Eine Welt

Projekte unserer Pfarrei:

  • Nordenstadt/Erbenheim/Delkenheim: Vietnamhilfe Direkt, Ansprechpartnerin ist Thi Thu Nga Dinh
  • Nordenstadt/Delkenheim: Eine-Welt-Verkauf, Ansprechpartner ist Armin Hellinger
  • Sonnenberg: Kamerun/Schul-Projekt, Ansprechpartnerin ist Francoise Born
  • Auringen: Burkina Faso (Wasser, Gärten, Aufforstung), Ansprechpartnerin ist Marianne Blumbach
  • Auringen: Großer Eine-Welt-Verkauf, Ansprechpartnerin ist Marianne Blumbach
  • Auringen: Sozial-pastorale Arbeit der Benediktinerinnen Torreon/Mexiko, Ansprechpartnerinnen sind Christine Klaus und Barbara Schmidt
  • Bierstadt: Jugendprojekt Namibia, Ansprechpartnerinnen Annika Bannert und Laura-Sophie Barth

Projektpartnerschaft der katholischen Pfarrei St. Birgid, Eine-Welt-Kreis, und der „Geschwisterlichen Vereinigung der Gläubigen von Dori“  UFC im Sahelgebiet von Burkina Faso über das katholische Hilfswerk MISEREOR Aachen (Misereor P 11501)

CHRISTEN und MUSLIME gemeinsam

Foto: Misereor

Foto: Misereor

Aktuell profitieren rund 1200 Menschen von diesem Projekt – durch den Bau eines Bouli (Regenauffangbecken) oder eines Brunnens, an Aufforstungen oder an Ausbildungsmaßnahmen. Seit Gründung der UFC 1969 wurden etwa 50 000 Menschen erreicht. Viele können zwischenzeitlich vom Gemüseanbau leben und das Gemüse in den Städten verkaufen, ganze Dorfgemeinschaften von Muslimen und Christen arbeiten und leben zuverlässig und verantwortungsvoll in diesen Projekten zusammen.

Zurzeit werden in jeder dreijährigen Projektperiode zwei Brunnen gebaut, die der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung dienen. Auch sind zwei Boulis im Bau für zwei Dorfgemeinschaften. Ist ein Bouli fertig gestellt werden die Felder ringsherum hergerichtet, die Kleinbauern werden sieben Jahre intensiv begleitet. Ein neues Projekt ist die Fischzucht in den Boulis, die Fische verbessern nicht nur die Eiweißversorgung der Bevölkerung, sondern erhöhen auch deren Einkommen.

Im Umfeld der Boulis und Brunnen wird in der Wüste aufgeforstet, so ist auch eine Agroforstwirtschaft möglich. Insgesamt ist der Holzbedarf in der Region nur durch Importe aus dem weit holzreicheren Süden von Burkina Faso zu decken, zumal es streng verboten ist, in der freien Natur Bäume zu schlagen, darauf stehen hohe Strafen.

Foto: Misereor

Foto: Misereor

Ein schwerwiegendes Problem ist die Malaria, aber auch Aids ist verbreitet. Auch die UFC beteiligt sich aktiv an den Kampagnen und nutzt dazu den intensiven Kontakt zur Basis. Zur Malariaprophylaxe werden schwangeren Frauen vom Staat kostenlose Moskitonetze zur Verfügung gestellt. Was für europäische Ohren vielleicht banal klingt, ist für ein armes Land wie Burkina Faso schon ein finanzieller Kraftakt.

Politisch gibt es Hoffnung, dass sich die politische Kultur langsam wie in Ghana in Richtung europäischer Standards bewegt, diese positive Stimmung hilft uns natürlich bei der Entwicklungsarbeit. Es gibt allerdings auch bedenkliche Entwicklungen, so gab es vor allem in der Region der Partner einige Anschläge islamistischer Gruppen.

Die Zwangsverheiratung von Kindern, vor allem Mädchen, ist noch verbreitet, in erster Linie in der muslimischen Bevölkerung. Hier fehlt es oft an fundamentaler geschichtlicher und theologischer Bildung. Das Tragische ist dabei auch, dass die zwangsverheirateten jungen Mädchen in der Regel nicht zur Schule gehen, weil die beteiligten Familien und der Ehemann keine emanzipierte Frau wollen. Anders sieht glücklicherweise die Haltung zur weiblichen Beschneidung aus. Mittlerweile stehen Politik, katholische Kirche und die muslimische Geistlichkeit gegen diese barbarische Praxis Seite an Seite. Auch die UFC ist an der Aufklärung der Bevölkerung beteiligt.

