Schlagwort-Archive: Gut zu wissen

Radeln für ein gutes Klima!

stadtradeln-startseiteUnter dieser Überschrift haben Mitglieder unserer Pfarrei an der Aktion Stadtradeln teilgenommen und drei Wochen lang kräftig für Klimaschutz und ein fahrradfreundliches Wiesbaden in die Pedale getreten. Obwohl der Entschluss zur Teilnahme erst kurzfristig wenige Tage vor Beginn der Aktion fiel, fanden sich doch über 20 hochmotivierte Fahrradfahrer*innen, die insgesamt 5 041 Kilometer erradelten. Stolze 1 031 Kilometer davon stammten allein von Silvio Lange, der seinen täglichen Arbeits-Radweg immer noch um ein paar Umwege kreativ erweiterte. Aber auch alle anderen haben so manche zusätzliche Gelegenheit genutzt, um weitere Kilometer zu sammeln und so das Team St. Birgid im Ranking unter 104 Wiesbadener Gruppen auf den 20. Platz zu bringen.

Letztlich geht es beim Stadtradeln jedoch gar nicht so sehr um Wettbewerb, als vielmehr darum, die Freude am Fahrradfahren zu fördern sowie ein Zeichen für Klimaschutz und fahrradfreundliche Städte zu setzen – und das ist eindrucksvoll gelungen: Bei der bundesweit noch bis Ende September laufenden Aktion wurden Stand Mitte August bereits 60 768 499 Kilometer erradelt, was laut dem Klima-Bündnis als Veranstalter eine rechnerische CO2-Vermeidung von 8 629 Tonnen bedeutet. Und das Team St. Birgid war mit Spaß und Elan dabei! Herzlichen Dank an alle Radler*innen und auf ein Neues im nächsten Jahr!

Text: Jürgen Otto

Wer macht mit beim Stadtradeln?

stadtradeln-startseiteÜber Unterstützung beim Stadtradeln würde sich unsere Pfarrei sehr freuen. Erstmals treten – auf Initiative der AG Ökologie – auch unsere Gemeindemitglieder ordentlich in die Pedale, um für mehr Klimaschutz und Lebensqualität und eine fahrradfreundlichere Stadt Kilometer zu sammeln. Anmelden kann sich jedes Gemeindemitglied unter www.stadtradeln.de. Einfach das Wiesbadener Team St. Birgid auswählen und fleißig mitradeln – vielleicht sogar zum nächstem Gottesdienst.

Ein halbes Jahr Jerusalem

Mein Freiwilligendienst mit Pilgern im Heiligen Land

Grabeskirche und Felsendom

Grabeskirche und Felsendom

Liebe Gemeindemitglieder von St. Birgid,

aus der ganzen Welt kommen Pilger*innen nach Jerusalem. Auch ich habe mich im Januar dorthin aufgemacht, aber nicht (nur) als Pilger…

Enrico Wagner vor der Dormitio

Enrico Wagner vor der Dormitio

Lange war ich, Enrico Wagner aus Sonnenberg, in der Jugendarbeit von Herz Jesu und in der Pfarrei St. Birgid Wiesbaden aktiv; Messdiener, Jugendsprecher, Firmkatechet, Mitglied der Band BON. Nach dem Ende meines Theologiestudiums an der Uni Mainz letztes Jahr habe ich mich für ein sechsmonatiges Volontariat in Jerusalem entschieden, bevor ich im September eine Stelle als Pastoralassistent im Bistum Limburg antreten werde.

Während meines Freiwilligendienstes arbeite ich vor allem in der Cafeteria und im Souvenirladen der Dormitioabtei (manchmal bin ich auch in der Sakristei oder der Bibliothek eingesetzt) und begegne dabei tausenden Pilgern aus aller Welt. Da wird es nie langweilig! Das deutschsprachige Benediktinerkloster liegt auf dem Zionsberg im Herzen dieser verrückten, vielseitigen, heiligen Stadt und bildet den Mittelpunkt meines halben Jahres im Heiligen Land.

Dormitioabtei und Stadtmauer

Dormitioabtei und Stadtmauer

 In der Krypta der Kirche liegt eine Figur der entschlafenen Maria (Dormitio = Entschlafung), denn von hier aus soll die Gottesmutter nach katholischer Tradition im Kreise der Jünger Jesu in den Himmel aufgenommen worden sein (an dieser Stelle sende ich Grüße nach Maria Aufnahme ERB). Direkt gegenüber von unserer Dormitio liegt der Saal des Letzten Abendmahls, in dem auch das Pfingstereignis verortet wird. Auch zur Grabeskirche, dem Ort von Tod und Auferstehung Christi ist es nicht weit. Doch mit diesen zentralen Heiligen Stätten der verschiedensten christlichen Konfessionen ist es noch nicht genug, denn in Jerusalem befinden sich auch die Klagemauer der Juden und die muslimischen Heiligtümer (Felsendom und Al Aqsa-Moschee) auf dem Tempelberg. Ich habe hier mit der Zeit gemerkt: die Heiligen Orte alleine machen nicht heilig. Vielmehr müssen wir Gott und seiner Schöpfung einen Ort in unserem Herzen geben.

