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Tiersegnung an der Feldkapelle

tiersegnung-02-son-b10776Kaum ein anderer Heiliger wird so sehr mit der Liebe zur Schöpfung in Verbindung gebracht wie der heilige Franziskus. Am Donnerstag, dem 4. Oktober, gedenkt die Pfarrei St. Birgid im Rahmen einer Andacht des Heiligen, im Anschluss besteht die Möglichkeit, Haustiere, die treuen Begleiter vieler Kinder und Familien, segnen zu lassen. Gerne können auch Kuscheltiere mitgebracht werden! Die Tiersegnung beginnt um 15 Uhr in der Sonnenberger Feldkapelle, Vor den Fichten 5.

Nacht der Kirchen im Rausch der Farben

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Gut besucht waren die Veranstaltungen in der Nacht der Kirchen in St. Birgid Bierstadt und Christ König Nordenstadt – das war vor allem den engagierten Ehrenamtlichen in beiden Orten zu verdanken, die jeweils ein ansprechendes Programm auf die Beine gestellt hatten. Die Mühe hatte sich gelohnt, denn neben den Gemeindemitgliedern schauten auch viele interessierte Gäste in beiden Kirchen vorbei.

Foto: Andrea Wagenknecht

Foto: Andrea Wagenknecht

ndk-6-bie-b12782Der Spagat zwischen unterhaltsam und informativ, stimmungsvoll und interessant gelang dem Bierstadter Vorbereitungsteam um Astrid Scheit, Ursula Horsten, Christiane Katzenbach-Käseberg, Simone Husemann und Roman Bär. Eröffnet wurde das Programm mit dem „Kaleidoskop der Farben“ – einem Blick in die Farbwelten des Wiesbadener Künstlers Eberhard Münch. „Inspiriert hat uns das von Münch gestaltete Glasbild mit der heiligen Birgid“, verwies Scheit auf die Glastür zur Werktagskapelle. Betrachtet wurden die Engelsgestalten des Künstlers, die laut Husemann „voller Leichtigkeit und fragmentarisch“ seien und „zur Vollendung im eigenen aufforderten“. Gezeigt wurden rund ein Dutzend Himmelsboten von Münch – präsentiert mit einer vielfältigen Auswahl an Geschichten und Gedichten von Josef von Eichendorff über Rilke und Karl May bis hin zu Heinz Erhardt und den Wise Guys. Roman Bär an der Orgel leitete musikalisch jeweils zur nächsten Bildbetrachtung über.

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Im Rausch der Farben ging es in St. Birgid weiter. Die raffiniert ausgeleuchtete Kirche und der Programmpunkt „Highlights und Evergreens zum Mitsingen“ machten danach guten Laune. Bekannte Songs wie „Streets of London“ oder „Mrs. Robinson“ wurden gemeinsam angestimmt. In der Mitte des Abends war das katholische Gotteshaus blau ausgeleuchtet und wirkte fast mystisch. Zwischen den Programmpunkten erwartete die Besucher im Turm eine kleine Stärkung. Pastoralreferent Jürgen Otto dankte allen Beteiligten, die für den  Abend im Einsatz waren.

Foto: Alexandra Chytry

Foto: Alexandra Chytry

In Kerzen- und warmes rotes Licht war die Kirche Christ König Nordenstadt während der Nacht der Kirchen eingetaucht. Hier wurde der Abend mit einem Gebet mit den schönsten Liedern aus Taizé und stimmungsvoller Orgelmusik eröffnet. Die Sänger der Chors Jubilate Deo hatten sich in den Kirchenbänken verteilt und unterstützten den Gesang der Anwesenden mehrstimmig. Organistin Szilvia Tóth spielte die Orgel. Auf den Altarstufen stand die Kreuzikone von Taizé – umgeben von kleinen Lichtern.

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ndk-3-nor-b12782Auf den besinnlichen Einstieg folgte das Mitsingkonzert der Pfarreiband leBandig. „Wir sind hier zuhause“, begrüßte Sänger Tobias Sattler die vielen Zuhörer von Jung bis Alt. leBandig hat seinen Proberaum in Christ König und Saxophonist Stephan Lechtenböhmer ist Pastoralreferent in St. Birgid. „Es gibt uns schon seit 21 Jahren und es ist kein Ende in Sicht“, fügte er zur Freude aller augenzwinkernd hinzu. Dank der ausgelegten Liedhefte konnten alle Anwesenden bei den poppigen und eingängigen Liedern, darunter viele leBandig-Eigenkompositionen, mitsingen. Und so erklangen in dem Gotteshaus unter anderem die Lieder „Komm, Heiliger Geist, du Lebenskraft“, „Selig sind die Barmherzigen – Stunde Null“ und „Ein erster Schritt“. Das fein aufeinander abgestimmte Spiel von Posaune, Trompete, Saxophon, Querflöte, Klarinette, Drums, Keyboard und Bass, die beiden erfahrenen und gut gelaunten Frontleute am Mikrofon sowie die modernen Melodien mit Texten mit Tiefgang ließen den Funken aufs Publikum überspringen.

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ndk-6-nor-b12782Durch die anschließende Abendandacht führte Pastoralreferent Thomas Klima, Kopf von leBandig und neuer Leiter der Jugendkirche Kana. Mit dem von vielen gewünschten und erwarteten „Engel, sag mir, wohin“ von leBandig klang die Nacht der Kirchen musikalisch aus. Im Anschluss lud der Ortsausschuss um Pastoralreferentin Bettina Tönnesen-Hoffmann wie schon in den Pausen vorher über zu einem kleinen Imbiss auf den Kirchplatz ein.

Ein herzliches Dankeschön allen Gemeindemitgliedern, die zum Gelingen der Nacht der Kirchen beigetragen haben!

Text: Anne Goerlich-Baumann/Fotos: Andrea Wagenknecht, Alexandra Chytry und Anne Goerlich-Baumann

Nacht der Kirchen

ndk2018_hochformat_30x148mm_cmykIn der Nacht der Kirchen am Freitag, dem 7. September, öffnen auch unsere Gotteshäuser in Bierstadt und Nordenstadt ihre Türen und bieten ein außergewöhnliches Programm:

Unter dem Thema „FarbTöne im Licht“ beteiligt sich St. Birgid Bierstadt an der Nacht der Kirchen. Herzliche Einladung sich auf die musikalischen und literarischen Stimmungen im Kirchenraum einzulassen. Tauchen Sie ein in die Welt der Farben und der Musik:

18.40 Uhr: Kaleidoskop der Farben – Blick in die Farbwelten des Künstlers Eberhard Münch

19.40 Uhr: HighLights und EverGreens zum Mitsingen – buntes Potpourri für jede Stimmfarbe

20.40 Uhr: Von blauen Wundern und Regenbögen – Farben zum Hören.

21.40 Uhr: Blech und Orgel – ein Feuerwerk der KlangFARBEN

Auch in Christ König Nordenstadt öffnet die Kirche und Interessierte sind eingeladen an folgenden Programmpunkten teilzunehmen:

18.30 Uhr: Gebet mit den schönsten Taizé-Liedern und stimmungsvoller Orgelmusik

19.45 Uhr: „Ich bin frei“ – Mitsingkonzert mit leBandig

21 Uhr: Abendandacht mit neuen geistlichen Liedern – von und mit leBandig

Das komplette Programm: nacht-der-kirchen-programm

„Gottes Geist will in euch sein“ – Firmung 2018

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firmung-03-bie-b12400„Auf Empfang“ waren rund 110 Jugendliche unserer Pfarrei in den Firmgottesdiensten in St. Birgid Bierstadt und Christ König Nordenstadt. Unter diesen Leitgedanken hatten die Firmanden, die mit Pfarrer Frank Schindling sowie Johannes Mockenhaupt und Pawel Meisler vom Pastoralteam die Feiern vorbereitet hatten, die Firmung 2018 gestellt. Hinter allem stehe die Frage nach Gott und ob man für seine Botschaft empfangsbereit sei, erklärten die Jugendlichen, die auch von der Firmvorbereitung erzählten und was sie besonders beeindruckt habe, etwa die Reise nach Taizé, die immer noch nachwirke. Mit der Firmung wolle man auf Empfang bleiben, bekräftigten die Jugendlichen in den Messfeiern.

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Das Sakrament der Firmung spendeten in St. Birgid Bierstadt Domkapitular Wolfgang Rösch und in Christ König Nordenstadt Domkapitular Helmut Wanka. Beide betonten, wie wichtig es sei, dass man als Jugendlicher seine eigenen Entscheidungen treffen, um sich so zu einer echten Persönlichkeit zu entwickeln, die im Geist Gottes handle. Nicht nur die Kirche brauche gute Persönlichkeiten sondern auch die Gesellschaft. „Traut euch, es lohnt sich“, forderte Rösch die Firmanden auf. „Gottes Geist will in euch sein, damit ihr für eure Wege gute Entscheidungen trefft“, sagte Wanka.

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firmung-04-nor-b12400„Brenne in uns, Heiliger Geist“, diese Liedzeile könne man bei den herrschenden Temperaturen gut nachspüren, begrüßte Pfarrer Schindling die Festgemeinden. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren beide Kirchen voll besetzt. Schindling dankte den beiden Firmspendern für ihr Kommen, aber auch den vielen ehrenamtlich tätigen Katecheten, die den Jugendlichen ermöglicht hatten, sich aus 44 Bausteinen ihren eigenen Firmkurs zusammenzustellen.

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firmung-02-bie-b12400Dank der pfareieigenen Bands und Organisten war man in beiden Feiern wie immer musikalisch bestens aufgestellt. In Bierstadt gestalteten die Jugendband BON und Bezirkskantor Roman Bär an der Orgel die Feier musikalisch. In Nordenstadt sorgte leBandig gewohnt souverän für musikalische Unterstützung, als Organist und Keyboarder bewährte sich dabei Michael Jirsch an beiden Instrumenten. Eine stimmungsvolle Einlage bot der Wiesbadener Knabenchor beim Sanctus.

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Im Anschluss luden in beiden Kirchorten die Ortsausschüsse noch zu Sektempfängen ein, so dass alle gemeinsam die Gottesdienste nachklingen lassen konnten, bevor es zu den privaten Feiern ging.

firmung-08-nor-b12400firmung-08-bie-b12400Ein herzliches Dankeschön an alle, die unsere Firmanden auf dem Weg zur Firmung begleitet und zum Gelingen der Gottesdienste beigetragen haben. Ohne unsere vielen Ehrenamtlichen wäre ein solch tolles Angebot nicht möglich gewesen!

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Text/Fotos: GB

 

 

 

Von guten Mächten – Predigt von Michael Sattler

Predigt von Pastoralreferent Michael Sattler

anlässlich seiner Verabschiedung am 29. April in St. Elisabeth Auringen

(Evangelium: Johannes 15, 1-8)

Liebe Mitchristen, liebe Gäste, ich freue mich sehr, dass sie gekommen sind. Gerade haben wir den schönen und herausfordernden Text des Evangeliums vom Winzer, Weinstock und den Reben gehört. Für mich ist er aus zwei Gründen erfreulich und bedeutsam.

abschied-michael-07-aur-b12174Einmal hatte ich das große Glück elf Jahre lang in der Weinbaugemeinde Frauenstein mit der Familie leben und pastoral wirken zu können, später auch in den gastfreundlichen Gemeinden des Wiesbadener Ostens. Und so konnte ich jährlich den Zyklus der Winzer und des Weinanbaus kennenlernen, die Sorgfalt, aber auch die manchmal harten widrigen Bedingungen im Weinberg in Herbst und Winter. Und das spannende professionelle kultivieren des Weines in Fass und Keller, ein oft heiter-geselliges, sinnliches und manchmal  ein fast heiliges Geschehen – mich hat das sehr beeindruckt.

Und dieser Tage habe ich mich nochmals eigens aufgemacht zu einer kleinen Wanderung durch die Weinberge – und war mitten in unserem Gleichnis. Man sieht jetzt die im Winter zurückgeschnittenen knorrigen Weinstöcke. Nur ein etwa 40 cm langer Trieb wird angebunden – nur ein Trieb, der dann bei Wind und Wetter und Sonne bis zur Ernte wächst. Alle anderen Blätter, die vielen anderen Triebe werden weggeschnitten, weggeworfen und verdorren. Er wird beschnitten, damit konzentriert neues Leben wächst und Qualität gewinnt.

Und hier sind wir nah in unserem Gleichnis: Kennen wir es nicht aus unserem Leben, dass es Brüche gibt, dass etwas weggeschnitten wird, sei es durch Krankheit, persönliche Verluste und Krisen, Not, Leid und Tod von Angehörigen und Freunden – oft sehr schmerzlich, es ist ein Teil unseres Lebens. Aber wenn es uns – mit Gottes Hilfe gelingt – dies anzunehmen, öffnen sich oft neue Türen und Gelegenheiten, die vorher nicht im Blick waren.

weinprobe-nor-b10304Ein zweiter Grund: Auch Jesus und sein Leben wird oft mit dem Wein in Verbindung gebracht: die Hochzeitsfeier in Kana, das heutige Gleichnis, er wurde sogar wegen seiner Freude am Miteinander und Mahl von den Strengen seiner Zeit beschimpft. Und nicht zuletzt beim Abendmahl, als er sich sein Auftrag und das kommende Heil mit dem Wein verband und auch jetzt in der Eucharistiefeier sprechen wir von der Vergegenwärtigung  Jesu im Kelch des Heiles, Zeichen der kommenden Fülle Gottes.

Der Wein als Zeichen der Freude, der Gemeinschaft, des Genusses, des Heiles.

Doch nun weiter zum heutigen Gleichnis: Wir leben heute in einer unfassbar komplexen, vielschichtigen, manchmal auch unübersichtlich gewordenen Wirklichkeit, die uns herausfordert.  Sich dieser Außenwelt, der Globalisierung, der ständigen Beschleunigung zu stellen ist überlebensnotwendig, das wissen wir.

Aber gleichzeitig wird der Wunsch nach Vereinfachung des Lebens greifbar als ein ergänzender Gegenpol zu der komplexen Wirklichkeit.

In der Zeitschrift: Psychologie heute nimmt der  Psychiater Joachim Galuska aus seiner klinischen Erfahrung dazu Stellung. Er schreibt: „In der Zivilgesellschaft entspricht dem raschen äußeren Fortschritt in Forschung, Digitalisierung und Technik keine gleichartige, innere Kompetenz , um dem äußeren Fortschritt gewachsen zu sein.“ Er benutzt folgenden Vergleich: „Wir können in den Weltraum fliegen, aber wir brauchen auch den Raum, den „Weltinnenraum“, wie Rainer Maria Rilke es ausdrückt.

Es braucht ein inneres Lauschen: Was ist Mensch sein? Was geht, was geht nicht? Was ist gut für uns? Das ist das revolutionäre Potenzial der Meditation? Soweit Joachim Galuska.

Was er beschreibt ist die alte und neue Herausforderung an uns? Entfalten wir dieses innere Leben, dieses innere Lauschen? Die geistliche Tradition wusste und weiß um die beiden Pole des Lebens: die AKTION in Kirche und Welt einerseits und der Kontakt zur TIEFENDIMENSION des Lebens, zum Geheimnis Gottes andererseits, was Leben erst menschlich und lebenswert macht.

So sagt z. B. der heilige Benedikt: Bete und arbeite,

Pastor Bonhoeffer: Beten und Tun des Gerechten, 

und Frère Roger Schutz von Taizé: Kampf und Kontemplation.  

