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Ökumenisches Gebet gegen Rassismus

Katholische und evangelische Christen stellen Stadtpatron Mauritius in den Mittelpunkt

Als Zeichen der Solidarität mit der „Black Lives Matter-Bewegung“ wird am Dienstag, 29. September, um 19.30 Uhr vor der St. Mauritius-Kirche (Abeggstr. 37) ein Ökumenisches Anti-Rassismus-Gebet veranstaltet. Dazu laden die Pfarrei St. Bonifatius, die evangelischen Christen der Thomasgemeinde und die koptischen Christen der Gemeinde St. Georg und St. Mauritius zusammen ein. Im Fokus steht dabei der Heilige Mauritius, der Stadtpatron Wiesbadens: „Ein Migrant, ein Gastarbeiter, und noch dazu von dunkler Hautfarbe“, sagt Pastoralreferent Stefan Herok. Von ihm soll erzählt werden: „Es gab da einen christlichen Märtyrer, dessen Vorbild einstmals die ganze deutsche Nation folgte und dessen Fürsprache bei Gott die Stadt Wiesbaden sich anvertraute und dieser Heilige ist schwarz.“

Nicht zuletzt aus diesem Grund könne das Schicksal des Afroamerikaners George Floyd und all der anderen Opfer des gegenwärtigen Rassismus in Amerika die Christen von St. Bonifatius und St. Mauritius und die Wiesbadener nicht unberührt lassen, so Heroks Überzeugung, der den Gottesdienst zusammen mit Pfarrer Klaus Neumann und einem Geistlichen der koptisch-orthodoxen Gemeinde halten wird. Seit Jahr 965 ist das Mauritiuspatronat für die Stadt Wiesbaden urkundlich belegt.

Der heilige Mauritius, der aus Nordafrika stammte und der Überlieferung nach als römischer Soldat im 4. Jahrhundert für seinen Glauben als Märtyrer gestorben ist, verbindet die Christen in der Stadt. Die Mauritiuskirche auf dem heutigen Mauritiusplatz war nach der Reformation bis zu ihrer Zerstörung im 19. Jahrhundert evangelische Stadtpfarrkirche. Auch bei den orthodoxen und orientalischen Christen ist Mauritius ein populärer Heiliger.

Für die Teilnahme an dem Gebet besteht die Pflicht zur Eintragung in Namenslisten und zum Tragen von Mund- und Nasenschutz. Anmeldung:  title=.

Text: Barbara Reichwein

Falschmeldungen und Halbwahrheiten – Wie erkenne ich Fake News?

Volker Siefert

Jeden Tag erscheinen unzählige Nachrichten, Posts, Tweets, Videos. Immer sind wir informiert, weil stets online, überall auf der Welt. Aber sind das alles wahre Fakten, die uns erreichen? Die Menge an Falschmeldungen, sogenannten „Fake News“, nimmt immer mehr zu. Zwar gab es diese in jeder Epoche, doch ihre heutige schnelle digitale Verbreitung und enorme Reichweite ist neu. Wie kann man da überhaupt noch echte Tatsachen von unwahren Behauptungen unterscheiden?

Die Katholische Erwachsenenbildung Wiesbaden-Untertaunus und Rheingau (KEB) und die Pfarrei St. Birgid Wiesbaden regen zu kritischem Denken an. Am Dienstag, 13. Oktober, ab 19 Uhr klärt der Journalist Volker Siefert in St. Birgid (Birgidstraße 2A, 65191 Wiesbaden) darüber auf, wie man Meldungen besser beurteilen und einordnen kann. Er gibt Einblicke, wie wir unseriöse Inhalte entdecken und wie Fake-News-Kampagnen überhaupt erst entstehen.

Volker Siefert hat als freier Journalist für verschiedene ARD-Hörfunksender über das bundespolitische Geschehen aus Bonn und Berlin berichtet. Seit 2002 arbeitet er frei für den Hessischen Rundfunk in Frankfurt. Schwerpunkt seiner Recherchen sind religiös und politisch motivierter Extremismus sowie die Aufdeckung von Korruption. Er sagt: „In unsicheren Zeiten schlägt die Stunde ‚alternativer Wahrheiten‘. Von irreführenden Gesundheitstipps über politische Stimmungsmache bis hin zu Verschwörungsmythen, die Hass gegen angeblich Schuldige schüren.“

Die Veranstaltung wird unter aktuell geltenden Hygieneregeln durchgeführt; die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine vorherige Anmeldung bis 12.10.2020 wird gebeten. Diese bitte per E-Mail an  title= oder telefonisch unter 06 11/17 41 20.

 

Gelobt sei Gott – ein Film gegen das Schweigen

„Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern, François und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen. Ihr Widerstand formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist… Die tatsachengetreuen Ereignisse um den Missbrauchsskandal in Lyon hat François Ozon in einem fiktionalen Film verarbeitet. Atemlose Bilder, immer im Wettlauf mit den aktuellen Entwicklungen, verleihen “Gelobt sei Gott” eine emotionale Wucht, der man sich kaum entziehen kann. Stilsicher und mitreißend erzählt und ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury auf der Berlinale 2019, ist “Gelobt sei Gott” nicht nur eine erschütternde Bestandsaufnahme der Versäumnisse in der Katholischen Kirche, sondern auch ein Plädoyer für Mut und Zusammenhalt.“ (Quelle: https://www.gelobt-sei-gott.de/)

Im Anschluss an den Film stehen Ansprechpersonen der katholischen Pfarreien Wiesbadens sowie Matthias Belikan von der Koordinationsstelle Prävention vor sexualisierter Gewalt, Bistum Limburg, zu Diskussion und Austausch zur Verfügung.

Termin: Mittwoch, 21.10.2020, 19.30 Uhr

Ort: Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Tickets: 8 € (ermäßigt 7 €). Aufgrund der Corona-Beschränkungen steht nur eine begrenzte Platzanzahl zur Verfügung. Es wird daher empfohlen, sich bereits im Vorfeld hier Tickets zu kaufen:

https://www.murnau-stiftung.de/filmtheater/kinoprogramm/gelobt-sei-gott-grace-dieu-df-0

Kooperationsveranstaltung von St. Birgid, St. Peter und Paul sowie St. Bonifatius gemeinsam mit dem Murnau Filmtheater sowie der Koordinationsstelle Prävention vor sexualisierter Gewalt, Bistum Limburg.

Geistliche Werktagsangebote

Nach den Sommerferien feiern wir wieder Werktagsgottesdienste, die Sie ohne Voranmeldung (in die ausliegenden Zettel eintragen reicht) mitfeiern können.

Unser Angebot:

  • Dienstag 18.30 Uhr Heilige Messe in Christ König Nordenstadt
  • 1. Dienstag im Monat 18.30 Uhr Gottesdienst für den Frieden in Herz Jesu Sonnenberg
  • Mittwoch 9 Uhr Heilige Messe in Maria Aufnahme Erbenheim
  • Mittwoch 18.30 Uhr Musikalisches Abendgebet in St. Birgid Bierstadt
  • Donnerstag 18.30 Uhr Heilige Messe in St. Elisabeth Auringen (3.9./17.9./1.10.) oder St. Johannes Rambach (27.8./10.9./24.9.)
  • Freitag 9 Uhr Freitags um 9! in St. Stephan Delkenheim

Wir bitten Sie herzlich, sich zu unseren Gottesdiensten am Wochenende weiterhin anzumelden – z.B. bequem über unsere Homepage oder telefonisch zu den Öffnungszeiten des Pfarrbüros. Damit unterstützen Sie unsere Ordner und vermeiden, dass wir Sie womöglich nicht mehr einlassen können. Denn: Wir freuen uns, dass die Zahlen der Gottesdienstbesucher an den Sonntagen und Vorabendmessen langsam aber stetig steigen. Natürlich achten wir dabei weiterhin sehr auf Ihre Gesundheit: Die Kommunion wird Ihnen auch weiterhin an den Sitzplatz gebracht, um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Herzlich danken möchten wir, dass die meisten Kommunionempfänger fast wie selbstverständlich bei der Austeilung ihren Mund-Nasenschutz aufsetzen, um sich und den Kommunionspender zu schützen.

Gleichzeitig werden wir weiterhin geistliche Onlineangebote anbieten – täglich können Sie auf unserer Homepage einen Podcast anhören, und am Wochenende bieten wir Ihnen auch weiterhin eine Videobotschaft und den Hausgottesdienst für die Mitfeier des Gottesdienstes zu Hause an (den wir Ihnen auch gerne vorbeibringen). Auch in unseren Kirchen feiern wir ja diese Hausgottesdienste – und sind und bleiben so in einer Feier verbunden.

Bekannte Unbekannte – Moderne Sakralbauten in Wiesbaden

Die Katholische Erwachsenenbildung hat neue Angebote zusammengestellt, die unter www.keb-wiesbaden.de abrufbar sind.

Auch auf dem Pfarreigebiet von St. Birgid finden sich interessante Veranstaltungen:

Bekannte Unbekannte – Moderne Sakralbauten in Wiesbaden

Die Nachkriegszeit stand zwar im Zeichen des Wiederaufbaus, doch es galt auch den Blick in die Zukunft zu richten und nach dem modernen Glauben zu fragen. Die Idee des modernen sakralen Bauens formulierte der Theologe Romano Guardini mit Blick auf die Aachener Fronleichnamskirche von Rudolf Schwarz: “Das ist keine Leere, das ist Stille! Und in der Stille ist Gott.”

Auch in den Wiesbadener Kirchenbauten der Nachkriegszeit findet sich dieser Gedanke: Welche Bedeutung hat sakraler Raum für die Gesellschaft in den 50er, 60er, 70er Jahren und im Hier und Jetzt? Wo finden Alltag, Gebet und Hoffnung ihren Platz? An vier Abendterminen werden Sakralräume der Nachkriegszeit ihre Pforten für diese Fragen öffnen. Am Donnerstag, dem 20. August, um 18.30 Uhr wird die Feldkapelle in Sonnenberg besichtigt. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bei der KEB Wiesbaden. Die Teilnahme ist kostenlos.

So läuft es an den Werktagen

Hier werden Gottesdienste gefeiert:

  • dienstags um 18.30 Uhr in Christ König Nordenstadt:
    Stille Zeit mit Gott. Eucharistische Anbetung mit Impulsen. Bis ca. 19 Uhr.
  • mittwochs um 18.30 Uhr in St. Birgid Bierstadt:
    Musikalisches Abendgebet. 20 Minuten zur Ruhe kommen, zuhören, beten. Bis ca. 18.50 Uhr.
  • donnerstags um 18.30 Uhr in St. Elisabeth Auringen:
    Abendsegen der Kirche. Bis ca 18.50 Uhr.
  • täglich (Montag bis Samstag) um 12 Uhr in Christ König Nordenstadt:
    Mittagsgebet. Wir bringen Ihre und Eure Anliegen (die wir per Mail erhalten haben) und die Welt vor Gott.

Die Teilnahme am Werktag ist ohne vorherige Anmeldung möglich. Allerdings müssen alle Teilnehmer ihre Kontaktdaten hinterlegen und beim Betreten und Verlassen der Kirche einen Mund- und Nasenschutz tragen.