Immer wieder erfahre ich hier die faszinierende Vielfalt der Religionen. Es ist wahrhaftig ein „Heiliges Chaos“ zwischen Kippa, Kopftuch, Sonnenhut und Ordensgewand.

Im Garten Getsemani

Im Garten Getsemani

An freien Tagen reise ich gelegentlich durchs Land; im Frühjahr grün und blühend, im Sommer verdorrt zwischen Mittelmeer und Judäischer Wüste. Das Passieren der Checkpoints an der Grenze zu den Palästinensischen Gebieten ist hierbei eines der vielen sichtbaren Zeichen des Konflikts. Im Alltag wissen viele Einheimische die Probleme zu ignorieren, der Tourismus im Heiligen Land boomt, doch trotz alldem ist die Lage zwischen Israelis und Palästinensern festgefahren. Ich wünsche mir Frieden für diesen so schönen Flecken Erde, doch die Gegner dieses Friedens sind stark!

Ein großer Höhepunkt meines Volontariats waren die Kar- und Ostertage, in denen die Stadt besonders voll war, denn die Feierlichkeiten fielen dieses Jahr mit dem jüdischen Pessachfest zusammen. Es war etwas ganz besonderes für mich, diese so zentralen Inhalte unseres christlichen Glaubens an Ort und Stelle zu feiern!

Armenische Jakobskathedrale

Armenische Jakobskathedrale

Ich genieße die Zeit mit den anderen Volontärinnen, den Mönchen der Abtei und den Studierenden des Theologischen Studienjahrs der Dormitio, das an Ostern zu Ende gegangen ist. Es ist ein unglaublich bereichernder Aufenthalt für mich hier! Dennoch freue ich mich auch, ab Juli wieder im Rhein-Main-Gebiet zu sein.

Herzliche Grüße aus Jerusalem!

Ihr und Euer Enrico Wagner

Wanderung nach Eppstein

Liebe Wanderfreunde,
 
die ausgefallene Maiwanderung wollen wir im Juni nachholen. Wir wandern am Samstag, dem 29.06. von Oberjosbach nach Eppstein.
Treffpunkt um 10.45 Uhr an der Bushaltestelle „Poststraße“ bei der Bäckerei Göbel.
Fahrt nach Oberjosbach:
Poststraße ab                                    10.52 Uhr        Linie 24
Plutoweg an                                       10.54 Uhr
Plutoweg ab                                       11.10 Uhr        Linie 22
Oberjosbach, Altes Rathaus an        11.49 Uhr
Ab der Endhaltestelle in Oberjosbach wandern wir bergab bis zur Ortsmitte von Ehlhalten. Ab hier geht es durch das Silberbachtal lange bergan bis zur Einmündung der Straße von Schloßborn in die Straße von Ruppertshain nach Eppenhain. Schließlich erreichen wir in einem weiteren Anstieg den Gipfel des Atzelberges. Dort rasten wir in einer Schutzhütte.
Vom Atzelberg steigen wir nach Eppenhain etwas ab, und es geht wieder bergauf. Auf schmalem Pfad überschreiten wir den felsdurchsetzten Rossertgipfel. Dabei tut sich durch den Wald ein freier Blick nach Westen Richtung Wiesbaden auf. Nach dem Abstieg vom Rossert gelangen wir an den südlichen Ortsrand von Eppenhain. Ab hier wandern wir lange Zeit bergab, bis wir die Stadtmitte von Eppstein erreichen. Dort kehren wir in die Gaststätte im Bahnhof zur Schlussrast ein.
Bitte Verpflegung und Getränk für unterwegs mitnehmen. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, daß die Wanderung von der Anstrengung her den Rheinsteigetappen entspricht.
Wanderstrecke 12 km; Summe aller Anstiege 360 m; reine Wanderzeit 4:15 Std.
Rückfahrt nach Bierstadt:
Eppstein Bahnhof ab                                     18.48 Uhr        19.48 Uhr        S 2
Niedernhausen Bahnhof an (Gleis 5)            18.56 Uhr        19.56 Uhr
Niedernhausen Bahnhof ab (Gleis 4)            19.04 Uhr        20.04 Uhr        RB
Igstadt Bahnhof an                                        19.15 Uhr        20.15 Uhr
Igstadt, Am Wiesenhang ab                          19.36 Uhr        20.48 Uhr        Linie 23
Poststraße an                                                19.42 Uhr        20.54 Uhr
Eppstein Bahnhof ab                                     19.18 Uhr        S 2
Niedernhausen Bahnhof an                           19.26 Uhr
Niedernhausen Bahnhof ab                           19.33 Uhr        Linie 22
Naurod, Fondetter Straße an                        19.43 Uhr
Naurod, Fondetter Straße ab                        19.51 Uhr        Linie 21
Plutoweg an                                                   20.02 Uhr
Plutoweg ab                                                  20.06 Uhr        Linie 24
Poststraße an                                                20.09 Uhr
Zu der Wanderung sind alle Wanderfreunde  herzlich eingeladen. Wer mitwandern möchte, melde sich bitte bei uns über E-Mail oder telefonisch bis spätestens 27.06.2019 an, damit wir der Gaststätte die genaue Teilnehmerzahl mitteilen können.
 
