15 Tage der guten Laune bei der Jugendfreizeit in Polen
Die erste Sommerfreizeit im Jahr 2026 für alle Jugendlichen ab 16 Jahren war eine echte Premiere. Zum allerersten Mal ging es für die Jugend nach Polen! Lang war dieses Ziel gewünscht, doch aufgrund des Mangels an Selbstversorgerhäusern in Polen nie realisierbar gewesen. So war die Freude umso größer, als dann ein passendes Haus am Riesengebirge gefunden wurde.
Am 30. Juni hieß es dann für Pfarrer Frank Schindling, Sozialarbeiter Pawel Meisler und 24 Jugendliche: Abfahrt! Schon auf der Hinfahrt erwartete die Gruppe das erste Highlight, als bei der Kult-Raststätte „Drei Gleichen“ gehalten wurde, welche für ihre originellen und unfassbar leckeren Thüringer Rostbratwürste bekannt ist. Als man abends ankam, wurde Material ausgeladen, Gemüse vorgeschnippelt und, wie jeden Abend, eine Andacht gehalten. Viele waren vom Komfort und der Größe des Hauses positiv überrascht: Jedes Zimmer hat eine eigene Dusche und die Betten waren schon bezogen.
In den nächsten Tagen wurde die Umgebung des Hauses erkundet. Eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall und eine Führung in einer Glasbläserei standen auf dem Programm. Außerdem wurde die ganze Gruppe spontan von der Großmutter eines Teilnehmers zum Kaffee und Kuchen eingeladen.
Es folgte ein Tagesausflug in die, nur zwei Stunden entfernte, tschechische Hauptstadt Prag, wo verschiedene Kleingruppen die Stadt von unterschiedlichen Seiten kennenlernten. Manche machten klassisches Sightseeing mit Karlsbrücke und Prager Burg, andere waren auf den Spuren von Franz Kafka unterwegs und wieder andere interessierten sich brennend für die Tschechische Kulinarik und Braukunst.
„Heut‘ ist ein Feiertag, heut‘ ist ein freier Tag“ lautete das Motto am ersten Sonntag, denn es war der beliebte Schnitzeltag. Zunächst wurde Gottesdienst im Sitzkreis gefeiert. Nach einem Flohmarktbesuch, wo es typisch polnische Würstchen und Kroketten, sowie neue Wanddekoration für den Patricks Pub gab, wurde dann die Schnitzelstraße eröffnet, in der die Jugendlichen unter der Leitung von Chefkoch Frank Schindling und Sous Chef Pawel Meisler 8kg Schweinelachs zu mehr als 120 Schnitzeln verarbeiteten. Abends wurde dann bei der Weltmeisterschaft mitgefiebert und gejubelt und gerudert, nachdem Norwegen, wo die Sommerfreizeit letztes Jahr stattfand, Brasilien 2:1 besiegt hatte.
Am nächsten Tag ging es in die nächstgelegene Stadt Jelenia Góra (dt. Hirschberg), wo ein alter Bunker mit einem jungen, humorvollen Guide besichtigt wurde. Die dortige Innenstadt wurde von Reiseführer Frank Schindling als „so schön wie Breslau, nur in kleiner“ beworben. Abends fand das mittlerweile traditionelle Freizeit-Quiz statt. „Das erste Team“ machte seinem Gruppennamen alle Ehre und gewann mit Abstand.
Dann war Filmtag. „Krasnoludki“ ist ein unbekanntes polnisches Wort, das mehrere Kleingruppen in einem Werbefilm mit Bedeutung füllen mussten. Wie immer entstanden vier Werke, die am Abend für ungebremstes Lachen sorgten. Krasnoludki war je nach Gruppe ein Wanderschuh, ein Essenslieferant, ein polnisches Jugendwort oder die Sucht nach dem Handy. Am nächsten Tag wurde leider klar: Alle lagen falsch. Die Gruppe fuhr gemeinsam nach Breslau und entdeckte an jeder Straßenecke Krasnoludki in Gestalt von bronzenen Gartenzwergen.
In den weiteren Tagen wurde noch mit dem Besuch der Bergstadt Szklarska Poreba und einer größeren Wanderung das Riesengebirge entdeckt. Bei letzterer sorgte die Warnung anderer Touristen vor einem kleinen Bären auf dem Weg für Komplikationen. Nachdem Einheimische versicherten, dass es nur ein ungefährlicher Wildhund oder ähnliches war, konnte der Weg dann sicher fortgesetzt werden.
Am letzten Tag eine große Ankündigung: Nachdem Frank Schindling und Pawel Meisler mit Unterstützung der Gruppe über die Freizeit Gulasch, Gyros-Auflauf, Chinapfanne, Pasta-Bar und vieles mehr gekocht haben, bleibt die Küche nun kalt. Die Gruppe aß gemeinsam typisch polnisch in einem „Restaufracja“ in Jelenia Góra zu Abend und sparte sich so den Abwasch.
Am nächsten Morgen ging es ohne größere Verzögerungen und einer leckeren Rast an den „Drei Gleichen“ wieder zurück in die Heimat, wo die Gruppe von tollen Erlebnissen, einzigartigen Eindrücken und zahlreichen Highlights erzählen konnte.
Am vergangenen Dienstag machten sich die Jugendlichen auf nach Kopaniec bei Jelenia Góra (Hirschberg im Riesengebirge). Dort bezogen sie das „Dom Pod Kasztanem“ (Haus unter den Kastanien).
Auch wenn das Wetter im Moment noch ein wenig zu wünschen übrig lässt, wurden schon erste Ausflüge und Wanderungen unternommen. Neben einer täglichen Andacht stehen vor allem Relaxen, Spielen und gemeinsames Kochen auf dem Programm.
