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Kokis entdecken den Glauben

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„Wir laden euch ein! Kommt einfach mit!“ Mit herzlichen Worten lud Gemeindereferent Johannes Mockenhaupt die Eltern ein mit den Kommunionkindern ein Wochenende in Traben-Trarbach zu verbringen – und so reisten neben 87 Kokis teilweise ganze Familien mit kleinen und älteren Kindern an, so dass schließlich 144 Personen aus St. Birgid die Jugendherberge mit Blick auf die Mosel bevölkerten. Mit von der Partie waren zudem ein großer Teil der Katecheten und des Pastoralteams sowie Bezirkskantor Roman Bär.

kokis-1-b15544Mit der Feier einer „erklärten Messe“ in der Kirche St. Nikolaus startete die Gruppe am Freitagabend in das ereignisreiche Wochenende. Samstags wurden mehrere Stationen vorbereitet, an denen Lieder gesungen wurden, ein Podcast zum Thema Liebe entstand, Schnittreste aus der Hostienbäckerei wurden probiert und mit Pater Johannes Wilhelmi der Ablauf des Gottesdienstes besprochen. Meditativ ging es an der Station „Labyrinth des Lebens zu“, mit einer Kerze in der Hand sollten die Kokis den Weg in die Mitte des Labyrinths finden. „Ich habe am längsten gelebt“, berichtete ein Kommunionkind lachend – es hatte sich in den Kurven und Schleifen verlaufen und etwas länger gebraucht als die anderen.

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Außerdem wurde an dem Wochenende Theater gespielt und überlegt, wie die Leute zu Jesu Zeit gelebt haben. Den Erwachsenen bot Pfarrer Frank Schindling ein eigenes Programm an, in dem die Pfarrei vorgestellt und über Gottesbilder gesprochen wurde. Zum Schluss wurden dann viele Handy-Nummern ausgetauscht, zum einen weil die Kinder sich angefreundet hatten und miteinander spielen wollten, zum anderen weil die Eltern untereinander in Kontakt bleiben wollten.

Text: Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Johannes Mockenhaupt und Pawel Meisler

 

Neuer PGR steckt sich Ziele

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Gemeinsam auf den Weg begab sich der neue Pfarrgemeinderat (PGR) zum Jahresbeginn. Das ist zum einen wörtlich zu nehmen, da die frisch gewählten PGR-Mitglieder mit dem Pastoralteam ein Wochenende im Tagungshaus Berg Moriah in Simmern verbrachten, um einander besser kennenzulernen. Zum anderen wurden gemeinsame Ziele vereinbart, Arbeitsgruppen gegründet und geplant. „Es ist unfassbar, was ihr da macht“, kommentierte Dorothee Heinrichs, Geschäftsführerin des Diözesansynodalamts und des Diözesansynodalrats, begeistert das Engagement der stimmberechtigten und beratenden PGR-Mitglieder. Heinrichs begleitete die Gruppe durch das Wochenende und lobte die Produktivität der neuen Gemeinschaft.

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Nach der Vorstellungsrunde, in der auch die Kirchorte präsentiert wurden, erarbeiteten die PGR-Mitglieder im Rahmen eines World-Cafés die wichtigsten Themen der nächsten Zeit. Im Anschluss wurden drei Arbeitsgruppen gegründet – zur Bischofsvisitation im Juni, zum Synodalen Weg und zum Kirchenneubau in Delkenheim. Es ging aber auch unter anderem  um die Fragen „Was zeichnet uns aus?“, „Was ist wichtig?“ und „Welchen Eindruck wollen wir auf keinen Fall machen?“. Vor allem möchte das Gremium eins – erlebbar und spürbar in der Pfarrei sein.

Gemeinsam feierte die Gruppe an dem Wochenende einen Gottesdienst.

