Ankündigung

Ab Advent bringen wir auf Wunsch einmal im Monat die Kommunion an die Haustür. Dieses neue Angebot richtet sich an alle, die unsere Gottesdienste nicht besuchen können oder aufgrund der Corona-Pandemie zurzeit lieber zu Hause bleiben.

Viele nutzen bereits unsere wöchentlichen Hausgottesdienste oder schauen den sonntäglichen Fernsehgottesdienst. Der ein oder andere vermisst aber die Möglichkeit zum Empfang der Heiligen Kommunion. Wenn Sie sich dazu zählen, melden Sie sich bitte im Zentralen Pfarrbüro in Nordenstadt. Ein Mitglied des Pastoralteams oder ein ehrenamtlicher Kommunionhelfer wird Ihnen dann zum jeweils vorher vereinbarten Termin die Kommunion bringen.

Die Kommunionfeier soll coronabedingt kurz gehalten werden und an der Haustür stattfinden. Zur Vorbereitung können Sie die Haus- oder Fernsehgottesdienste nutzen oder bei Bedarf auch eine allgemeine Anregung zum Gebet von uns erhalten. Bei der Kommunionfeier an der Haustür achten wir auf Abstands- und Hygieneregeln, Kommunionspender tragen eine Mund-Nase-Bedeckung und desinfizieren sich vor der Austeilung der Kommunion die Hände.

Dringender Appell an Bundestagsabgeordnete
Kampagne von pax christi zur Aufnahme von Geflüchteten aus Griechenland

Ein eindringlicher Appell, sich für die sofortige Aufnahme der Menschen aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Ägäis-Inseln in Deutschland einzusetzen, hat in diesen Tagen rund 50 Bundestagsabgeordnete im Bereich der Bistümer Limburg und Mainz erreicht. Die Lebensverhältnisse und die gesundheitliche Versorgung der Geflüchteten dort seien katastrophal, unmenschlich und eine „Schande für Europa“, heißt es in dem Brief, der von den beiden Vorsitzenden von pax christi Rhein-Main, Susanne Margraf-Epe und Thomas Meinhardt, unterschrieben worden ist. Wenn jetzt nichts geschehe, würden viele Menschen den nächsten Winter und die Corona-Pandemie nicht überleben. Die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Flüchtlingspolitik sei unbestritten, sie fehle aber bis heute. Deutschland habe die Aufnahmekapazitäten, daher müsse die Bundesregierung jetzt handeln, um “dieses Leiden und Sterben auf europäischem Boden endlich zu beenden.”

Das Schreiben steht im Zusammenhang mit der Kampagne „Kein Weihnachten in Moria“, die vom Regionalverband Limburg-Mainz der katholischen Friedensbewegung initiiert worden ist und von der deutschen Sektion von pax christi sowie einer wachsenden Zahl von katholischen Gemeinden und Verbänden mitgetragen und unterstützt wird. Ziel der Kampagne ist es, zeitnah alle Bundestagsabgeordneten von CDU/CSU, SPD, Grünen, FDP und Linkspartei anzusprechen, um sie für einen entsprechenden interfraktionellen oder fraktionsübergreifenden Antrag an die Bundesregierung zu gewinnen. Alle Interessierten, Pfarrgemeinden, Verbände und Gremien sind aufgefordert, sich an die Abgeordneten ihrer jeweiligen Wahlkreise zu wenden. Die Vorlage für einen Brief und weitere Informationsmaterialien stehen auf der Website https://kein-weihnachten-in-moria.de/ zum Download bereit.

Von einer „positiven Grundstimmung rund um die Kampagne“ sprechen Jana Freudenberger und Daniel Martin Untch, die als hauptamtliche Referenten für Friedensarbeit im pax christi Büro in Bad Homburg die Aktivitäten betreuen und organisieren. „Endlich können wir etwas tun“, hätten viele Mitglieder zurück gemeldet. Inzwischen liefen erste Reaktionen von angeschriebenen Abgeordneten ein. „Es gibt Mailkontakte, aber auch Gesprächsangebote.“, so Jana Freudenberger. Auch persönliche Begegnungen mit Politikern haben bereits stattgefunden oder sind in Planung.