Seit 1973 ist das katholische Hilfswerk MISEREOR der größte Geldgeber der UFC. Und wie ein Mitglied der UFC sagte, „und was für uns viel wichtiger ist, ist die Verlässlichkeit von MISEREOR, man findet relativ schnell Hilfswerke, die mal einen Brunnen oder Bouli finanzieren, aber Hilfswerke, die über einen langen Zeitraum hinweg die Basis der Organisation wie der UFC sicher stellen, gibt es wenige. Nur so können wir überhaupt existieren und gute Arbeit leisten – und die Gehälter unserer Mitarbeiter verlässlich zahlen.“

Mit 18 000 Euro konnten wir dank Ihrer Hilfe dieses Entwicklungsprojekt über MISEREOR unterstützen und wir hoffen auf Ihre weitere Unterstützung. Es ist mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, sondern verlässliche Hilfe für eine lang wirkende positive Entwicklung im afrikanischen Burkina Faso.

Schenken und Spenden Sie für die Menschen in Burkina Faso:

Konto St. Birgid Wiesbaden
IBAN DE 25 5109 0000 0020 1902 13
BIC WIBADE5WXXX
Verwendungszweck Burkina Faso

Weitere Infos zu dem Burkina Faso Projekt gibt es hier: kurzbeschreibung_p11501


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Auch 2018 findet wieder regelmäßig der Eine-Welt-Verkauf in Auringen statt


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Kloster Pan de Vida, Torreón, Mexiko

mexico-2-s9438„Life is a work in progress, and we hope to add our little grain of love trough our Benedictine -ora et labora-…“ – „Das Leben ist immerzu im Werden, und wir hoffen, durch unsere benediktinische Lebensweise „ora et labora“ dazu ein kleines Quäntchen Liebe beitragen zu können…“. So schreiben die Benediktiner-Schwestern des Monasterio Pan de Vida in Torreón, Mexico, in ihrem letzten Weihnachtsbrief.

Im November 2016 hatten wir die wunderbare Gelegenheit, drei Wochen am Alltag der Schwestern teilzunehmen. Wir haben an den täglichen Gebetszeiten teilgenommen, gesellige Tischgemeinschaft erlebt und nach ausführlicher Zeitungslektüre viele politische und gesellschaftliche Diskussionen geführt, fiel in die Zeit unseres Aufenthaltes auch die Wahl des neuen amerikanischen Präsidenten. Die innenpolitische Situation Mexikos bot ebenfalls mehr als genug Gesprächsstoff, mit Korruption, Gewalt, Drogenkämpfen, großer Armut bei vielen auf der einen Seite und immensem Reichtum einiger weniger auf der anderen Seite.

Außerdem durften wir die Schwestern bei ihren unterschiedlichen sozialen Tätigkeiten begleiten, z.B. beim Verteilen von Lebensmitteln und bei Krankenbesuchen in der unmittelbaren Nachbarschaft, bei Bibelstunden in ihrem Zentrum CEDIMSE (Centro de Desarrollo Integral de las Mujeres – St. Scholastica Center for Women’s Development) oder bei der Vorbereitung und Durchführung eines Flohmarktes.

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Das Zentrum besteht seit 25 Jahren, seit die Schwestern von der Hauptstadt Mexico-City nach Torreón gekommen sind, um ihr Kloster in einem der Armenviertel der Stadt neu zu gründen.

CEDIMSE bietet
– Workshops zur Verbesserung und Stärkung der sozio-ökonomischen Situation von Frauen und Mädchen
– Trauerbegleitung
– Schreib- und Sprachkurse
– Bibelkurse
– Einzel- und Gruppentherapie
– Kinder- und Erwachsenenkatechese
– eine umfangreiche Bibliothek speziell für Kinder und Jugendliche.

Zielgruppen sind Familien mit geringem Einkommen aus der direkten Nachbarschaft, aber auch aus anderen Teilen der Stadt und der weiteren Umgebung.

„Dank der Großzügigkeit unserer Familien und Freunde von nah und fern ist es uns möglich, das vielfältige Angebot von CEDIMSE aufrecht zu erhalten“, sagt Schwester Patricia.

Außerhalb des Zentrums bieten die Schwestern Kurse am Diözesan-Seminar u.a. zur Ausbildung pastoraler Mitarbeiter und Kurse zur theologischen Bildung von religiösem Leben in Lateinamerika an, sie leisten pastorale Dienste und nehmen Lehraufträge für ihre Gemeinde und verschiedene Organisationen christlicher Frauen wahr.

Die Klostergemeinschaft besteht aus sechs Ordensschwestern und zwei Novizinnen, ihr respektvoller und freundlicher Umgang miteinander ist geprägt und getragen von ihrer tiefen christlichen Überzeugung. Die außerordentliche Gastfreundschaft der Schwestern macht das Kloster zu einem lebendigen Ort der Begegnung für sie selbst und für ihre Besucher. Durch ihre Offenheit und Empathie nehmen sie Anteil am Leben der Menschen auch außerhalb des Klosters.

Für uns war die Zeit zusammen mit den Schwestern tief beeindruckend, prägend und berührend, auch über die Entfernung fühlen wir uns ihnen außergewöhnlich freundschaftlich verbunden.

Wiesbaden, im Februar 2017

Barbara Schmidt und Christine Klaus

Siehe auch: http://pandevidaosb.com