Text: Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Lioba Czichos und Frank Schindling

Patrozinium mit Aussendungsfeier

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patrozinium-03-bie-b15458„Die Kirchenentwicklung ist uns besonders wichtig“, sagte Pfarrer Frank Schindling zu Beginn des Festgottesdienstes zum Patrozinium der Pfarrei St. Birgid Wiesbaden. „Man sieht hier Kirchenentwicklung“, schloss sich dem Bischofsvikar Dr. Christof May an und spielte damit auf den festlichen Einzug in die vollbesetzte Bierstadter Pfarrkirche mit über 50 Messdienern, einer Gruppe Pfadfinder, den acht neuen Trauerbegleiterinnen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen im Beerdigungsdienst sowie dem Pastoralteam St. Birgid um Pfarrer Frank Schindling an. Musikalisch gestalteten die Gemeindeband leBandig und die Chöre der Pfarrei unter der Leitung von Corinne Brill sowie Szilvia Tóth an der Orgel und Bezirkskantor Roman Bär die Feier. Zu gleich zwei begleitenden Kinderwortgottesdiensten waren die jüngeren Gemeindemitglieder eingeladen.

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St. Birgid sei eine bunte, lebendige Gemeinde, die auch das Lebensende in den Blick nehme, so May. „Gehört nicht auch alles irgendwie zusammen?“, fragte der Bischofsvikar für Kirchenentwicklung. „Heute werden Botinnen gesandt, um Menschen auf dem Weg des Abschiedsnehmens zu begleiten. Ihr macht ernst mit der Nachfolge Jesu“, richtete er sich an die acht Gemeindemitglieder, die sich ein Jahr lang unter der Begleitung von Pastoralreferent Stephan Lechtenböhmer in einem Qualifizierungskurs auf diesen besonderen Dienst, ein Pilotprojekt des Bistum Limburg, vorbereitet hatten. Dieser Prozess umfasste die Auseinandersetzung mit den Themen „Sterben, Tod und Trauer“ sowie ein Training in Gesprächsführung, in Ritualkompetenz und für den Verkündigungsdienst.

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Im Anschluss überreichte May den Trauerbegleiterinnen Christine Klaus und Barbara Schmidt, den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen im Beerdigungsdienst Katharina Bonin und Jutta Jünger sowie Françoise Born, Verena Riehl, Gertraud Schottdorf-Hoffmann und Christiane Stockhausen, die in beiden Diensten aktiv sein werden, ihre Beauftragungsurkunden durch das Bistum und gratulierte ihnen.

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Während des Gottesdienstes wurde zudem die von dem Syrer Osama Msleh für den Kirchort Christ König Nordenstadt geschriebene St-Birgid-Ikone gesegnet. Zudem dankte Pfarrer Schindling Gemeindemitglied Sven Siegel, der frühzeitig den Kirchturmbrand in St. Birgid an die Feuerwehr gemeldet hatte, so dass Schlimmeres verhindert werden konnte. Auch den Einsatzkräften wurde noch einmal herzlich gedankt.

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patrozinium-14-bie-b15458Im Anschluss wurde ein buntes Gemeindefest gefeiert. Der Arbeitskreis Jugend hatte das Mittagessen vorbereitet, die Ortsausschüsse übernahmen die Organisation und  die Bewirtung, der Eine-Welt-Kreis verkaufte fair gehandelte Produkte und das Adventsprojekt selbst hergestellte Seifen. Die Pfadfinder hatten ein Kinderprogramm auf die Beine gestellt. Im Hof stand das Glaubensmopped KARL bereit, an dem Kaffee getrunken und Gespräche geführt wurden. Außerdem fand die Auftaktprobe für das Gospelprojekt „Praise Him!“ statt.

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Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Dreifaches Helau von den JuHu´s

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Ein dreifach donnerndes Helau schmetterten die JuHu´s, die Jungen unter Hundert der Pfarrei St. Birgid, gut gelaunt beim Besuch im Fastnachtsmuseum in Mainz. Da sich die fünfte Jahreszeit näherte, zog es die muntere Gruppe in die benachbarte Fastnachtshochburg, um etwas mehr über die närrischen Bräuche und Traditionen jenseits des Rheins zu erfahren.

So erfuhr die unternehmungslustige Gruppe, dass der Verkauf der  sogenannten Zugplakettchen, die seit 1948 alljährlich angeboten werden und der Finanzierung des Rosenmontagzuges dienen, eine Idee war, die vom Katholikentag abgeschaut wurde. Neben all dem  Wissenswerten gab es aber auch etwas zu erleben, so durfte sich Pastoralteamer Pawel Meisler einen 25 Kilogramm schweren Schwellkopp aufsetzen. Diese werden bei den Umzügen auf der sieben Kilometer langen Strecke getragen.

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Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen und netten Gesprächen kehrten alle närrischen JuHu´s wieder gut gelaunt nach Wiesbaden zurück.

Am Aschermittwoch, dem 26. Februar, beginnt die 40-tägige vorösterliche Fastenzeit. Wissenswertes über diesen Tag erfahren die JuHu´s ab 14 Uhr im Gemeindezentrum St. Birgid Bierstadt. Außerdem lädt ein Heringsbuffet zum Schlemmen und Verweilen ein. Zur besseren Planung bitten wir um vorherige Anmeldung im Zentralen Pfarrbüro. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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Ebenfalls direkt anmelden sollte man sich auch für den Ausstellungsbesuch in St. Mauritius anlässlich 75 Jahre Ende des 2. Weltkriegs: Am Mittwoch, dem 25. März, wird die  Ausstellung von Claudia Merx „… trotz aller Schwere – Vergessen und Erinnern Raum geben“ besucht.

Text/Fotos: Pawel Meisler

Gott die Tür aufgemacht – Firmtage in Kirchähr

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firmtage-03-b15357Vor allem um die Liebe wurde lange gekämpft bei den Firmtagen der Pfarrei St. Birgid in Kirchähr. Die knapp hundert Jugendlichen sollten Begriffe für Gott auswählen – erst alleine, dann zusammen, bis zum Schluss nur noch vier Gruppen übrig waren und von diesen jeweils drei Attribute gekürt wurden. Da wurde heftig diskutiert und Sätze wie „Ihr könnt doch die Liebe nicht rausschmeißen“ oder „Feuer ist der Gewinner der Herzen“ fielen. Einig wurde man sich schließlich bei den Wörtern „Licht“, „Liebe“, „Kraft“, „Vater“, „Gnädiger“ und „unverständlich“.

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Drei Tage lang setzten sich die Firmanden mit den Facetten ihres Glaubens auseinander, drehten Werbefilme für Jesus, erstellten Collagen über den Heiligen Geist und schrieben persönliche Briefe an Gott. Begleitet wurden sie hierbei vom Pastoralteam um Pfarrer Frank Schindling und den Katecheten Birgid Meßwarb, Alexandra Chytry, Andreas Quack, Roman Bär, Thomas Hucke, Kurt Herold und Armin Hellinger.

firmtage-08-b15357 firmtage-05-b15357

firmtage-06-b15357Besonders stimmungsvoll waren die Andachten bei Kerzenschein morgens und abends im fast 900 Jahre alten Kirchlein von Kirchähr. Die Zeit der Firmvorbereitung sei „eine Riesenchance dem lieben Gott die Tür aufzumachen“, sagte Schindling, der die Jugendlichen aufforderte sich die Zeit zu nehmen abzuwägen, was ihnen im Leben wichtig sei. Am letzten Tag feierte er mit den Firmanden eine „erklärte“ Messe, in der er den jungen Gottesdienstbesuchern die Abläufe und Liturgie näher brachte.

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firmtage-09-b15357Mit dem Glaubensbekenntnis setzen sich die Jugendlichen im Rahmen einer Stafette auseinander. An den einzelnen Stationen ging es unter anderem um die Auferstehung, die katholische Kirche, Gottesbilder, die Schöpfung und die Heiligen. Des Weiteren wurden die eigenen Ängste und Nöte aufgeschrieben und an ein Kreuz genagelt, mit Puppen Jesusbilder nachgestellt, der Heilige Geist gemalt und Bilder zur Schöpfung und Auferstehung interpretiert. Und es wurde viel diskutiert – über den eigenen Glauben, die Kirche und die Gemeinschaft, die während der Firmtage erfahrbar war.

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Und so fiel das persönliche Glaubensbekenntnis der Jugendlichen in und nach dieser intensiven Zeit in Kirchähr überwiegend positiv und sehr reflektiert aus. „Bei Problemen bin ich nicht allein. Mein Glaube ist ein fester Punkt im Leben, auf den ich immer zurückkommen kann – auch wenn ich ihn vielleicht manchmal etwas aus den Augen verliere“, lautete das Fazit eines Firmanden.

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Text/Fotos: Anne Goerlich-Baumann

Sternsinger ziehen von Haus zu Haus

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Bis zur letzten Minute feilten die Gruppenleiter und Ehrenamtlichen mit Pastoralteamer Pawel Meisler an den Streckenplänen und Lauflisten. Viel Flexibilität wird alljährlich den Sternsingern abverlangt, denn bis kurz vor Beginn der Sternsingeraktion kommen immer noch Anfragen und Besuchswünsche im Zentralen Pfarrbüro an – und da es um die gute Sache geht, wird versucht noch alles möglich zu machen. Zum Glück konnten die Kinder und Jugendlichen in diesem Jahr trockenen Fußes von Haus zu Haus gehen und den Segen bringen.

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In allen Kirchorten waren wieder die Sternsinger unterwegs. Den Auftakt machten die Besuche im Wiesbadener Rathaus, im hessischen Kultusministerium und im Ministerium für Soziales und Migration. Gemeinsam mit den Königinnen und Königen aus St. Peter und Paul und St. Bonifatius ging es zum ersten Mal zum neuen Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, der sich bei den Kindern und Jugendlichen für ihren Einsatz bedankte. Kultusminister Alexander Lorz hatte sogar noch eine kleine Stärkung für die Sternsinger vorbereitet.

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Mit ihren bunten Kostümen, glänzenden Kronen und frohen Gesichtern zogen die königlichen Hoheiten am letzten Ferienwochenende in die Kirchen ein und stellten in den Gottesdiensten die Sternsingeraktion 2020 vor und erklärten, wofür die Spenden bestimmt sind. Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder zahlreiche Kommunionkinder an der Spendensammlung. In den Gottesdiensten segneten Pfarrer Frank Schindling und Abbé Thierry Rugira die königlichen Hoheiten und Sternträger und sandten sie aus.

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„Frieden! Im Libanon und weltweit“ – so lautete das Motto der diesjährigen Aktion. Dort werden von den Spendengeldern der Frieden und die Verständigung zwischen Kindern unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion gefördert! Für Schulen wurde ein Bildungsprogramm über die Weltreligionen entwickelt, zudem werden Kurse in gewaltfreier Kommunikation und respektvollem Umgang miteinander angeboten.

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Ein herzliches Dankschön geht an unsere Kinder und Jugendlichen, an alle Betreuer, Helfer und Unterstützer, die auf ganz vielfältige Art und Weise zum Gelingen der Aktion beigetragen haben – und natürlich an unsere Gemeindemitglieder, die ihre Türen für die Sternsinger geöffnet und die Aktion mit einer Spende unterstützt haben!

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Text: Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Christiane Winter, Lioba Czichos, Alfred Fasshauer, Nicklas Hahn, Kurt Herold und Anne Goerlich-Baumann

Kommunionkinder sammeln eifrig Spenden

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tafel-1-son-b15287Mit der Aktion „Sammeln für die Tafel Wiesbaden – wir machen den Kollektenkorb groß“ begann unter Federführung von Gemeindereferent Johannes Mockenhaupt die Erstkommunionvorbereitung der Pfarrei St. Birgid. Acht Wochen lang sammelten rund 110 Kinder und ihre Familien Nudeln und Reis, Obst und Gemüse in Dosen und Gläsern, Zucker, Mehl, Reis, Kaffee und Tee sowie Hygieneartikel. Unterstützung gab es von den Gemeindemitgliedern, die eifrig mitsammelten und ihre Spenden an den Wochenenden zu den Gottesdiensten in die Kirchen brachten.

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tafel-2-son-b15287Am vergangenen Wochenende endete die große Spendenaktion. In Gottesdiensten in Herz Jesu Sonnenberg und St. Elisabeth Auringen mit den Kommunionkindern aus allen Kirchorten wurde den Spendern gedankt. Im Anschluss packten alle – Kommunionkinder, Eltern und Gemeindemitglieder – mit an, um die hundert vollgepackten Kisten in den bereit stehenden Lastwagen der Tafel zu tragen. Alle freuten sich über den großen Erfolg der Aktion und die schöne Bescherung der etwas anderen Art so kurz vor Weihnachten.

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Text: Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Pfarrei St. Birgid