Text: Barbara Reichwein

Katholische und evangelische Christen stellen Stadtpatron Mauritius in den Mittelpunkt

Als Zeichen der Solidarität mit der „Black Lives Matter-Bewegung“ wird am Dienstag, 29. September, um 19.30 Uhr vor der St. Mauritius-Kirche (Abeggstr. 37) ein Ökumenisches Anti-Rassismus-Gebet veranstaltet. Dazu laden die Pfarrei St. Bonifatius, die evangelischen Christen der Thomasgemeinde und die koptischen Christen der Gemeinde St. Georg und St. Mauritius zusammen ein. Im Fokus steht dabei der Heilige Mauritius, der Stadtpatron Wiesbadens: „Ein Migrant, ein Gastarbeiter, und noch dazu von dunkler Hautfarbe“, sagt Pastoralreferent Stefan Herok. Von ihm soll erzählt werden: „Es gab da einen christlichen Märtyrer, dessen Vorbild einstmals die ganze deutsche Nation folgte und dessen Fürsprache bei Gott die Stadt Wiesbaden sich anvertraute und dieser Heilige ist schwarz.“

Nicht zuletzt aus diesem Grund könne das Schicksal des Afroamerikaners George Floyd und all der anderen Opfer des gegenwärtigen Rassismus in Amerika die Christen von St. Bonifatius und St. Mauritius und die Wiesbadener nicht unberührt lassen, so Heroks Überzeugung, der den Gottesdienst zusammen mit Pfarrer Klaus Neumann und einem Geistlichen der koptisch-orthodoxen Gemeinde halten wird. Seit Jahr 965 ist das Mauritiuspatronat für die Stadt Wiesbaden urkundlich belegt.

Der heilige Mauritius, der aus Nordafrika stammte und der Überlieferung nach als römischer Soldat im 4. Jahrhundert für seinen Glauben als Märtyrer gestorben ist, verbindet die Christen in der Stadt. Die Mauritiuskirche auf dem heutigen Mauritiusplatz war nach der Reformation bis zu ihrer Zerstörung im 19. Jahrhundert evangelische Stadtpfarrkirche. Auch bei den orthodoxen und orientalischen Christen ist Mauritius ein populärer Heiliger.

Für die Teilnahme an dem Gebet besteht die Pflicht zur Eintragung in Namenslisten und zum Tragen von Mund- und Nasenschutz. Anmeldung:  title=.

Text: Barbara Reichwein

„Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern, François und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen. Ihr Widerstand formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist… Die tatsachengetreuen Ereignisse um den Missbrauchsskandal in Lyon hat François Ozon in einem fiktionalen Film verarbeitet. Atemlose Bilder, immer im Wettlauf mit den aktuellen Entwicklungen, verleihen “Gelobt sei Gott” eine emotionale Wucht, der man sich kaum entziehen kann. Stilsicher und mitreißend erzählt und ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury auf der Berlinale 2019, ist “Gelobt sei Gott” nicht nur eine erschütternde Bestandsaufnahme der Versäumnisse in der Katholischen Kirche, sondern auch ein Plädoyer für Mut und Zusammenhalt.“ (Quelle: https://www.gelobt-sei-gott.de/)

Im Anschluss an den Film stehen Ansprechpersonen der katholischen Pfarreien Wiesbadens sowie Matthias Belikan von der Koordinationsstelle Prävention vor sexualisierter Gewalt, Bistum Limburg, zu Diskussion und Austausch zur Verfügung.

Termin: Mittwoch, 21.10.2020, 19.30 Uhr

Ort: Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Tickets: 8 € (ermäßigt 7 €). Aufgrund der Corona-Beschränkungen steht nur eine begrenzte Platzanzahl zur Verfügung. Es wird daher empfohlen, sich bereits im Vorfeld hier Tickets zu kaufen:

https://www.murnau-stiftung.de/filmtheater/kinoprogramm/gelobt-sei-gott-grace-dieu-df-0

Kooperationsveranstaltung von St. Birgid, St. Peter und Paul sowie St. Bonifatius gemeinsam mit dem Murnau Filmtheater sowie der Koordinationsstelle Prävention vor sexualisierter Gewalt, Bistum Limburg.

