Gott die Tür aufgemacht – Firmtage in Kirchähr

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firmtage-03-b15357Vor allem um die Liebe wurde lange gekämpft bei den Firmtagen der Pfarrei St. Birgid in Kirchähr. Die knapp hundert Jugendlichen sollten Begriffe für Gott auswählen – erst alleine, dann zusammen, bis zum Schluss nur noch vier Gruppen übrig waren und von diesen jeweils drei Attribute gekürt wurden. Da wurde heftig diskutiert und Sätze wie „Ihr könnt doch die Liebe nicht rausschmeißen“ oder „Feuer ist der Gewinner der Herzen“ fielen. Einig wurde man sich schließlich bei den Wörtern „Licht“, „Liebe“, „Kraft“, „Vater“, „Gnädiger“ und „unverständlich“.

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Drei Tage lang setzten sich die Firmanden mit den Facetten ihres Glaubens auseinander, drehten Werbefilme für Jesus, erstellten Collagen über den Heiligen Geist und schrieben persönliche Briefe an Gott. Begleitet wurden sie hierbei vom Pastoralteam um Pfarrer Frank Schindling und den Katecheten Birgid Meßwarb, Alexandra Chytry, Andreas Quack, Roman Bär, Thomas Hucke, Kurt Herold und Armin Hellinger.

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firmtage-06-b15357Besonders stimmungsvoll waren die Andachten bei Kerzenschein morgens und abends im fast 900 Jahre alten Kirchlein von Kirchähr. Die Zeit der Firmvorbereitung sei „eine Riesenchance dem lieben Gott die Tür aufzumachen“, sagte Schindling, der die Jugendlichen aufforderte sich die Zeit zu nehmen abzuwägen, was ihnen im Leben wichtig sei. Am letzten Tag feierte er mit den Firmanden eine „erklärte“ Messe, in der er den jungen Gottesdienstbesuchern die Abläufe und Liturgie näher brachte.

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firmtage-09-b15357Mit dem Glaubensbekenntnis setzen sich die Jugendlichen im Rahmen einer Stafette auseinander. An den einzelnen Stationen ging es unter anderem um die Auferstehung, die katholische Kirche, Gottesbilder, die Schöpfung und die Heiligen. Des Weiteren wurden die eigenen Ängste und Nöte aufgeschrieben und an ein Kreuz genagelt, mit Puppen Jesusbilder nachgestellt, der Heilige Geist gemalt und Bilder zur Schöpfung und Auferstehung interpretiert. Und es wurde viel diskutiert – über den eigenen Glauben, die Kirche und die Gemeinschaft, die während der Firmtage erfahrbar war.

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Und so fiel das persönliche Glaubensbekenntnis der Jugendlichen in und nach dieser intensiven Zeit in Kirchähr überwiegend positiv und sehr reflektiert aus. „Bei Problemen bin ich nicht allein. Mein Glaube ist ein fester Punkt im Leben, auf den ich immer zurückkommen kann – auch wenn ich ihn vielleicht manchmal etwas aus den Augen verliere“, lautete das Fazit eines Firmanden.

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Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann