Schlagwort-Archive: Spirituelles

Kommt, alles ist bereit! – Weltgebetstag in St. Stephan

wgt-09-del-b13699

wgt-10-del-b13699„Eingeladen zum Fest des Glaubens“ sangen rund 70 Frauen zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes zum Weltgebetstag in St. Stephan Delkenheim. Katholikinnen und Protestantinnen aus dem ganzen Ländchen waren zusammengekommen, um – wie viele Gläubigen  weltweit –  gemeinsam für Schwache, Hilfebedürftige und Notleidende zu beten. Unter dem Thema „Kommt, alles ist bereit!“ hatten slowenische Frauen die Liturgie des Gottesdienstes vorbereitet.

wgt-06-del-b13699

Mit den Worten „Dober dan!“ (slowenisch für Guten Tag) begrüßte Anni Dostal die Anwesenden. Gemeinsam nahm sie mit den Frauen das Weltgebetstagsbild „Come – Everything ist Ready“ von Rezka Arnuš in den Blick, auf dem der Alltag slowenischer Frauen mit all seinen Herausforderungen abgebildet ist. Im Anschluss trugen die Mitglieder des Frauentreffs im Wechsel die Erfahrungen slowenischer Frauen vor – einer Rentnerin, einer Gastarbeiterin, einer alleinerziehenden Mutter, einer Frau, die Opfer von häuslicher Gewalt wurde, und einer Romni. Und so baten die Gottesdienstbesucherinnen gemeinsam für mehr Solidarität, den freien Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung, um mehr Unterstützung für Familien und die Stärkung der Ökumene.

wgt-07-del-b13699 wgt-08-del-b13699

Unter der Klavierbegleitung von Verena Riehl schloss der Weltgebetstagsgottesdienst mit dem Lied „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“. Im nächsten Jahr laden dann die evangelischen Frauen aus Wallau ein.

wgt-05-del-b13699 wgt-03-del-b13699

wgt-04-del-b13699

Im Anschluss wurde noch gemeinsam Kaffee getrunken. Die Damen vom Frauentreff hatten die Tische liebevoll eingedeckt, frische Kreppel besorgt und dampfenden Kaffee gekocht. So klang der Nachmittag in geselliger Runde gemütlich aus.

wgt-12-del-b13699 wgt-11-del-b13699

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann    wgt-02-del-b13699                                     

Mitreißende Gemeinschaft beim Weltjugendtag erlebt

wjt-4-b13551

Mit einer Reisegruppe von insgesamt 46 Pilgern machten wir, alles Jugendliche aus den drei Bistümern Limburg, Mainz und Speyer, uns auf den Weg zum Weltjugendtag nach Panama. Trotz der großen Vorfreude, war ich zugegebenermaßen ziemlich aufgeregt vor dem, was anstand. Am frühen Morgen des 16. Januars trafen wir uns am Frankfurter Flughafen, um gemeinsam aufzubrechen. Bereits am Flughafen spürte ich die riesige Vorfreude der weiteren Gruppenmitglieder. Andere, die schon bei vergangenen Weltjugendtagen dabei waren, erzählten einzigartige Geschichten und mir wurde bewusst, dass dort wunderbare Erlebnisse auf uns zukommen werden.

wjt-1-b13551Nach einer gemeinsamen Andacht und einem Aussendungssegen am Gate des Flughafens, ging es dann ins Flugzeug. Wir flogen zunächst nach Costa Rica. Dort verbrachten wir die Tage der Begegnung, bis wir eine knappe Woche später dann nach Panama fuhren. In Costa Rica waren wir die erste Nacht in San José untergebracht, der Hauptstadt des Landes. Mit dem Bus wurden wir am nächsten Tag zu unserer Gastpfarrei nach Chacarita, einer an der Pazifikküste gelegenen Kleinstadt, gebracht. Dort wurden wir total herzlich und sehr musikalisch empfangen. Die vielen tobenden Kinder, die nur so vor Freude sprudelten, erinnerten mich teilweise an den Besuch im Marienheim-Hostel in Namibia. Dort waren im Rahmen einer Jugendbegegnungsreise 2016 einige Jugendliche unserer Pfarrei mit Pfarrer Frank Schindling.

In unserer Gastpfarrei in Costa Rica wurden wir mit den Worten „jetzt habt ihr ein neues Zuhause“ begrüßt. Untergebracht waren wir in Familien, die in den meisten Fällen in ziemlich einfachen Verhältnissen wohnten. Eine sehr aktive und äußerst engagierte Jugendgruppe dieser Pfarrei, welche unserem AK-Jugend ähnelte, hatte für die Tage der Begegnung ein Programm für uns vorbereitet. Gleich am ersten Tag hörten wir mehrere interessante Vorträge über den Begriff der Nachhaltigkeit, der Erhaltung der Schöpfung, der Bedeutung des Umweltschutzes sowie der Verantwortung im Hinblick auf nachfolgende Generationen. Noch am selben Tag ging es bei sommerlichen 36°C an den leider extremst vermüllten Strand. Dort angekommen wurden Handschuhe und Abfallsäcke verteilt. Bis in den Abend hinein sammelten wir Müll und sorgten dafür, dass unser schöner Planet wenigstens ein kleines Stückchen sauberer wurde.

Während der anderen Tage erfuhren wir einiges über das Gemeindeleben unserer Gastpfarrei. Uns wurde das Pastoralteam vorgestellt und wir durften während der immer sehr musikalischen Gottesdienste erleben, wie man dort Gemeinschaft lebt und erlebt. Einige Jugendliche erzählten uns ihre teilweise sehr tragischen Lebensgeschichten und Beweggründe in die Kirche zu gehen und dort aktiv zu sein. Ein junger Mann aus einem nicht religiösen familiären Umfeld berichtete von einer schwer zu bewältigenden Lebenssituation, in der er und durch die er Zugang zum Glauben gefunden habe. 

wjt-2-b13551

 

Die Tage der Begegnung in Costa Rica vergingen wie im Flug. Nach knapp einer Woche mussten wir uns verabschieden. Tschüss sagen von unseren Gastfamilien, die uns alle mit Herzlichkeit aufgenommen und lecker bekocht haben, und von den Jugendlichen der Gastpfarrei, die zu guten Freuden geworden waren. Der Abschied fiel beiden Seiten schwer.

Der Reisebus wurde beladen und die letzten gemeinsamen Bilder gemacht, bevor die 17-stündige Busfahrt nach Panama-City anstand. Dort kamen wir gegen 2 Uhr nachts in einem Gemeindezentrum an, wo ebenfalls Gastfamilien warteten, um uns aufzunehmen. Die Herzlichkeit und die Freude der Menschen, uns als Pilger von einem anderen Kontinent aufnehmen zu dürfen, verspürten wir sofort.

In den folgenden Tagen trafen wir uns vormittags immer mit allen zum Weltjugendtag gekommenen Deutschen. Auf dem Programm standen Katechesen mit diversen deutschen Weihbischöfen, Gottesdienste und gemeinsame Mittagessen. Nachmittags waren wir in kleinen Gruppen in der Stadt unterwegs und konnten an vielen verschiedenen Programmpunkten teilnehmen.  Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat beispielsweise bot eine Veranstaltung an, in der es um die Zukunft und Aussichten lateinamerikanischer Jugendlicher ging. Es fanden einige spannende Dialoge zwischen europäischen und einheimischen Jugendlichen statt.

Während der ganzen Tage herrschte in der ganzen Stadt eine sehr friedliche, gemeinschaftliche und weltoffene Stimmung, was mich oftmals an Taizé erinnerte. Es waren viele unkomplizierte nette Gespräche und Situationen mit Menschen aus aller Welt, die diese Zeit für mich zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht haben.

wjt-3-b13551

Das Highlight war natürlich der Besuch von Papst Franziskus. Seine Eröffnungsfeier, der Kreuzweg sowie seine Vigil-Predigt mit anschließendem Aussendungsgottesdienst waren atemberaubend. Nach der Vigil-Predigt schliefen wir mit hunderttausenden anderen Jugendlichen aus über 100 Nationen unter freiem Himmel – Gänsehaut pur. Der Weltjugendtag endete mit dem Aussendungsgottesdienst des Papstes am Sonntag. Einen Tag später hieß es wieder Abschiednehmen von den Gastfamilien, was nach dieser inhaltlich sehr intensiven und wertvollen Zeit alles andere als einfach war.

Für uns, der Reisegruppe aus den Bistümern Limburg, Mainz und Speyer, stand jedoch noch nicht die Heimkehr an. Um die Reise ausklingen zu lassen und um die vielen Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen nochmal gemeinsam reflektieren zu können, verbrachten wir als Gruppe weitere drei Tage in einem kleinen Küstenort am Pazifik. Während dieser Zeit fand ein intensiver Austausch über die vielen Erlebnisse statt, wir feierten Andachten und Gottesdienste am Meer.

Ich freue mich, dass ich beim Weltjugendtag dabei sein durfte. Wir erfuhren überall große Herzlichkeit und Freude: von den Gastfamilien über die unzähligen Freiwilligen bis hin zum Essensverkäufer. Für mich war die Zeit ein großes Erlebnis. Ich würde mich freuen, wenn beim nächsten Weltjugendtag, welcher 2022 in Lissabon/Portugal stattfinden wird, auch der ein oder andere aus unserer Pfarrei dabei sein wird.

Bis hoffentlich bald.
euer stellvertretener Jugendsprecher
Martin Kunstmann

Patrozinium: St. Birgid ins Bild gebracht

patrozinium-02-bie-b13497

Ein kleines Jubiläum feiere die Pfarrei mit dem Patrozinium, informierte Pfarrer Frank Schindling die Festgemeinde gleich zu Beginn im Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Birgid Bierstadt. Seit fünf Jahren bestehe nun die Pfarrei St. Birgid. Viel habe sich seither bewegt. „Vor allem in unseren Herzen“, so Schindling.

patrozinium-01-bie-b13497 patrozinium-06-bie-b13497

patrozinium-08-bie-b13497Das war gut sichtbar: Rund 50 Messdiener aus allen Kirchorten und ein Gruppe der Pfadfinder hatten sich mit dem Pastoralteam und Pfarrer Wolf Michael um den Altar versammelt. Die Jugendband BON sang und musizierte. Zudem hatten sich die Schola und der St-Birgid-Chor zu einer Sangesgemeinschaft zusammengetan, unterstützt von einzelnen Sängerinnen und Sängern von Jubilate Deo und dem Chor St. Elisabeth. Die musikalische Leitung lag bei Szilvia Tóth und Roman Bär.

Für die kleinen Gemeindemitglieder gab es einen begleitenden Kinderwortgottesdienst mit Pastoralreferentin Bettina Tönnesen-Hoffmann, die den Kindern das Leben und Wirken der heiligen Birgid näher brachte.

patrozinium-04-bie-b13497

patrozinium-10-bie-b13497In seiner Predigt stellte Pfarrer Schindling die Schutzpatronin der Pfarrei, die heilige Birgid, in den Mittelpunkt. Die Gemeinde in Bierstadt sei von irischen Mönchen als Birgidstadt gegründet worden und die einzige Pfarrei in Deutschland, die nach der irischen Heiligen benannt sei. Die Klostergründerin habe aus dem Glauben, aus der Liebe heraus gehandelt, und sei damit ein gutes Vorbild für die Gemeinde.

patrozinium-09-bie-b13497

patrozinium-07-bie-b13497Um die Bedeutung der Heiligen im wahrsten Sinne des Wortes in den Blick zu nehmen, hatte die Pfarrei gemeinsam mit Ikonenmaler und Gemeindemitglied Osama Msleh ein besonderes Projekt auf den Weg gebracht: Zunächst sollen die Kirchen in Sonnenberg und Nordenstadt eine St-Birgid-Ikone erhalten, bei der die Schutzpatronin die jeweilige Kirche in der Hand trägt. In dem Gottesdienst konnte die erste Ikone gesegnet und an Françoise Born, Sprecherin des Ortsausschusses Sonnenberg, überreicht werden.

patrozinium-05-bie-b13497

„Mit der Kirche in der Hand sagt die Heilige Birgid: Ich trage euch! Wir tragen ihren Namen und die heilige Birgid trägt uns“, so der Pfarrer, der als Dankeschön einen Präsentkorb mit hessischen Spezialitäten dem Ikonenmaler, der mit seiner Familie aus Syrien nach Deutschland geflüchtet ist, überreichte. „Die Ikone soll ein Segen für die Gemeinde sein“, wünschte Msleh.

patrozinium-14-bie-b13497 patrozinium-12-bie-b13497

patrozinium-11-bie-b13497Im Anschluss trafen sich alle im Gemeindesaal, wo der AK Jugend zum Mittagessen eingeladen, die Ortsausschüsse ein Kuchenbüfett aufgebaut hatten und der Eine-Welt-Kreis fair gehandelte Produkte anbot. Draußen im Atrium hatten die Pfadfinder zum Schoko-Schaumkuss-Weitwurf und Stockbrotbacken eingeladen. Nach der Mittagspause startete das Gospel-Projekt der Pfarrei mit einer Auftaktprobe.

patrozinium-13-bie-b13497 patrozinium-15-bie-b13497

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Pilgerreise nach Lourdes

Pater Johannes Wilhelmi bietet vom 9. bis 12. Mai eine viertägige Pilgerreise nach Lourdes an. Zur besseren Planung bittet er Interessenten sich vorab bis zum 15. Januar im Zentralen Pfarrbüro Nordenstadt, Telefon 06122-588670,  zu melden und dort Name, Telefonnummer und ggf. E-Mail-Adresse anzugeben.

Die Höhe der Teilnehmerzahl entscheidet über die Reisekosten (von 25 Personen 724 Euro, von 30 Personen 698 Euro und von 35 Personen 678 Euro). Neben einem Besichtigungsprogramm ist die Teilnahme an der Krankensegnung und an der Lichterprozession geplant. Im Reisepreis sind der Flug, drei Übernachtungen, Vollpension, Transferfahrten und die Pilgerabgabe enthalten.

Anmeldung: lourdes-programm-anmeldung