Viele Grüße
Reinhard und Roswitha Limmert
Tel.:  0611 / 50 97 77,

Flohmarkt for Future und Namibia

72-stunden-7-bie-b14357

Hochbetrieb herrschte vier Tage lang in St. Birgid Bierstadt rund um das Gemeindezentrum und das Kinder- und Jugendhaus. Die Pfadfinder und Messdiener der Pfarrei nahmen an der 72-Stunden-Aktion, der bundesweit größten Sozialaktion, teil. Während die Pfadfinder öffentliche Bücherschränke für Wiesbaden zusammenbauten – einer befindet sich in der Birgidstraße 2a vor dem Gemeindezentrum -, setzten sich die Messdiener und Pfarrer Frank Schindling mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander und organisierten einen „Flohmarkt for Future“ zugunsten des Namibia-Projekts der Pfarrei.

72-stunden-3-bie-b14357

72-stunden-6-bie-b14357Zur Auftaktveranstaltung kamen Kinder und Jugendliche aus Wiesbaden, dem Untertaunus, Taunus und Rheingau nach St. Birgid Bierstadt. Um 17.07 Uhr erhielt jede Gruppe einen Umschlag, der den jeweiligen Arbeitsauftrag für die nächsten 72 Stunden enthielt. „Beim Brainstorming hatten unsere Messdiener unglaublich viele Ideen“, berichtete Pawel Meisler vom Pastoralteam und so wurden gleich mehrere Aktionen zu den Themen Nachhaltigkeit und Benefiz gestartet.

72-stunden-4-bie-b14357Ein „Flohmarkt for Future“ lud am Samstag und Sonntag im großen Gemeindesaal zum Stöbern ein. Zudem wurden von den Minis upgecycelte Gegenstände verkauft – etwa Portemonnaies aus Tetra-Pack, Magnetwände aus Kronkorken oder sich selbstbewässernde Blumentöpfe mit einer Überraschungssaat. Auch Fairtrade-Produkte wurden angeboten. Zudem hatte die Info-Gruppe viele Plakate mit praktischen Umwelttipps gestaltet.

72-stunden-5-bie-b14357

Auch das Essen und die Getränke, die beim Flohmarkt angeboten wurden, setzten ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit. Supermärkte, Bäcker und Bauern spendeten reichlich Lebensmittel, die nach Ladenschluss nicht mehr angeboten werden sollten oder für den Verkauf nicht geeignet waren. So wurde aus Kartoffeln, die zu klein waren, eine Kartoffelsuppe gekocht, aus Erdbeeren erfrischende Smoothies bereitet und Pizza-Brötchen gebacken.

72-stunden-1-bie-b14357

Doch vor allem informierten sich die Messdiener darüber, wie sie die Schöpfung bewahren können, so dass nachfolgende Generationen noch eine bewohnbare Erde vorfinden werden. Ihre Ergebnisse präsentierten die Minis sonntags im Gottesdienst in der Pfarrkirche. „Wir haben uns informiert, wie wir unsere Erde gemeinsam zu einem Planeten machen können, auf dem unsere Kinder und unsere Enkel auch noch gerne leben möchten. Und jetzt stehen wir hier, um unser Wissen mit euch zu teilen“, sagte Messdienerin Franzi Schindling im Gottesdienst.

72-stunden-2-bie-b14357

Insgesamt haben die Messdiener im Rahmen der 72-Stunden-Aktion 2740 Euro ersammelt, die für das Marienheim Hostel, in dem überwiegend Waisenkinder leben, bestimmt sind. Der Flohmarkt im Bierstadter Gemeindezentrum öffnet noch einmal an Pfingstmontag, dem 10. Juni, nach dem 11-Uhr-Gottesdienst. Auch dann sind alle Einnahmen für das Namibia-Projekt bestimmt.

Text: Franzi Schindling und Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Eva-Maria Brenneisen und Frank Schindling