Sakramente

firmtage-01-b15357

firmtage-03-b15357Vor allem um die Liebe wurde lange gekämpft bei den Firmtagen der Pfarrei St. Birgid in Kirchähr. Die knapp hundert Jugendlichen sollten Begriffe für Gott auswählen – erst alleine, dann zusammen, bis zum Schluss nur noch vier Gruppen übrig waren und von diesen jeweils drei Attribute gekürt wurden. Da wurde heftig diskutiert und Sätze wie „Ihr könnt doch die Liebe nicht rausschmeißen“ oder „Feuer ist der Gewinner der Herzen“ fielen. Einig wurde man sich schließlich bei den Wörtern „Licht“, „Liebe“, „Kraft“, „Vater“, „Gnädiger“ und „unverständlich“.

firmtage-04-b15357

Drei Tage lang setzten sich die Firmanden mit den Facetten ihres Glaubens auseinander, drehten Werbefilme für Jesus, erstellten Collagen über den Heiligen Geist und schrieben persönliche Briefe an Gott. Begleitet wurden sie hierbei vom Pastoralteam um Pfarrer Frank Schindling und den Katecheten Birgid Meßwarb, Alexandra Chytry, Andreas Quack, Roman Bär, Thomas Hucke, Kurt Herold und Armin Hellinger.

firmtage-08-b15357 firmtage-05-b15357

firmtage-06-b15357Besonders stimmungsvoll waren die Andachten bei Kerzenschein morgens und abends im fast 900 Jahre alten Kirchlein von Kirchähr. Die Zeit der Firmvorbereitung sei „eine Riesenchance dem lieben Gott die Tür aufzumachen“, sagte Schindling, der die Jugendlichen aufforderte sich die Zeit zu nehmen abzuwägen, was ihnen im Leben wichtig sei. Am letzten Tag feierte er mit den Firmanden eine „erklärte“ Messe, in der er den jungen Gottesdienstbesuchern die Abläufe und Liturgie näher brachte.

firmtage-07-b15357

firmtage-10-b15357

firmtage-09-b15357Mit dem Glaubensbekenntnis setzen sich die Jugendlichen im Rahmen einer Stafette auseinander. An den einzelnen Stationen ging es unter anderem um die Auferstehung, die katholische Kirche, Gottesbilder, die Schöpfung und die Heiligen. Des Weiteren wurden die eigenen Ängste und Nöte aufgeschrieben und an ein Kreuz genagelt, mit Puppen Jesusbilder nachgestellt, der Heilige Geist gemalt und Bilder zur Schöpfung und Auferstehung interpretiert. Und es wurde viel diskutiert – über den eigenen Glauben, die Kirche und die Gemeinschaft, die während der Firmtage erfahrbar war.

firmtage-11-b15357

Und so fiel das persönliche Glaubensbekenntnis der Jugendlichen in und nach dieser intensiven Zeit in Kirchähr überwiegend positiv und sehr reflektiert aus. „Bei Problemen bin ich nicht allein. Mein Glaube ist ein fester Punkt im Leben, auf den ich immer zurückkommen kann – auch wenn ich ihn vielleicht manchmal etwas aus den Augen verliere“, lautete das Fazit eines Firmanden.

firmtage-13-b15357

firmtage-12-b15357

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

radbaustein-5-b12366

Der letzte Firmbaustein rollte in Richtung Zielgerade; die Firmung naht heran für die Jugendlichen… Und auch wir waren froh, als wir nach über 60 Kilometern Strecke den Schlussanstieg in Richtung Dusche, Abendessen und Sofa bezwungen hatten!

radbaustein-6-b12366

Am Samstag, 26. Mai, waren wir bei sommerlichen Temperaturen und strahlend blauem Himmel mit zehn Firmbewerber(inne)n auf einer Fahrradtour unterwegs. „Auf all unseren Wegen“, so lautete der Titel. Wir fuhren von Erbenheim den Rheinradweg entlang bis zur Fähre Kornsand-Nierstein. Nach der Fluss-Überquerung besuchten wir die beeindruckende Katharinenkirche in Oppenheim und radelten am anderen Rheinufer entlang zurück in die Pfarrei St. Birgid.

radbaustein-1-b12366

radbaustein-4-b12366Unterwegs überlegten und diskutierten wir an verschiedenen Stationen zu den drei großen Themen „Fahrradweg – von der Heimat in die Fremde“, „Lebensweg – von der Kindheit zum Erwachsenwerden“ und „Glaubensweg – Kirche, Heiliger Geist, Lebensende und mehr…“ Natürlich gab es zwischendurch auch ein gutes Eis. Alle hatten viel Spaß an diesem langen Fahrradtag!

radbaustein-2-b12366

 

 

 

Text/Fotos: Enrico Wagner

radbaustein-3-b12366

jugodi-2-bie-b11933

jugodi-1-bie-b11933Melodien aus seiner Heimat spielte der Syrer Simon auf seiner selbstgebauten Laute zu Beginn des Jugendgottesdienstes der Firmanden in der Pfarrkirche St. Birgid Bierstadt und sorgte so für einen außergewöhnlichen Auftakt einer sehr lebendigen Feier. Die Messe hatte eine Gruppe Jugendlicher mit Pfarrer Frank Schindling und Pawel Meisler vom Pastoralteam vorbereitet – gemeinsam mit Flüchtlingen, die von ihrer Heimat, ihrer Flucht und ihrem Neuanfang in Deutschland erzählten.

jugodi-3-bie-b11933

In seiner Predigt forderte der Pfarrer die Gottesdienstbesucher auf „über den Tellerrand zu schauen“. Im Rahmen der Firmvorbereitung habe es schon viele Angebote gegeben, in denen auf ganz unterschiedliche Lebenssituationen mit den Augen eines Christen geblickt wurde – etwa bei den Flüchtlingen. „Was reden wir über Flüchtlinge! Wir sollten besser mit ihnen reden“, so Schindling. Sich auf etwas Neues einzulassen, sei eine Bereicherung. Daraufhin überließ er den Firmanden das Wort, die die Flüchtlinge, mit denen sie gesprochen hatten, der Gemeinde vorstellten. Danach erzählten die jungen Syrer und Afghanen, dass sie vor dem Krieg geflohen seien, um ein Leben ohne Angst, Unterdrückung, Terror und Gewalt zu leben.

jugodi-4-bie-b11933

Während des Gottesdienstes nahm Pfarrer Schindling noch eine Erwachsenenfirmung vor. „Mit der Firmung kann man die Gemeinde als Ort des Lebens entdecken“, so Schindling. Musikalisch gestalteten Louisa Scheit, Rudi Neu, Michael Jirsch, Gabriel und Roman Bär den Gottesdienst.

jugodi-6-bie-b11933

jugodi-7-bie-b11933Im Anschluss trafen sich die Firmanden, deren Familien und die Gottesdienstbesucher im großen Gemeindesaal zum gemeinsamen Mittagessen. Unter der Federführung von Benedikt Schwaderlapp hatten einige Firmanden und Flüchtlinge Gerichte aus deren Heimatländern gekocht. Das exotisch gewürzte Essen kam so gut an, dass die wenigen Reste, die am Ende übrig blieben, alle noch aufgeteilt und mitgenommen wurden.

jugodi-8-bie-b11933

Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann