Schlagwort-Archive: Minis&Jugend

Gruß an die Elche – Schwedenfreizeit 2019

schweden-09-b14618

Es gibt bestimmte Fragen wie zum Beispiel: „Ist noch Fleischwurst im Handschuhfach?“ oder „Warum schälst du die Möhre mit einem Flaschenöffner?“, die man im normalen Sprachgebrauch wahrscheinlich nie stellen würde. Auf Freizeiten mit Pfarrer. Frank Schindling und Pawel Meisler ist dies aber keine Seltenheit.

schweden-01-b14618 schweden-03-b14618

schweden-02-b14618

Zu Beginn der Sommerferien sind wir, 27 junge Hüpfer, vollbepackt in drei Kleinbussen nach Schweden gefahren. Besser gesagt nach Ludvika zu einen idyllisches Haus direkt am See. Auf unserem Tagesprogramm stand so allerhand: Sei es ein Tagestrip in die Hauptstadt Schwedens Stockholm, ein Besuch in der Falun-Grube und sogar ein traumhafter Rundflug über die Wälder und Seen Ludvikas.

schweden-08-b14618

schweden-06-b14618Gerne erinnern wir uns zurück auf das Stöbern auf Flohmärkten, das Rudern auf den traditionellen Churchboats oder an die Wanderungen durch grüne Landschaften. Gemeinsames schwimmen im See, Workshops, abendliche Andachten sowie Gottesdienste und natürlich nicht zu vergessen – das frischgekochte Essen unter der Leitung von Pfarrer Frank Schindling und Pawel Meisler. Von deutscher Hausmannsküche bis hin zum indischen Curry ist alles dabei gewesen. Superlecker, aber einen kleinen Haken gibt es. Die Waage zeigt bei den meisten von uns ein paar Kilo mehr an. J

schweden-07-b14618

Selbstverständlich sind es auch die kleinen Momente, über welche wir im Nachhinein schmunzeln müssen. Das Gesicht der Person, die vor dem Geldautomaten steht und bemerkt, dass sie US-Dollar anstelle von schwedischen Kronen gezogen hat, sorgte für so manche Lacher. Oder auch andere, die sehr gewissenhaft die Plastikblumen gegossen haben. 🙂

schweden-04-b14618 schweden-05-b14618

Danke oder Tack (wie die Schweden sagen) für die unvergessliche Zeit. Wir sagen Tschüss Schweden und bis bald. Grüß die Elche.

schweden-10-b14618

Text: Laura-Sophie Barth/Fotos: Frank Schindling

Herbstein – immer wieder ein Erlebnis

herbstein-05-b14605

Herbstein ist für die Kinder und Jugendlichen der Pfarrei nicht einfach nur ein Ferienziel, sondern vor allem ein Ort, an den sie immer wieder gerne zurückkehren, um besondere Freundschaften und viele gemeinschaftliche Momente zu erleben.

herbstein-01-b14605

herbstein-08-b14605Dank des ehrenamtlichen Betreuerteams um Alexandra Chytry, Slavka Schmidt, Karolina Kettler, Armin Hellinger und Peter Gottschall ging es zu Beginn der Sommerferien wieder mit über 50 Kindern  und Jugendlichen in den mittelhessischen Vogelbergkreis, wo alle Freizeitteilnehmer in Blockhütten leben und das riesige Außengelände mit Bach und Wiese genießen.

herbstein-06-b14605 herbstein-07-b14605

herbstein-02-b14605Natürlich wurde wieder viel gewandert. Zu Fuß ging es zum Hexenstein, ins Schwimmbad und zur Rodelbahn auf dem Hoherodskopf – an dem Tag wanderte auch Pastoralreferent Jürgen Otto mit, der die Gruppe besuchte. Abends wurde am Lagerfeuer gesungen oder Stockbrot gebacken oder beim Disco-Abend getanzt.

herbstein-03-b14605

In den Workshops wurde unter anderem gebatikt, Teelichtgläser marmoriert oder Speckstein gestaltet. Krönender Abschluss war die Lagerolympiade. Ausflüge nach Herbstein, ein Besuch im Freizeitpark und die Feier eines Kerzengottesdienstes in der evangelischen Kirche in Lanzenhain standen ebenfalls auf dem Programm.

herbstein-10-b14605

herbstein-04-b14605War es zu Beginn noch 40 Grad heiß, reiste die Gruppe bei kühlen zehn Grad wieder ab. Aber Petrus meinte es gut mit den Reisenden aus St. Birgid, denn während der zehn Tage gab es keinen Regen, so dass bei allen Aktivitäten optimales Freizeitwetter herrschte.

herbstein-09-b14605

Text: Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Armin Hellinger

Ein halbes Jahr Jerusalem

Mein Freiwilligendienst mit Pilgern im Heiligen Land

Grabeskirche und Felsendom

Grabeskirche und Felsendom

Liebe Gemeindemitglieder von St. Birgid,

aus der ganzen Welt kommen Pilger*innen nach Jerusalem. Auch ich habe mich im Januar dorthin aufgemacht, aber nicht (nur) als Pilger…

Enrico Wagner vor der Dormitio

Enrico Wagner vor der Dormitio

Lange war ich, Enrico Wagner aus Sonnenberg, in der Jugendarbeit von Herz Jesu und in der Pfarrei St. Birgid Wiesbaden aktiv; Messdiener, Jugendsprecher, Firmkatechet, Mitglied der Band BON. Nach dem Ende meines Theologiestudiums an der Uni Mainz letztes Jahr habe ich mich für ein sechsmonatiges Volontariat in Jerusalem entschieden, bevor ich im September eine Stelle als Pastoralassistent im Bistum Limburg antreten werde.

Während meines Freiwilligendienstes arbeite ich vor allem in der Cafeteria und im Souvenirladen der Dormitioabtei (manchmal bin ich auch in der Sakristei oder der Bibliothek eingesetzt) und begegne dabei tausenden Pilgern aus aller Welt. Da wird es nie langweilig! Das deutschsprachige Benediktinerkloster liegt auf dem Zionsberg im Herzen dieser verrückten, vielseitigen, heiligen Stadt und bildet den Mittelpunkt meines halben Jahres im Heiligen Land.

Dormitioabtei und Stadtmauer

Dormitioabtei und Stadtmauer

 In der Krypta der Kirche liegt eine Figur der entschlafenen Maria (Dormitio = Entschlafung), denn von hier aus soll die Gottesmutter nach katholischer Tradition im Kreise der Jünger Jesu in den Himmel aufgenommen worden sein (an dieser Stelle sende ich Grüße nach Maria Aufnahme ERB). Direkt gegenüber von unserer Dormitio liegt der Saal des Letzten Abendmahls, in dem auch das Pfingstereignis verortet wird. Auch zur Grabeskirche, dem Ort von Tod und Auferstehung Christi ist es nicht weit. Doch mit diesen zentralen Heiligen Stätten der verschiedensten christlichen Konfessionen ist es noch nicht genug, denn in Jerusalem befinden sich auch die Klagemauer der Juden und die muslimischen Heiligtümer (Felsendom und Al Aqsa-Moschee) auf dem Tempelberg. Ich habe hier mit der Zeit gemerkt: die Heiligen Orte alleine machen nicht heilig. Vielmehr müssen wir Gott und seiner Schöpfung einen Ort in unserem Herzen geben.

Immer wieder erfahre ich hier die faszinierende Vielfalt der Religionen. Es ist wahrhaftig ein „Heiliges Chaos“ zwischen Kippa, Kopftuch, Sonnenhut und Ordensgewand.

Im Garten Getsemani

Im Garten Getsemani

An freien Tagen reise ich gelegentlich durchs Land; im Frühjahr grün und blühend, im Sommer verdorrt zwischen Mittelmeer und Judäischer Wüste. Das Passieren der Checkpoints an der Grenze zu den Palästinensischen Gebieten ist hierbei eines der vielen sichtbaren Zeichen des Konflikts. Im Alltag wissen viele Einheimische die Probleme zu ignorieren, der Tourismus im Heiligen Land boomt, doch trotz alldem ist die Lage zwischen Israelis und Palästinensern festgefahren. Ich wünsche mir Frieden für diesen so schönen Flecken Erde, doch die Gegner dieses Friedens sind stark!

Ein großer Höhepunkt meines Volontariats waren die Kar- und Ostertage, in denen die Stadt besonders voll war, denn die Feierlichkeiten fielen dieses Jahr mit dem jüdischen Pessachfest zusammen. Es war etwas ganz besonderes für mich, diese so zentralen Inhalte unseres christlichen Glaubens an Ort und Stelle zu feiern!

Armenische Jakobskathedrale

Armenische Jakobskathedrale

Ich genieße die Zeit mit den anderen Volontärinnen, den Mönchen der Abtei und den Studierenden des Theologischen Studienjahrs der Dormitio, das an Ostern zu Ende gegangen ist. Es ist ein unglaublich bereichernder Aufenthalt für mich hier! Dennoch freue ich mich auch, ab Juli wieder im Rhein-Main-Gebiet zu sein.

Herzliche Grüße aus Jerusalem!

Ihr und Euer Enrico Wagner

Flohmarkt for Future und Namibia

72-stunden-7-bie-b14357

Hochbetrieb herrschte vier Tage lang in St. Birgid Bierstadt rund um das Gemeindezentrum und das Kinder- und Jugendhaus. Die Pfadfinder und Messdiener der Pfarrei nahmen an der 72-Stunden-Aktion, der bundesweit größten Sozialaktion, teil. Während die Pfadfinder öffentliche Bücherschränke für Wiesbaden zusammenbauten – einer befindet sich in der Birgidstraße 2a vor dem Gemeindezentrum -, setzten sich die Messdiener und Pfarrer Frank Schindling mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander und organisierten einen „Flohmarkt for Future“ zugunsten des Namibia-Projekts der Pfarrei.

72-stunden-3-bie-b14357

72-stunden-6-bie-b14357Zur Auftaktveranstaltung kamen Kinder und Jugendliche aus Wiesbaden, dem Untertaunus, Taunus und Rheingau nach St. Birgid Bierstadt. Um 17.07 Uhr erhielt jede Gruppe einen Umschlag, der den jeweiligen Arbeitsauftrag für die nächsten 72 Stunden enthielt. „Beim Brainstorming hatten unsere Messdiener unglaublich viele Ideen“, berichtete Pawel Meisler vom Pastoralteam und so wurden gleich mehrere Aktionen zu den Themen Nachhaltigkeit und Benefiz gestartet.

72-stunden-4-bie-b14357Ein „Flohmarkt for Future“ lud am Samstag und Sonntag im großen Gemeindesaal zum Stöbern ein. Zudem wurden von den Minis upgecycelte Gegenstände verkauft – etwa Portemonnaies aus Tetra-Pack, Magnetwände aus Kronkorken oder sich selbstbewässernde Blumentöpfe mit einer Überraschungssaat. Auch Fairtrade-Produkte wurden angeboten. Zudem hatte die Info-Gruppe viele Plakate mit praktischen Umwelttipps gestaltet.

72-stunden-5-bie-b14357

Auch das Essen und die Getränke, die beim Flohmarkt angeboten wurden, setzten ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit. Supermärkte, Bäcker und Bauern spendeten reichlich Lebensmittel, die nach Ladenschluss nicht mehr angeboten werden sollten oder für den Verkauf nicht geeignet waren. So wurde aus Kartoffeln, die zu klein waren, eine Kartoffelsuppe gekocht, aus Erdbeeren erfrischende Smoothies bereitet und Pizza-Brötchen gebacken.

72-stunden-1-bie-b14357

Doch vor allem informierten sich die Messdiener darüber, wie sie die Schöpfung bewahren können, so dass nachfolgende Generationen noch eine bewohnbare Erde vorfinden werden. Ihre Ergebnisse präsentierten die Minis sonntags im Gottesdienst in der Pfarrkirche. „Wir haben uns informiert, wie wir unsere Erde gemeinsam zu einem Planeten machen können, auf dem unsere Kinder und unsere Enkel auch noch gerne leben möchten. Und jetzt stehen wir hier, um unser Wissen mit euch zu teilen“, sagte Messdienerin Franzi Schindling im Gottesdienst.

72-stunden-2-bie-b14357

Insgesamt haben die Messdiener im Rahmen der 72-Stunden-Aktion 2740 Euro ersammelt, die für das Marienheim Hostel, in dem überwiegend Waisenkinder leben, bestimmt sind. Der Flohmarkt im Bierstadter Gemeindezentrum öffnet noch einmal an Pfingstmontag, dem 10. Juni, nach dem 11-Uhr-Gottesdienst. Auch dann sind alle Einnahmen für das Namibia-Projekt bestimmt.

Text: Franzi Schindling und Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Eva-Maria Brenneisen und Frank Schindling