Polenfahrt der Senioren

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Sehr früh morgens beginnt am Muttertag die Reise nach Polen mit insgesamt 43 Personen aus unserer Pfarrei St. Birgid und aus der Gemeinde St. Klara der Pfarrei Peter und Paul in Wiesbaden. Nach der Begrüßung und einer kurzen Ansprache über den Verlauf der Reise gab es erst einmal zu Ehren aller Mütter ein Gläschen Sekt. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Mutter von Pfarrer Frank Schindling, die sich mit ihrem Mann im Mai ebenfalls für eine knappe Woche mit auf die Reise gemacht hatte. Annelie Schindling erhielt unter Applaus eine große Flasche Sekt, die natürlich an einem der schönen Abende ausgeschenkt wurde.

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„Für viele von uns ist es eine Fahrt in die Heimat!“, sagte Pfarrer Schindling in der ersten gemeinsamen Messe und machte damit deutlich, dass bei einigen Reisenden sicher viele Erinnerungen wach gerufen würden – sowohl an schöne aber vielleicht auch an negative Ereignisse. Und auch in den Andachten und Gottesdiensten, die wir in verschiedenen Kirchen und einmal sogar im Bus gehalten haben, betonte Pfarrer Schindling, wie wichtig für jeden die Heimat sei und das Gott jeden überallhin begleite.

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Wir besuchten in Breslau neben der Jahrhunderthalle auch die faszinierende Wasser- und Lichtshow, anschließend speisten wir in einem Braukeller neben dem Rathaus auf dem sogenannten „Rynek“ (auf Deutsch: Markt) zu Mittag. In Krakau besichtigten wir die beeindruckende Kathedrale am Wawelhügel. Nach dem Mittagessen blieb Zeit über den Marktplatz zu schlendern und polnische Spezialitäten zu probieren. Anschließend besuchten wir die nahestehende Marienkirche, die als Wahrzeichen Krakaus gilt. Zu jeder vollen Stunde erklingt vom Turm der Basilika jeweils in alle vier Himmelsrichtungen ein Trompetenspiel.

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In Oppeln starteten wir den Tag mit einer Messe in der Heiligen Sebastien Kirche. Anschließend erhielten wir eine Führung durch die Stadt und besuchten neben der Kathedrale zum Heilig Kreuz auch die Franziskanerkirche. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, bei dem es die traditionellen Maultaschen „Pierogie“ gab, machten wir uns auf den Weg nach Tschenstochau. Dorthin, wo jährlich viele polnische Bürger hinpilgern, um die Ikone der Schwarzen Madonna von Tschenstochau zu verehren. Am letzten Tag ging es zum St. Anna-Berg, einem der wichtigsten Wallfahrtsorte Schlesiens. Nach einem Gottesdienst freuten wir uns auf Kaffee und Kuchen, denn wir durften traditionellen schlesischen Mohn- und Käsekuchen probieren.

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polen-05-b10122Da die Tage immer gut mit Programm gefüllt waren, freute man sich abends umso mehr auf das gemeinsame Abendessen in der Unterkunft. Wir wurden von den Gastgebern sehr herzlich aufgenommen und mit hausgemachten Speisen kulinarisch verwöhnt. In geselliger Runde saßen wir danach noch beisammen und so lernte man sich schnell besser kennen. Mit Spannung wurde auch die Rätsel-Auflösung erwartet. Jeden Morgen wurde eine Tages-Schätzfrage gestellt. Gefragt wurde unter anderem, wie viele Tage der polnische Papst Johannes Paul II. im Amt war (9666 Tage), wie viele Pierogie ich auf einmal schaffe (30 Stück) oder – am letzten Tag – wie viele Kilometer wir mit dem Bus seit Wiesbaden zurückgelegt hatten (1916km). Wer mit seinem Tipp richtig lag, erhielt eine Flasche Wein oder Sekt, die sich meistens mehrere Gewinner teilten.

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Der letzte Abend klang mit Gesängen und Tänzen aus. Am Abreisetag wurden noch schnell die gekauften Würste und Schinken eingeladen und letzte Einkäufe im polnischen Supermarkt getätigt, dann machten wir uns auf die Rückreise nach Deutschland. Auf dem Weg hielten wir in der Autobahnkirche in Wilsdruff, um auf die Reise zurückzublicken und Gott für die Erlebnisse zu danken.

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Als Überraschung gab es an einer Raststätte für jeden ein Stück schlesischen Mohnkuchen, Käsekuchen und Kaffee.

Es war eine herrliche Zeit! Bis zum nächsten Mal!

Viele Grüße, auch im Namen von Pfarrer Schindling, Johannes Mockenhaupt und Anton Nowak!

Ihr und Euer, Pawel Meisler

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Fotos: Pawel Meisler/Frank Schindling