Schlagwort-Archive: Gremien

Gremien tagen erstmals wieder in St. Birgid

Unter strengen Hygiene- und Nutzungsauflagen kamen erstmals seit Ausbruch der Pandemie verschiedene Gremien der Pfarrei St. Birgid zusammen. Den Auftakt machte der Verwaltungsrat, es folgten das Große Dienstgespräch und der Pfarrgemeinderat. Auch die Firmvorbereitung, die um ein Jahr verlängert wurde, startet im September mit neuen Angeboten für die Jugendlichen.

Beraten wurde unter anderem, welche Angebote für Familien und Senioren künftig möglich sein werden, wie die Erstkommunionvorbereitung gestaltet werden kann und wie Weihnachten unter Corona-Bedingungen gefeiert werden soll. „Es ist schön, endlich wieder zusammenkommen“, begrüßte Pfarrer Frank Schindling die Haupt- und Ehrenamtlichen, den Bezirkskantor und Vertreterinnen der Kitas und der Schulen beim Großen Dienstgespräch im Gemeindesaal in St. Birgid Bierstadt.

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Vorstand der Stadtversammlung zur aktuellen Instruktion aus Rom

Hoffnung auf Reformen erschüttert

„Enttäuscht und besorgt“ haben sich die Mitglieder des Vorstandes der Stadtversammlung der Wiesbadener Katholiken zur jüngst veröffentlichten Instruktion der Kleruskongregation geäußert. Das Papier zementiere die bekannten Verbote und Machtverteilungen, heißt es in einer unter dem Titel “Reformen statt Rückschritt” veröffentlichten Stellungnahme. Die Vehemenz, mit der auf die untergeordnete Stellung nichtgeweihter Gläubiger hingewiesen werde, habe „unsere Hoffnung auf dringend notwendige Reformen in unserer Kirche und ihren Leitungsstrukturen stark erschüttert“. Zum Vorstand der Stadtversammlung gehören der Vorsitzende Peter-Felix Ruelius, seine Stellvertreterin Christina Kahlen-Pappas sowie Dr. Detlev Dietz und Andreas Gref.
Die überdeutliche Betonung der alleinigen Leitungsfunktion der Pfarrer stelle die „unermüdliche tagtägliche Arbeit so vieler Frauen und Männer, die Verantwortung in den Wiesbadener Pfarreien übernehmen, ins Abseits“. Viele in der Kirche engagierte Menschen könnten sich nunmehr enttäuscht und frustriert abwenden, befürchtet der Vorstand. Dass allein die Priester die Leitenden und die Laien die Gehorchenden seien, entspreche „weder dem Selbstverständnis der Menschen in unserer Stadt noch der Lebenswirklichkeit in unseren Pfarreien.“ Das in den Pfarreien gewachsene „Wir“ werde mit diesen „rückwärtsgewandten Handlungsanweisungen“ auf eine harte Probe gestellt.
Das Vorstands-Team setze sich dafür ein, dass der in Wiesbaden hoffnungsvoll beschrittene Weg des Miteinanders nicht mit der Instruktion aus Rom ende und vertraue auf den Mut aller Gläubigen, „die mit uns nach Reformen in unserer Kirche streben“, heißt es in der Stellungnahme. Dabei werde auch auf die gegenseitige Unterstützung aller Priester und des Bischofs gesetzt.
Die römische Instruktion über die Zukunft der Pfarrgemeinden war Ende Juli unter dem Titel “Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche” veröffentlicht worden.

Die Stadtversammlung ist die synodal gewählte Vertretung der rund 52.000 Katholiken in Wiesbaden. Aus den 23 Kirchorten der Wiesbadener Pfarreien St. Bonifatius, St. Birgid und St. Peter und Paul wird je ein Vertreter in die Stadtversammlung entsendet, außerdem sind die muttersprachlichen Gemeinden, katholische Verbände und Einrichtungen in dem Gremium vertreten.

Die Stellungnahme im Wortlaut: Wi_Stellungnahme des Vorstandes der Wiesbadener SV der Katholiken zur Instruktion aus Rom

Text: Barbara Reichwein (Bistum Limburg)

Katholiken haben neue Vertretung gewählt

Peter-Felix Ruelius ist neuer Vorsitzender der Stadtversammlung Wiesbaden

Peter-Felix Ruelius

Die rund 52 000 Katholiken in Wiesbaden haben eine neue Vertretung gegenüber Politik und Öffentlichkeit: In der konstituierenden Sitzung der Stadtversammlung der Wiesbadener Katholiken haben die Delegierten den Theologen Peter-Felix Ruelius für die kommenden vier Jahre zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreterin ist die Journalistin Christina Kahlen-Pappas. Beide kommen aus der Pfarrei St. Peter und Paul. Ruelius tritt damit die Nachfolge von Wolfgang Scholl an, der in der zurückliegenden Wahlperiode den Vorsitz innehatte.

Dr. Peter-Felix Ruelius, geboren 1964, leitet den Zentralbereich Christliche Unternehmenskultur und Ethik bei der BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier e.V.). Als Supervisor und Coach begleitet er Menschen in ihren beruflichen Herausforderungen. Vorher war er fünfzehn Jahre Religionslehrer in Fulda und arbeitete mehrere Jahre in der Lehrerfortbildung. Weitere Mitglieder im Vorstand der Stadtversammlung sind Andreas Gref (St. Bonifatius) und Dr. Detlev Dietz (St. Birgid).

Die Stadtversammlung ist die synodal gewählte Vertretung der Katholiken in Wiesbaden. Aus den 23 Kirchorten der Wiesbadener Pfarreien St. Bonifatius, St. Birgid und St. Peter und Paul wird je ein Vertreter in die Stadtversammlung entsendet, außerdem sind die muttersprachlichen Gemeinden, katholische Verbände und Einrichtungen in dem Gremium vertreten.

Text: Barbara Reichwein/Foto: Privat

#MenschenWürdeSchützen

Dem Appell #MenschenWürdeSchützen hat sich die Pfarrei St. Birgid angeschlossen.

Die Unterzeichnenden fordern die Hessische Landesregierung auf:

“Schaffen Sie mit einem dauerhaften Landesaufnahmeprogramm sichere
und legale Zugangswege und eine Lebensperspektive für jährlich mindestens
1.500 besonders verletzliche Flüchtlinge aus Flüchtlingslagern!
Ermöglichen Sie, dass Menschen aus den griechischen Flüchtlingslagern,
die familiäre Beziehungen in Hessen haben, kurzfristig aufgenommen werden!
Setzen Sie alle Hebel in Bewegung, damit die Bundesregierung endlich ein
dauerhaftes Aufnahmeprogramm auflegt und zwar für im Mittelmeer aus
Seenot gerettete Personen, für allein reisende Kinder und kranke Kinder mit
ihren Familien in griechischen Flüchtlingslagern. Setzen Sie ein Zeichen, indem
Sie der Bundesregierung zusagen, im Rahmen eines solchen Programms
pro Jahr mindestens 300 Flüchtlinge mehr aufzunehmen, als Sie
es nach dem innerdeutschen Verteilmechanismus (Königsteiner Schlüssel)
eigentlich müssen!
Menschlichkeit und Solidarität haben in Hessen eine lange Tradition. Die Menschen,
für die wir uns mit diesen Forderungen einsetzen, brauchen beides –
JETZT!”

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen appelliert mit 143 weiteren
hessischen und bundesweiten Organisationen an die Landesregierung:
“Lassen Sie Worten Taten folgen. Schaffen Sie ein Landesaufnahmeprogramm
für Flüchtlinge in Not.”
Mit dem Appell #MenschenWürdeSchützen richten sich die Liga der Freien Wohlfahrtspflege,
die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche
von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche im Rheinland, das Bistum
Limburg, der DGB Hessen-Thüringen, der Hessische Flüchtlingsrat, die Arbeitsgemeinschaft
der Ausländerbeiräte in Hessen, Amnesty International, Pro Asyl und
medico international sowie mehr als 130 weitere bundesweite und hessische Organisationen
an die hessische Landesregierung. Auch die Oberbürgermeister von
Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg, Wiesbaden und die Landräte der Landkreise
Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie weitere kommunal Verantwortliche
haben den Appell unterschrieben.
„Gerade einmal 47 Kinder und Jugendliche hat Deutschland aus den Lagern der
griechischen Inseln aufgenommen, davon sechs das Land Hessen. Viele von ihnen
hätten ohnehin einen Rechtsanspruch zum Familiennachzug gehabt. Die Landesregierung
muss angesichts der katastrophalen Situation in den Lagern in Griechenland,
Libyen und anderen afrikanischen Ländern jetzt selbst handeln. Andere Bundesländer
tun es schon. Auch in Hessen sind viele Städte und Landkreise bereit,
diese Menschen in Not aufzunehmen,“ sagt Dr. Yasmin Alinaghi, Vorstandsvorsitzende
der Liga Hessen.
Die Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland geht stetig zurück. In Hessen wurden
im April 2020 nur 162 Schutzsuchende registriert. Im März waren es 450, im
Februar 684 und im Januar 756.

Neuer PGR steckt sich Ziele

pgr-1-b15505

Gemeinsam auf den Weg begab sich der neue Pfarrgemeinderat (PGR) zum Jahresbeginn. Das ist zum einen wörtlich zu nehmen, da die frisch gewählten PGR-Mitglieder mit dem Pastoralteam ein Wochenende im Tagungshaus Berg Moriah in Simmern verbrachten, um einander besser kennenzulernen. Zum anderen wurden gemeinsame Ziele vereinbart, Arbeitsgruppen gegründet und geplant. „Es ist unfassbar, was ihr da macht“, kommentierte Dorothee Heinrichs, Geschäftsführerin des Diözesansynodalamts und des Diözesansynodalrats, begeistert das Engagement der stimmberechtigten und beratenden PGR-Mitglieder. Heinrichs begleitete die Gruppe durch das Wochenende und lobte die Produktivität der neuen Gemeinschaft.

pgr-2-b15505

Nach der Vorstellungsrunde, in der auch die Kirchorte präsentiert wurden, erarbeiteten die PGR-Mitglieder im Rahmen eines World-Cafés die wichtigsten Themen der nächsten Zeit. Im Anschluss wurden drei Arbeitsgruppen gegründet – zur Bischofsvisitation im Juni, zum Synodalen Weg und zum Kirchenneubau in Delkenheim. Es ging aber auch unter anderem  um die Fragen „Was zeichnet uns aus?“, „Was ist wichtig?“ und „Welchen Eindruck wollen wir auf keinen Fall machen?“. Vor allem möchte das Gremium eins – erlebbar und spürbar in der Pfarrei sein.

Gemeinsam feierte die Gruppe an dem Wochenende einen Gottesdienst.

Text: Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Lioba Czichos und Frank Schindling

Verabschiedung von Christine Klaus und dem PGR

verabschiedung-06-aur-b15191

„Du bist begeistert und hast uns mit deiner Begeisterung angesteckt“, mit diesen Worten dankte Elli Einig vom Kirchort St. Elisabeth Christine Klaus für ihr langjähriges Engagement im Pfarrgemeinderat (PGR) – erst in Auringen, dann als PGR-Vorsitzende in der Pfarrei St. Birgid. Klaus habe nicht nur den Übergang begleitet, sondern auch alles zusammengebracht und -gehalten und immer über Grenzen hinweg agiert.

verabschiedung-04-aur-b15191

Gleich zu Beginn des Gottesdienstes in St. Elisabeth Auringen dankte auch Pfarrer Schindling dem scheidenden Pfarrgemeinderat. Der Advent sei eine Zeit der Erwartung, in der man zurück und nach vorne schaue. „Das passt zum heutigen Tag“, so der Pfarrer. In seiner Predigt ging er auf Johannes, den Täufer, ein, der ein Rufer in der Wüste gewesen sei und in schwieriger Zeit dem Herrn den Weg gebahnt und viel erreicht habe. Auch die PGR-Mitglieder seien Rufer wie Johannes der Täufer. „Ohne euch wär es nicht gegangen“, so Schindling.

verabschiedung-03-aur-b15191

Augenzwinkernd stellten er und die Pastoralteamer die unterschiedlichen Typen im PGR vor, denn jede und jeder bringe einzigartige Fähigkeiten mit. Da gebe es die Stillen, die Lauten, die Vorsichtigen, die optisch Auffälligen, die Mutigen und die Querrufer. „Wir alle bleiben Ruferinnen und Rufer, um dem Herrn den Weg zu bereiten“, schloss der Pfarrer seine Predigt. Musikalisch gestaltete der „Offene Chor“ unter der Leitung von Bernhard Einig die Messe. Voller Verve aber auch mit Feinsinn und Sensibilität überzeugten die Sängerinnen und Sänger.

verabschiedung-01-aur-b15191

verabschiedung-02-aur-b15191

Im Anschluss gab es für die scheidenden PGR-Mitglieder langstielige Rosen und für Christine Klaus einen Blumenstrauß. Da Klaus im neuen PGR nicht mehr mit dabei ist, dankten ihr zahlreiche Gemeindegruppen persönlich und überreichten ihr mit netten Worten nützliche Geschenke für den „Ruhestand“. Sie habe sich immer als Teamer verstanden, dankte Klaus sichtlich gerührt allen Anwesenden. „Ich glaube im Miteinander liegt ein Mehrwert. In Gemeinschaft macht es einfach Spaß mit Gott als Fundament“, so Klaus.

verabschiedung-07-aur-b15191 verabschiedung-09-aur-b15191
verabschiedung-05-aur-b15191 verabschiedung-08-aur-b15191

Danach gab es noch einen Empfang im Gemeindezentrum und die Eine-Welt-Gruppe verkaufte fair gehandelte Waren.

verabschiedung-10-aur-b15191

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Neuer Pfarrgemeinderat für St. Birgid

Spannender Wahlabend: Zur Bekanntgabe des Wahlergebnisses waren viele Kandidaten und Gemeindemitglieder nach Christ König gekommen.

Spannender Wahlabend: Zur Bekanntgabe des Wahlergebnisses waren viele Kandidaten und Gemeindemitglieder nach Christ König gekommen.

Als nach 18 Uhr das Wahlergebnis im Gemeindesaal in Christ König Nordenstadt verkündet wurde, waren alle Tische besetzt, fast alle Kandidaten anwesend und die Stimmung gut. Zuvor hatte Pfarrer Frank Schindling allen Bewerbern für ihr Kandidatur gedankt. Zudem lud er die Kandidaten, die nicht gewählt wurden, ein, die Ortsausschüsse zu stärken und dem Pfarrgemeinderat beratend zur Seite zu stehen.

Die Wahlbeteiligung lag mit 13,23 Prozent einen halben Prozentpunkt höher als beim letzten Mal (2015: 12,78 Prozent). Fast alle stimmberechtigten Gemeindemitglieder nutzten die Möglichkeit der Briefwahl vorab; das am Vormittag in Bierstadt geöffnete Wahlbüro wurde nur von einer Handvoll Leute besucht.

pgr-wahl-1-b15082

Dank der guten Vorbereitung durch den Wahlvorstand um Bürokoordinatorin Regine Wagner, Gemeindemitglied Johannes Wolf und Gemeindereferent Johannes Mockenhaupt konnte bereits gegen 14 Uhr in Nordenstadt mit der Auszählung begonnen werden. 32 Helfer durch alle Altersklassen – darunter Gemeindemitglieder, Sekretärinnen und Pastoralteamer – zählten knapp vier Stunden lang die Stimmzettel aus.

Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse wurde den Gewählten herzlich gratuliert und mit Sekt auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit angestoßen.

 

Wahlergebnis der Pfarrei St. Birgid

(Stimmberechtigte Mitglieder in fett)

Christ König Nordenstadt                                       

1                                         Claudia Amthor       

2                                         Dr. Gerhard Lotz      

3                                         Armin Hellinger       

4                                         Alexandra Chytry    

5                                         Stefan Gräfe             

6                                         Verena Riehl             

7                                         Thomas Hucke          

8                                         Bernhard Reinke       

St. Birgid Bierstadt                                             

1                                         Samuel Katzenbach 

2                                         Dr. Astrid Scheit      

3                                         Sebastian Eichentopf 

4                                         Patricia Püschel        

5                                         Olga Löhr                  

6                                         Birgid Meßwarb       

Herz Jesu Sonnenberg                                          

1                                         Peter Gottschall      

2                                         Christiane Kühl        

3                                         Lioba Czichos           

4                                         Jutta Jünger              

5                                         Markus Greving        

St. Elisabeth Auringen                                         

1                                         Florian Fauth           

2                                         Karolina Kettler       

3                                         Anne-Cathrin Hein  

4                                         Simon Broll               

5                                         Marco Gasparini       

Maria Aufnahme Erbenheim                                  

1                                         Silvio Lange              

2                                         Monika Zöll              

3                                         Peter Winter            

4                                         Dr. Wolfgang Kruse  

5                                         Inga Maria Heller     

 

Wahlbeteiligung: 13,23 Prozent (2015: 12,78)

Stimmberechtigt: 11410 (2015: 12085)

Abgegebene Stimmen: 1510 (2015: 1544)

Fotos: Eva-Maria Brenneisen/Text: Anne Goerlich-Baumann