Unser heutiges Gleichnis ist zum Verständnis der Tiefenbeziehung zu Gott aufschlussreich, es geht um die innere Beziehung zu Gott in Christus, um die Einfachheit des Vertrauens, aus der Wertschätzung und Respekt uns selbst und anderen gegenüber wächst. Etwas , was immer Geschenk ist und gleichzeitig eingeübt werden muss. Es geht um den WÄRMESTROM des Lebens, der aus der engen VERBINDUNG ZU GOTT wächst, so eng wie Winzer, Weinstock und Rebe verbunden sind, ein Geschehen, ein Prozess, der in eins läuft.

taize-godi-5-b12096Im heutigen Miteinander steht dazu ein erklärender Satz, hier am Beispiel Taizé beschrieben: Das ist aktuell so, waren nicht gerade fast 50 Jugendliche unserer Pfarrei St. Birgid mit unserem Sozialarbeiter Pawel Meisler und Pfr. Frank Schindling  bei den Jugendtreffen und den Brüdern von Taize.

Es heißt dort:

„Taizé ist ein Ort, wo die Einfachheit das Größte ist, wo Jugendliche miteinander ins Gespräch kommen, wo Grenzen abgebaut werden, wo geschwiegen wird, wo die Wiederholungen ( – der biblischen Gesänge – ) so sind, dass sie nicht aus dem Kopf gehen, WO ES SO STILL IST; DASS MAN GOTT HÖRT“.

Diese wenigen Zeilen enthalten alles , worauf es ankommt: Stille, meditatives Hören, Gebet,    einfach und wiederholbar. Wir kennen das aus den geistlichen Traditionen unserer Kirchen : Schriftlesung, Wiederholung einfacher biblischer Worte und Gesänge, Rosenkranzgebet, Psalmengesang, das ostkirchliche Jesus- und Herzensgebet, die Liturgie und Feier der Eucharistie – und das geistliche Gespräch, wo  Grenzen im Verstehen überwunden werden können.

Es geht um die Unterbrechung des Alltags für einige Zeit, Zeit zum Einüben des Vertrauens in Gott. Gott erwartet und begleitet uns mit seiner Gnade und Liebe, oder wie Meister Eckhart es ausdrückt: Gott wirkt als Innerster aus dem Innersten auf das Innerste aller Dinge.

Vielleicht geht es darum die heute so notwendige Einfachheit des Vertrauens sogar wieder neu zu lernen, um uns selbst, den anderen Gutes zu sein und zu tun, aus der engen Beziehung zu Gott und seiner zuvorkommenden Liebe zu leben, den WÄRMESTROM GOTTES  in unsere Welt zu leiten in Wertschätzung, Respekt, Vertrauen in unseren Beziehungen, christlichen Gemeinden und darüber hinaus. Dazu braucht es aber diese Räume und Zeiten des Gebetes, der Stille und der Meditation.

Andreas Knapp, Dichter und Kleiner Bruder vom Evangelium aus Leipzig, beschreibt in einem kleinen Gedicht  in einigen Versen beide Pole des Lebens:

In tausend wünschen
endlose Jagd    
nach hülle und fülle                                 
sein wie gott
Gott aber
hegt nur   
einen wunsch  
den menschlichen Menschen
Einmal hat er sich selbst  
diesen wunsch erfüllt
Und wartet seitdem auf Nachahmung

Der menschliche Mensch – ich denke, wir wissen was gemeint ist. Der menschliche Mensch mit Vertrauen , Respekt und Wertschätzung, in unseren Gemeinden, in unseren Gruppen – das wünsche ich uns allen, damit das Leben lebenswert bleibt. Nehmen wir uns die Zeit, ganz menschlich zu werden und zu sein.

Und aus einem solchen Vertrauen aus und in Gott können dann sogar angesichts des nahen Todes Texte entstehen, wie sie Pastor Dietrich Bonhoeffer  geschrieben hat , mögen sie unser Leben – aus der Gottesbeziehung gespeist – tragen: Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr. Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

In diesem Sinne: Seien Sie gesegnet auf Ihrem weiteren Lebensweg.

Amen