie Johannes der Täufer. „Ohne euch wär es nicht gegangen“, so Schindling.

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Augenzwinkernd stellten er und die Pastoralteamer die unterschiedlichen Typen im PGR vor, denn jede und jeder bringe einzigartige Fähigkeiten mit. Da gebe es die Stillen, die Lauten, die Vorsichtigen, die optisch Auffälligen, die Mutigen und die Querrufer. „Wir alle bleiben Ruferinnen und Rufer, um dem Herrn den Weg zu bereiten“, schloss der Pfarrer seine Predigt. Musikalisch gestaltete der „Offene Chor“ unter der Leitung von Bernhard Einig die Messe. Voller Verve aber auch mit Feinsinn und Sensibilität überzeugten die Sängerinnen und Sänger.

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Im Anschluss gab es für die scheidenden PGR-Mitglieder langstielige Rosen und für Christine Klaus einen Blumenstrauß. Da Klaus im neuen PGR nicht mehr mit dabei ist, dankten ihr zahlreiche Gemeindegruppen persönlich und überreichten ihr mit netten Worten nützliche Geschenke für den „Ruhestand“. Sie habe sich immer als Teamer verstanden, dankte Klaus sichtlich gerührt allen Anwesenden. „Ich glaube im Miteinander liegt ein Mehrwert. In Gemeinschaft macht es einfach Spaß mit Gott als Fundament“, so Klaus.

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Danach gab es noch einen Empfang im Gemeindezentrum und die Eine-Welt-Gruppe verkaufte fair gehandelte Waren.

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Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Neuer Pfarrgemeinderat für St. Birgid

Spannender Wahlabend: Zur Bekanntgabe des Wahlergebnisses waren viele Kandidaten und Gemeindemitglieder nach Christ König gekommen.

Spannender Wahlabend: Zur Bekanntgabe des Wahlergebnisses waren viele Kandidaten und Gemeindemitglieder nach Christ König gekommen.

Als nach 18 Uhr das Wahlergebnis im Gemeindesaal in Christ König Nordenstadt verkündet wurde, waren alle Tische besetzt, fast alle Kandidaten anwesend und die Stimmung gut. Zuvor hatte Pfarrer Frank Schindling allen Bewerbern für ihr Kandidatur gedankt. Zudem lud er die Kandidaten, die nicht gewählt wurden, ein, die Ortsausschüsse zu stärken und dem Pfarrgemeinderat beratend zur Seite zu stehen.

Die Wahlbeteiligung lag mit 13,23 Prozent einen halben Prozentpunkt höher als beim letzten Mal (2015: 12,78 Prozent). Fast alle stimmberechtigten Gemeindemitglieder nutzten die Möglichkeit der Briefwahl vorab; das am Vormittag in Bierstadt geöffnete Wahlbüro wurde nur von einer Handvoll Leute besucht.

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Dank der guten Vorbereitung durch den Wahlvorstand um Bürokoordinatorin Regine Wagner, Gemeindemitglied Johannes Wolf und Gemeindereferent Johannes Mockenhaupt konnte bereits gegen 14 Uhr in Nordenstadt mit der Auszählung begonnen werden. 32 Helfer durch alle Altersklassen – darunter Gemeindemitglieder, Sekretärinnen und Pastoralteamer – zählten knapp vier Stunden lang die Stimmzettel aus.

Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse wurde den Gewählten herzlich gratuliert und mit Sekt auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit angestoßen.

 

Wahlergebnis der Pfarrei St. Birgid

(Stimmberechtigte Mitglieder in fett)