Hier werden Gottesdienste gefeiert:

  • dienstags um 18.30 Uhr in Christ König Nordenstadt:
    Stille Zeit mit Gott. Eucharistische Anbetung mit Impulsen. Bis ca. 19 Uhr.
  • mittwochs um 18.30 Uhr in St. Birgid Bierstadt:
    Musikalisches Abendgebet. 20 Minuten zur Ruhe kommen, zuhören, beten. Bis ca. 18.50 Uhr.
  • donnerstags um 18.30 Uhr in St. Elisabeth Auringen:
    Abendsegen der Kirche. Bis ca 18.50 Uhr.
  • täglich (Montag bis Samstag) um 12 Uhr in Christ König Nordenstadt:
    Mittagsgebet. Wir bringen Ihre und Eure Anliegen (die wir per Mail erhalten haben) und die Welt vor Gott.

Die Teilnahme am Werktag ist ohne vorherige Anmeldung möglich. Allerdings müssen alle Teilnehmer ihre Kontaktdaten hinterlegen und beim Betreten und Verlassen der Kirche einen Mund- und Nasenschutz tragen.

Hinweise für den Gottesdienstbesuch

Der Besuch der Gottesdienste am Wochenende ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Teilnahme am Werktag ist ohne Anmeldung möglich. Allerdings müssen alle Teilnehmer einen Zettel mit Kontaktdaten ausfüllen, sofern unser Anmeldesystem sie nicht erfasst hat.

Bitte tragen Sie beim Betreten oder Verlassen der Kirche einen Mund- und Nasenschutz und desinfizieren Sie sich die Hände (Spender stehen bereit). Sie werden von Ordnern begrüßt und zu Ihrem Platz gebracht. Bitte wahren Sie das Abstandsgebot!

Bitte bringen Sie Ihr eigenes Gotteslob mit. Zwar ist der gemeinsame Gesang nicht erlaubt, jedoch können wir gemeinsame Gebete sprechen. Das Auslegen der Gesangbücher ist uns nicht gestattet.

Auf das Händereichen zum Friedensgruß verzichten wir weiterhin, die Kommunion bekommen Sie zum Platz gebracht. Die Kollekte erfolgt als Türkollekte, Körbe stehen am Ausgang bereit.

Bitte beachten Sie, dass Sie bei Erkältungssymptomen nicht kommen dürfen und die Teilnehmerzahlen begrenzt sind.

Streaming-Angebote aus der Bischofskapelle und dem Limburger Dom

Das Bistum Limburg bietet auch zu den Kar- und Ostertagen Live-Streams an. Die Gottesdienste werden aus der Kapelle des Limburger Bischofshauses und aus dem Dom übertragen. Zu sehen sind die Streams über www.bistumlimburg.de sowie über den Facebook- und den Youtube-Kanal des Bistums. „Wir möchten mit den Live-Streams den Gläubigen die Möglichkeit geben, Ostern mitzufeiern“, erklärt Bistumssprecher Stephan Schnelle. Es sei ein wichtiges Zeichen in dieser Zeit. „Ostern ist auch in diesem besonderen Jahr.“

Das sogenannte „Triduum Paschale“, also die Gottesdienste an den Tagen Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, werden aus dem Limburger Dom übertragen. Diesen Feiern steht der Bischof vor. Die Messe vom heiligen Abendmahl an Gründonnerstag, 9. April, beginnt um 19 Uhr. Zudem wird es nach dieser Messe eine Ölbergstunde im Live-Stream geben. Die Karfreitagsliturgie am Freitag, 10. April, beginnt um 15 Uhr, die Feier der Osternacht am Karsamstag, 11. April, um 21 Uhr und schließlich das Osterhochamt am Ostersonntag, 12. April, um 10 Uhr. Der Gottesdienst am Ostermontag, 13. April, um 10 Uhr wird wieder in der Kapelle des Limburger Bischofshauses stattfinden, Zelebrant ist Weihbischof Dr. Thomas Löhr.