Christ König Nordenstadt                                       

1                                         Claudia Amthor       

2                                         Dr. Gerhard Lotz      

3                                         Armin Hellinger       

4                                         Alexandra Chytry    

5                                         Stefan Gräfe             

6                                         Verena Riehl             

7                                         Thomas Hucke          

8                                         Bernhard Reinke       

St. Birgid Bierstadt                                             

1                                         Samuel Katzenbach 

2                                         Dr. Astrid Scheit      

3                                         Sebastian Eichentopf 

4                                         Patricia Püschel        

5                                         Olga Löhr                  

6                                         Birgid Meßwarb       

Herz Jesu Sonnenberg                                          

1                                         Peter Gottschall      

2                                         Christiane Kühl        

3                                         Lioba Czichos           

4                                         Jutta Jünger              

5                                         Markus Greving        

St. Elisabeth Auringen                                         

1                                         Florian Fauth           

2                                         Karolina Kettler       

3                                         Anne-Cathrin Hein  

4                                         Simon Broll               

5                                         Marco Gasparini       

Maria Aufnahme Erbenheim                                  

1                                         Silvio Lange              

2                                         Monika Zöll              

3                                         Peter Winter            

4                                         Dr. Wolfgang Kruse  

5                                         Inga Maria Heller     

 

Wahlbeteiligung: 13,23 Prozent (2015: 12,78)

Stimmberechtigt: 11410 (2015: 12085)

Abgegebene Stimmen: 1510 (2015: 1544)

Fotos: Eva-Maria Brenneisen/Text: Anne Goerlich-Baumann

Gutes Klima fürs Ehrenamt

“Mitmachen kann ich jedem nur empfehlen”: Die Wiesbadenerin Christine Klaus engagiert sich seit vielen Jahren in den Kirchengremien
christine-klaus-aur-b14980In der katholischen Kirche im Bistum Limburg ist gerade „ein gutes Klima fürs Ehrenamt“. Davon ist jedenfalls Christine Klaus überzeugt. Die Wiesbadenerin, die im Engagement in den Gremien der Kirchengemeinden „eine große Chance“ sieht, weiß, wovon sie spricht. Seit 16 Jahren ist sie hier selbst aktiv, im Ortsausschuss von St. Elisabeth in Auringen, im Verwaltungsrat, seit 2015 als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates (PGR) von St. Birgid, darüber hinaus in Projektgruppen und Initiativen. Für die jetzt im November anstehenden PGR-Wahlen kandidiert die 63-Jährige nicht mehr. Ihr Votum fürs Mitmachen aber fällt eindeutig aus: „Ich kann es jedem nur empfehlen.“
Eingebunden sein, ernstgenommen werden, mitgestalten können: All das sind für sie gute Argumente für die Gremienarbeit, in der sich manches verändert habe: „Ich bin als Ehrenamtliche selbstbewusster geworden“. Immerhin könne Kirche ohne Ehrenamt nicht funktionieren. „Ich glaube einfach, dass wir miteinander stärker sind und mehr erreichen können“, meint sie. Dabei geht es ihr ausdrücklich auch darum, gemeinsam als Kirche wieder glaubwürdiger zu sein. Mit Kritik und Gegenwind gelassen umzugehen, gehört für die pensionierte Kriminalbeamtin dazu. Natürlich sei es manchmal bitter gewesen, wenn Berufskollegen ihren Einsatz mit der Gegenfrage: „Für diesen Verein engagierst Du Dich?“ kommentiert hätten. Sie habe immer ganz pragmatisch mit dem Verweis auf „ihre“ Pfarrei geantwortet, in der es einfach gut laufe.
Zugleich aber wünscht sie sich auch selbst viel Veränderung in der katholischen Kirche. Dass sie die Möglichkeiten dafür lediglich auf Pfarrei- und gerade noch Bistumsebene verortet, hängt nach ihrer eigenen Einschätzung mit ihrer realistischen Grundeinstellung zusammen. Im Kleinen etwas anstoßen, es vor Ort „christlich hinbekommen“, das erscheine ihr heute viel, auch wenn sie weiterhin denkt, dass man die ganze Welt mit der christlichen Überzeugung ein wenig zum Guten hin verändern könnte.
Wer sich engagieren wolle, muss nach ihrer Erfahrung diskussionsbereit sein und unterschiedliche Meinungen aushalten: „Das ist nicht alles immer nur nett“, stellt sie nüchtern fest. Und noch etwas räumt sie ein: „Um ehrlich zu sein: Man braucht auch Zeit!“ Sie habe sich die Zeit genommen, „weil mir die Kirche, der Kirchort, der Glaube wichtig sind.“ Auf dem anderen Teil der Waagschale liege dafür ein großer persönlicher Gewinn: Viele Kontakte, gute Begegnungen mit anderen Menschen, das Miteinander von Ehren- und Hauptamtlichen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben. „Herausfordernd und spannend“: So beschreibt sie die vergangenen Jahre, in denen sie meistens mit Freude, immer aber mit Überzeugung dabei gewesen sei. Jetzt hofft sie auf jüngere Mitstreiter: „Ein gutes Team braucht erfahrene, aber vor allem auch junge Menschen, die neue Perspektiven aufzeigen.“
Ihre eigene Perspektive will die Mutter zweier erwachsener Töchter weiterhin miteinbringen, in Zukunft dann außerhalb der Gremien in verschiedenen Gruppen und Kreisen. Und vielleicht doch ein wenig mehr Zeit haben für Enkelkinder und Freunde, für Theater und Reisen.
Die Pfarrgemeinderatswahlen am 9./10. November im Bistum Limburg stehen unter dem Motto „Kirche gemeinsam gestalten.“

Text: Barbara Reichwein/Foto: Bistum Limburg

Das Große Dienstgespräch – gestärkt weiter machen

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gd-klausur-8-b13916„Ich bin beeindruckt, wie gut es bereits läuft, und wie sehr wir schon auf dem gemeinsamen Weg sind“, lautete das Fazit eines Teilnehmers bei der Klausurtagung des Großen Dienstgesprächs im Haus Berg Moriah bei Simmern. Anderthalb Tage lang hatten es sich Ehrenamtliche und Hauptamtliche der Pfarrei St. Birgid zur Aufgabe gemacht, die bisherige Arbeit des Großen Dienstgesprächs zu bewerten und konkret einen Leitfaden sowie eine Präambel für den zukünftigen Weg zu formulieren. Beides gelang in der kurzen, aber doch sehr intensiven Zeit – vor allem dank der beiden Moderatoren, die von Bistumsseite das Vorhaben unterstützten: Dorothee Heinrichs, Geschäftsführerin des Diözesansynodalamts und des Diözesansynodalrats, begleitete die Gruppe durch den ersten Abend; den zweiten Tag moderierte Martin Klaedtke, Koordinator im Team Kirchenentwicklung.

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gd-klausur-5-b13916 „Ich glaube, dass Sie für sich schon eine gute Arbeitsweise gefunden haben“, resümierte Heinrichs am ersten Abend, an dem Schlagworte wie „große Offenheit“, „Zeit haben“, „Vielfalt“ und „aktive Zusammenarbeit“ fielen. Nachdem die Abläufe und die Zusammensetzung des Großen Dienstgesprächs beleuchtet und Ziele formuliert worden waren, wird Heinrichs nun eine Geschäftsordnung für das Gremium entwerfen. „Es geht hier um die Ausgestaltung bei etwas, das gut läuft“, so die Moderatorin.

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gd-klausur-6-b13916Auf den Weg zu einem Leitbild führte Klaedtke die Gruppe am nächsten Tag. Mit den Mitgliedern des Großen Dienstgesprächs arbeitete er Stärken und Chancen aber auch Schwächen und Bedrohungen heraus. Auch ging es um eine Zukunftsvision der Pfarrei. Die Ergebnisse mündeten am Ende der Klausur in der Formulierung eines Präambelentwurfs, in dem es unter anderem heißt: „In St. Birgid wollen wir gemeinsam leiten und Partizipation ernst nehmen, die zu besprechenden Punkte aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. In diesem Miteinander liegt ein Mehrwert, wir erreichen mehr, und auf Augenhöhe macht es Freude. Ziel ist es gemeinsam Kirche auszustrahlen.“

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 Das Große Dienstgespräch

Alle vier Wochen findet in St. Birgid ein großes Dienstgespräch statt, an dem neben den Vorstandsmitgliedern des Pfarrgemeinderats und den Pastoralteammitgliedern auch Ehrenamtliche aus den verschiedensten Bereichen, die Kita-Leitungen, die Kirchenmusiker und Mitglieder der Verwaltung eingebunden sind. Begonnen wird jedes Treffen mit der Feier der Abendmesse, danach wird gemeinsam besprochen, was für die Pfarrei wichtig ist – um echte Partizipation zu ermöglichen.

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann